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Full text: 26, 1903

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1903 No, 3 
Observatorium zu Pawlowsk vom September 1882 bis August 1883“. Dieses Werk enthält jecloch nur die 
Besprechung der instrumenteilen Einrichtungen, die Darstellung der Beobachtirngsverfahren, die Ableitung 
der Basis-werte der Magnetographen und die Spezialbeobachtungen. Die der harmonischen Analyse zu unter 
werfenden stündlichen Ablesungen der Magnetographenkurven sind wiedergegeben in dem jeweilig ersten Teil 
der „Annalen des physikalischen Zentralobservatoriums“, herausgegeben von H. Wild, Jahrgang 1882 u. 83. 
Der benutzte Magnetograph war der Adiesche, welcher auch für gewöhnlich zur Verwendung kam; nur 
sind die Ablesungen statt in Ortszeit in mittlerer Göttinger Zeit veröffentlicht, wie bei allen Polarstationen. 
Die Polarbeobachtungen zu Pawlowsk haben schon bei einer Reihe von Untersuchungen als Material 
gedient, entsprechend der Vorzüglichkeit der Messungen. Es sind dies, so weit sie mir bekannt geworden, 
folgende Arbeiten: 
P. A. Müller: Ueber den normalen Gang und die Störungen der erdmagnetischen Elemente in Paw 
lowsk während der Periode der Polarexpeditionen. Rep. f. Meteorologie X, No. 3, 1885. Hierin werden 
nach dem Wild sehen Verfahren die Störungen ermittelt und eliminiert, wodurch man den normalen Gang 
erhält; Grundlage bilden die sogenannten „Normaltage 0 . 
P.A. Müller : Ueber Variationen des Erdmagnetismus in St. Petersburg und Pawlowsk 1873—85. 
Rep. f. Meteorologie XII, No. 8. Eine Ausdehnung des Inhaltes voriger Arbeit auf die angegebenen Jahre. 
H. Wild: Normaler Gang und Störungen der erdmagnetischen Deklination. Melanges phys. et chim. 
XIII, 1890. Begründung und Definition der Normaltage. 
M. Rykatschew: Resultate der magnetischen Beobachtungen am Konstantinowschen Meßinstitut 
in Moskau in den Jahren 1879—88. Rep. für Meteorologie XIV, No. 1. Dehnt die Untersuchungen Wilds 
und Müllers auf Moskau aus und vergleicht die Resultate mit Pawlowsk. 
M. Rykatschew: Die magnetische Deklination in Pawlowsk und in St. Petersburg und die Be 
wegung der Nulllinie. Meteorologitscheskij Westnik, 1891 (russisch). 
L. Holborn: Ueber die Abweichung vom Tagesmittel, welche die Deklination und die Horizontal 
intensität zu verschiedenen Tageszeiten aufweisen und über die jährliche Periode derselben, 1887, Göttingen. 
Wendet die harmonische Analyse an, um die jährliche Variation der Abweichung vom Tagesmittel für die 
Stunden 8 h a, l h p, 10 h p darzustellen. 
J. Liznar verwendet Pawlowsker Polärbeobachtungen in: „Methode zur graphischen Darstellung 
der Richtungsänderung der erdmagnetischen Kraft. Wiener Sitzungsber. 1891, p. 1153—11(56“, in: „Zur 
Kenntnis der täglichen Periode des Erdmagnetismus. Meteorologische Zeitschrift 1893, p. 369—376“ und 
in: „Ein Beitrag zur Kenntnis der 26-tägigen Periode des Erdmagnetismus. Wiener Sitzungsberichte 1894, 
p. 726 — 738. 
G. Lüdeling vergleicht auf Grundlage der Schuster-B.e2öld.sehen Theorie die Vectordiagramme 
mehrerer Polarstationen, darunter Pawlowsk's, untereinander in: „Die tägliche Variation des Erdmagne 
tismus an Polarstationen, Berliner Sitzungsber. 26, p. 524—530, 1898“ und in: „Der tägliche Gang der erd 
magnetischen Störungen an Polarstationen. Ebenda 27, p. 236—246, 1899“. 
Die geographische Lage des Observatoriums zu Pawlowsk ist: 
tf, = 59°41 .'2 N-Br. /. = 30°29(0 östl. von Greenwich. 
Die Reduktion auf Göttinger mittlere Ortszeit ist 
19*22“. 
Unter dem Verläufe eines geophysikalischen Elementes versteht man, streng genommen, den Inbegriff 
aller Werte für alle Zeiten. Zur vollen Kenntnis des Elementes genügt es also nicht, zeitlich getrennte 
Beobachtungen auszuwählen, da zwischen je zwei derselben unendlich viele unbeobachtete liegen. Daher 
registriert man, wo es angeht, den Verlauf und erhält so statt der diskontinuierlichen Reihe der Einzelwerte 
eine kontinuierliche Aufzeichnung. Oh eine solche Kurve aber tatsächlich auch alle Eigenheiten des Ele 
mentes zeigt, hängt von der Empfindlichkeit der Instrumente ab. Gerade für den Erdmagnetismus hat sich 
in neuester Zeit herausgestellt, daß die übliche Empfindlichkeit nicht ausreicht. Im Jahre 1896 wurden
	        
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