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Volltext : 26, 1903

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Aas  dem  Archiv  der  Deutschen  Seekarte  —  1903  No,  1

(2)

<>i  —  P  (5  —  l  sin  </  -  j  cos  {h\  +  (y—(f  ')  cos  «i}
=  Pi  f  1  •—  2  e 2  sin)  cos  h\—Pi  y-_  cos  «i  sin  h\

wenn  man  Größen  von  der  Ordnung  e*  vernachlässigt.
Wäre  die  Erde  eine  Kugel,  so  würde  die  Höllenparallaxe  gefunden  werden  durch  2n  =  Pi<osh\,  man
sieht  also,  daß  man  den  hei  weitem  größten  Teil  des  Einflusses  der  sphäroidischen  Gestalt  der  Erde  berücksichtigt, ­
  wenn  man  sie  für  die  Kugel  rechnet,  aber  die  aus  dem  Jahrbuch  entnommene  Horizontal-Aequatoreal-Parallaxe
  um  die  Größe  *  P|  e 1  sin  vermindert,  d.  h.  man  hat:
Ci

(3)

Pi  —  P,'  cos  h\  worin

Pi

e-  sin  (f  2

Das  zweite  Glied  der  Formel  (2)  —P,  ?!...5-1  cos  cq  sin  h\  ist  zwar  auch  merklich,  ist  aber  viel  kleiner,
als  die  von  o  herrührende  Verbesserung  der  Horizontal-Parallaxe  und  kann  in  den  meisten  Fällen  vernachlässigt ­
  werden;  wo  es  jedoch  merklich  sein  sollte,  kann  es  nachträglich  als  Korrektionsglied  angebracht
werden.  Wenn  man  Höhenparallaxe  und  Refraktion  getrennt  berechnet,  so  ist  es  natürlich  am  bequemsten,
nach  dem  ersten  Teile  der  Formel  (2)  zu  rechnen  und  zu  diesem  Zwecke  geben  die  Tafeln  13  und  14  des
Kaut.  Jahfb.  die  erforderlichen  Größen:  Verbesserung  der  Horizontal-Parallaxe  und  der  scheinbaren  Höhe.
Die  Refraktion  wird  den  in  allen  nautischen  Tafelsammlungen  enthaltenen  Refraktionstafeln  entnommen,
wobei  die  Korrektionen  wegen  des  Standes  der  meteorologischen  Instrumente  (Barometer  und  freies  Thermometer) ­
  stets  zu  berücksichtigen  sind.  Zu  beachten  ist  dabei,  daß  inan  in  diese  Tabelle  nicht  mit  dem  hei
der  Parallaxenrechnung  zu  benutzenden  Wert  h\  +  (<p—r//)  cos  cii,  sondern  mit  h[  einzugehen  hat,  weil  die
Refraktion  von  der  am  Orte  gesehenen,  nicht  aber  von  der  geozentrischen  Höbe  abhängt.  Auch  aus  diesem
Grunde  empfiehlt  es  sich,  die  Höhenparallaxe  zunächst  mit  h\  zu  berechnen  und  eventuell  zum  Schluß  eine
kleine  Korrektion  wegen  der  Vernachlässigung  von  (y—</-’)  cos  ct\  in  der  Höhe  anzubringen,  deren  Berechnung ­
  nachher  noch  gezeigt  wird.
Man  kann  auch  die  Gesamt-Korrektion  der  scheinbaren  Höhen,  d.  h.  die  Größe  p\—refr,  mit  der
scheinbaren  (Mittelpunkts-)  Höhe  aus  besonderen  Tabellen  entnehmen,  welche  sich  in  vielen  der  älteren
nautischen  Tafelsammlungen  finden  (z.  B.  in  Breusing:  Steuermannskunst,  2.  Aufl.,  1864,  als  Tafel  20,  in
B  ehr  mann  :  Nautische,  astronomische  etc.  Tafeln,  1877,  als  Tafel  54).  Bei  Benutzung  dieser  sehr  bequemen
Tafeln  hat  man  zu  beachten,  daß  die  Korrektionen  der  Refraktion  wegen  Thermometer-  und  Barometerstand
an  die  Tafelgrößen  mit  umgekehrten  Vorzeichen  angebracht  werden  müssen,  weil  ja  die  Refraktion  von  der
Höhenparallaxe  subtrahiert  ist.
Eine  Folge  der  sphäroidischen  Gestalt  der  Erde  ist  auch  das  Auftreten  einer  kleinen  Parallaxe  im
Azimut  (der  Seitenparallaxe),  welche  nur  für  den  Mond  merklich  ist.  Sie  wird  gefunden  durch  den  Ausdruck:
.  P;  (</—<i')smui
^  mr.7  cos  h\

In  der  Höhe  h\  wird  demnach  5«  durch  den  Bogen

14)

A  a  cos  h\

Pi  ly—(p')sinai
3437  .'7

dargestellt.
Für  die  Sonne  und  die  Planeten  sind  Höhenparallaxe  und  Refraktion  getrennt  den  dafür  entworfenen
Tabellen  zu  entnehmen.  (Naut.  Jahrb.  Taf.  10,  11  und  für  Refraktion  Taf.  7a,  b,  c  und  event.  Tafel  8).

Berechnung  der  wahren  Distanz  D.  Diese  zerfällt  in  drei  Teile:  die  Ermittelung  des  Winkels
SZM  =  A,  diejenige  von  D,  bei  welcher  sich  die  Winkel  S C M 0 Z  =  M a  und  M 0 S o Z  —  S a  nebenher  ergeben ­
  und  die  Anbringung  der  kleinen  Korrektionen.
            
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