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Volltext : 27, 1904

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Ans  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte  —  11)04  No.  1

Ordnung  sehr  erheblich  größer  ist,  als  bei  der  Anordnung  nach  Hargrave.  Treppendrachen  brauchen  zum
Steigen  weniger  Wind,  als  Hargrave-Drachen,  selbst  wenn  ihr  Gewicht  für  den  Quadratmeter  Tragfläche
größer  ist,  als  das  der  letzteren.  Eine  messende  Bestimmung  ist  nur  für  den  bei  Drachen  gewöhnlich  benutzten ­
  Flächen-Abstand  von  3 / 3  l  ausgeführt  worden.  Die  wie  oben  bei  den  Einzelflächen  angegeben  ausgeführte ­
  Wägung  der  Diagramme  hat  deren  Größe  in  denselben  Einheiten  wie  dort  folgendermaßen  ergeben
(als  „obere“  und  „untere  Platte“  ist  die  dem  beim  Fluge  oben  und  unten  befindlichen  Segel  entsprechende

bezeichnet):

Hargrave-Anordnung.


Gemäß.  Treppen-Anordnung.


Extreme  Treppen-Anordnung.


langsame
Bewegung

obere  Platte
untere  »

.  (Fig.  23)  296
do.  299

(Fig.  28)  389
do.  310

(Fig.  33)  405
do.  298

Summe  .  .  .

(Fig.  23)  595

(Fig.  28)  699

(Fig.  33)  703

schnelle
Bewegung

obere  Platte
untere  »

.  (Fig.  38)  433
do.  430

(Fig.  42)  584
do.  406

Summe  .  ■

.  (Fig.  38)  863

(Fig.  42)  990

Dieselben  Einflüsse  der  Anordnung  der  Platten,  die  in  Fig.  21  —  35  für  Platten  von  50  mm  Länge  und
langsame  Bewegung  in  systematischer  Weise  dargestellt  sind,  werden  in  Fig.  36-47  für  andere  Plattengröße
oder  schnellere  Bewegung  in  ausgewählten  Beispielen  vorgeführt,  um  die  dort  gewonnenen  Ergebnisse  zu
kontrolieren  und  zu  vervollständigen.
Die  Diagramme  der  ersten  beiden  Kolumnen  der  Fig.  36—47  sind  völlig  analog  denjenigen  der  beiden  ersten
Kolumnen  von  Fig.  21—35,  aber  mit  schneller,  statt  mit  langsamer  Bewegung  gewonnen.  Da  sie  infolgedessen
größer  sind,  als  diese,  so  sind  die  mit  dem  größten  Platten-Abstande  =  5 / 3  l  gemachten  Versuche  hier  fortgelassen; ­
  die  Figuren  39  und  43  unterscheiden  sich  also  von  Fig.  24  und  29  nur  durch  die  schnellere  Bewegung ­
  der  Platten.  Auch  in  den  Figuren  36—43  entsprechen  die  gestrichelten  Kurven  den  Benetzungsgrenzen ­
  bei  einer  isoliert  bewegten  Platte,  um  die  gegenseitige  Beeinflussung  der  Platten  in  der  Kombination
erkennen  zu  lassen.  Auffallender  Weise  zeigt  sich  dieselbe  bei  schneller  Bewegung  in  den  geringen  Abständen
geringer,  als  bei  langsamer  Bewegung.  Ein  Vergleich  der  Figuren  36,  37,  40,  41  mit  den  Figuren  21,  22,
26,  27  ergibt  dies  unzweifelhaft,  vorausgesetzt,  daß  die  Bedingungen  der  Versuchs-Anstellung  im  Übrigen  so
gleich  waren,  wie  dies  erstrebt  wurde.
Dies  unerwartete  Resultat  wird  auch  durch  den  Vergleich  der  Fig.  44  und  46  sowie  45  und  47  bestätigt,
die  mit  den  größeren  Platten  (l'  —  66  mm),  in  gleichen  Abständen  gestellt,  langsam  und  schnell  ausgeführt
wurden.  Wahrscheinlich  ist  es  dadurch  zu  erklären,  daß  die  durch  das  Hindernis  hervorgerufenen  Wirbel
bei  schneller  Bewegung  weiter  fortgeführt  werden  und  die  Nebenplatten  dadurch  weniger  beinflussen.  Im
Übrigen  ergeben  diese  größeren  Platten  wesentlich  dasselbe,  wie  die  kleineren  auf  Fig.  21—24  und  36—39,
nämlich,  daß  vor  allem  der  Sog  der  unteren  Platte  durch  den  Stau  der  oberen  reduziert  wird,  so  daß  er  bei
langsamer  Bewegung  und  kleinem  Abstande  (Fig.  44)  in  der  Mitte  der  Hinterfläche  fast  null  wird,  und  daß
der  Stau  der  oberen  an  deren  Hinterrande  seinerseits  durch  den  Sog  der  untern  vernichtet  wird,  während  er
an  ihrem  Vorderrande  z.  T.  noch  größer  ist,  als  bei  einer  isoliert  bewegten  Platte.
Die  Figuren  48  -  50  ergänzen  die  für  die  Treppen-Anordnung  von  Platten  gewonnenen  Ergebnisse  durch
einige  Specialfälle;  Figur  51  —  68  sind  einer  vielseitigeren  Untersuchung  der  gegenseitigen  Beeinflussung  von
Platten  in  allerlei  Stellungen  —  indessen  durchweg  unter  dem  einen  gewählten  Neigungswinkel  —gewidmet;
Fig.  69—72  endlich  geben  einige  von  den  Versuchen  mit  gebrochenen  Flächenpaaren  wieder,  während  die  am
Schluß  zu  besprechenden  Figuren  73  bis  78  Versuchen  mit  Flächen  verschiedener  Krümmung  gewidmet  sind.
Alle  auf  den  Figuren  48—78  dargestellten  Versuche  sind  mit  der  geringen  Geschwindigkeit  gemacht.
Fig.  48  stimmt  mit  Fig.  81  und  32  überein  und  bestätigt  für  längere  Platten  die  an  den  50  mm  langen
Platten  gefundenen  Erscheinungen.  Fig.  49  und  50  zeigen  Zwischenstufen  der  Treppen-Anordnung  zwischen
Fig.  26  und  31.  Die  obere  Platte  springt  bei  Fig.  26  nur  um  5mm,  bei  Fig.  31  um  36  mm  vor;  dagegen
bei  Fig.  49  um  14  mm,  bei  Fig.  50  um  18  mm.  Trotz  dieses  geringen  Unterschiedes  nähert  sich  sichtlich
Fig.  49  sehr  der  Fig.  26  und  Fig.  50  der  Fig.  31.  Aus  Fig.  49  sehen  wir,  daß  bei  einem  Teil  der  Versuche
die  Hinterfläche  der  unteren  Platte  auf  einem  ähnlich  großen  dreieckigen  Raume  am  Vorderrande  trocken
blieb  wie  bei  den  in  Fig.  26  dargestellten  Versuchen,  während  allerdings  bei  einem  andern  Teil  diese  trockene
            
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