accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : 26, 1903

Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte  —  1903  So.  3  —

<i

/  {:.<:)  —  p 0 +lh  CQSX  +  q\  sin  x  +  )h  cos  2  x  +  q t  sin  2  x+  ...  .
....  +p„CO$nx  +  q v $innx.
Es  sind  liier  p  und  q  statt  der  sonst  üblichen  a  und  b  gewählt,  um  hervorzuheben,  daß  wir  es  mit  endlichen
Reihen  zu  tun  haben.  Ihr  läßt  sich  auch  die  Gestalt  geben:

m  —  i

Hierin  bedeutet  n  die  Anzahl  der  Beobachtungen,  K  die  Periode.  Der  Zusammenhang  beider  Formen  ist
gegeben  durch
p 0  ~  w 0 ;  Tk  =  UkStnUk;  qk  =  v k  cos  £4;  uj.  =  pl  +  qf c -
Die  erste  Form  hat  den  Vorzug  des  leichteren  Berechnens;  die  zweite  ist,  wie  wir  später  sehen  werden,
anschaulicher,  da  sie  die  Ausdrücke  gleicher  Periode  zusammenfaßt.  Die  „Koeffizienten“  u k  entsprechen  den
Amplituden,  die  „Angulärkonstanten“  Uit  den  Extremzeiten  der  k Kn  Welle.  Letztere  bezeichnen  wir  auch
durch  u'/c,  so  daß
it'u  —  Uk  sin  I  Uk  +  x  J
das  ,,/c tc  Glied“  oder  die  „Welle  k Kr  Ordnung“  ist.
Die  Koeffizienten  dieser  endlichen  Reihen  sind  gegeben  durch
1  “  2  ”  2
P 0  =  n lEL  Pz;  Ptc  =  “  ]>I  y t  cos  k  2 Z ;  q k  =  ~  ]>_  y t  sin  k  z t .
<Icb  schließe  mich  in  diesen  Bezeichnungen  an  L.  Großmann  an:  Anwendung  der  Besselschen  Formel  in
der  Meteorologie.  Aus  d.  Archiv  d.  D.  Seew.,  1894,  No.  5.)  Je  entspricht  der  Ordnung  des  Koeffizienten.  Die
2  Tr
Periode  setzt  man  gleich  2?r  und  nennt  t  —  z z  die  Phase.  %  ist  der  Index  des  Einzelwertes.  Man
findet  oft  den  Ausdruck  „Periode“  auch  auf  den  Ablauf  der  Erscheinung  während  der  Zeitperiode  angewendet,
was  unexakt  ist;  von  diesem  Vorgänge  ist  in  folgenden  Zeilen  stets  als  von  der  „Variation“,  dem  „Gang“
oder  dem  „Verlaufe“  gesprochen.  —
Solange  n  getrennte  Beobachtungswerte  vorliegen,  handelt  es  sich,  vom  mathematischen  Standpunkte
aus  betrachtet,  darum,  die  endliche  trigonometrische  Reihe  an  n  verschiedenen  Stellen  an  die
Funktion  anzuschließen,  eben  an  den  n  Beobachtungswerten.  Hierzu  ist  die  Berechnung  von  p 0  und  n
Koeffizienten  p k ,  q k  oder  u 0  und  n  Konstituenten  u k ,  Uk  notwendig  und  hinreichend.
Wir  verbinden  jedoch  mit  den  n  Werten,  wie  im  zweiten  Teile  eingehend  gezeigt  werden  wird,  den
Begriff  einer  stetigen  Funktion,  wesentlich  bei  dieser  Vorstellung  durch  das  bekannte  Erinnerungsbild
der  registrierten  Verläufe  unterstützt.  In  wie  weit  wird  nun  dieses  Vorstellungsbild  ebenfalls  von  den  n
Gliedern  dargestellt?  Da  ist  nun  zu  bemerken,  daß  die  endliche  Reibe  im  Gegensatz  zur  unendlichen  nur
die  n  absoluten  Werte,  durchaus  nicht  die  Differentialquotienten  mit  der  vorgestellten  Funktion  gemein  zu
haben  braucht.  D.  h.  die  durch  die  endliche  ResseIsche  Reihe  dargestellte  stetige,  präzisions-mathematisclie
Funktion  kann  außer  an  den  n  Punkten  beliebig  verschieden  sein  von  der  erwähnten  Vorstellungsfunktion.
Insbesondere  können  zwischen  den  n  Werten  beliebig  viele  und  beliebig  hohe  Oscillationen  auftreten.  Umgekehrt, ­
  besitzt  der  tatsächliche  Verlauf  so  viele  Oscillationen,  daß  die  n  Beobaclitungswerte
nicht  im  Stande  sind,  das  wahre  Gesetz  zu  enthüllen,  so  ist  auch  die  auf  sie  gegründete
harmonische  Entwicklung  dessen  nicht  fähig.  Das  Gegenteil  zu  vermuten,  käme  auf  die  alte  Ansicht ­
  der  Meteorologen  hinaus,  schlechte  Zahlwerte  durch  die  Besselsche  Formel  verbessern  zu  können.  Es
steht  vielmehr  zu  erwarten,  daß  die  endliche  Reihe  auch  hei  Vergrößerung  der  Beobachtungszahl  noch  nicht
genügt  und  tatsächlich  trigonometrische  Reihen  nur  dann  die  Darstellung  besorgen,  wenn  unendlich  viele
Glieder  herangezogen  werden.
Es  erhebt  sich  nun  die  Frage:  Wann  ist  man  denn  mit  der  Darstellung  zufrieden?  Dies  ist
gewissermaßen  Verabredungssache.  Zwar  wird  man  zunächst  verlangen,  daß  die  Darstellung  der  n  Punkte
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.