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Volltext: 26, 1903

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1903 No.fi 
später nicht alle Beobachtungen verwendet worden, sondern es ist ein Teil der älteren Sternörter unberück 
sichtigt gehliehen. Ich habe die mit Hülfe der Struvescben Praecessionswerte ausgeführte Reduktion der 
Positionen auf 1887.0 für jeden einzelnen Stern mit der neuesten Beobachtung begonnen und so weit nach 
rückwärts fortgesetzt, bis ich bezüglich einer etwa vorhandenen Eigenbewegung ein Urteil gewonnen hatte. 
In denjenigen Fällen, wo eine Eigenbewegung festgestellt oder vermutet werden konnte, wurden natürlich 
alle vorhandenen Positionen reduziert. Eine Ausnahme habe ich nur bei den Sternen des Fundamental- 
Katalogs gemacht (No. 46, 67 und 163 des folgenden Verzeichnisses) und bei denjenigen Sternen, deren 
Eigenbewegung durch Herrn Auwers (No. 9, 11, 14, 18, 25, 127, 164) oder durch Herrn Battermann 
(No. 90) abgeleitet worden war. Die Positionen des Fundamentalkatalogs habe ich dom Berliner Jahrbuche 
entnommen und um die von Herrn Auwers in AN 147. 49 mitgeteilten Beträge verbessert. Bei den 
übrigen soeben erwähnten Sternen mit bekannter Eigenbewegung habe ich nur die seit dem Jahre 1860 
(ungefähr) ausgeführten Beobachtungen benutzt. 
Da ohne Zweifel die gleichwertige Verwendung sämtlicher älterer wie neuerer Positionen als fehlerhaft 
bezeichnet werden muß, so erschien es notwendig für die einzelnen Kataloge Gewichte festzusetzeu, ein Vor 
gehen, bei welchem sich natürlich eine gewisse Willkür nicht vermeiden läßt. Ich habe im allgemeinen 
folgende Normen innegehalten. Es sind durchweg die Positionen, welche seit etwa 1860 erhalten worden 
sind, gleichwertig, aber unter Berücksichtigung der Anzahl der Einzelbeobachtungen verwendet worden; nur 
einzelne Bestimmungen aus den beiden letzten Dezennien, welche auf Grund der Untersuchungen von Herrn 
Auwers (AN 161. 255 ff.) als besonders zuverlässig zu betrachten sind (Be, Kii, Stb u. s. w.) wurden mit 
etwas größerem Gewichte angesetzt. Die aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts stammenden Positionen 
(A Oe, Bo VI, HC, StrPM u. s. w.) haben gegenüber neueren Bestimmungen das Gewicht '/* erhalten, wo 
bei natürlich in jedem besonderen Falle die Anzahl der Einzelbeobachtungen berücksichtigt wurde. Für 
die Kataloge aus dem ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts (W 2 , Rü, Schw, Tay u. s. w.) habe ich das 
Gewicht (4 gewählt, doch sind diese Positionen bei der Ableitung der endgültigen Oerter vollständig bei 
Seite gelassen worden, wenn sie sich auf eine einzige Beobachtung gründeten. Endlich sind die älteren 
Kataloge, also Lacaille, Bradley, Lalande, Eedorenko, Piazzi, Groombridge 11. s. w. nur zur Ermittelung der 
Eigenbewegung herangezogen worden, ohne weiter bei der Berechnung der endgültigen Sternörter berück 
sichtigt zu werden. — Eine Ausnahme habe ich nur bei den vorhin genannten Sternen gemacht, deren 
Eigenbewegung durch Herrn Auwers bereits sichergestellt war; bei diesen Sternen habe ich, wie oben er 
wähnt, nur die Katalog-Positionen seit etwa 1860 benutzt, und zwar habe ich nach Berücksichtigung der 
Eigenbewegung den Mittelwert aller Oerter gebildet, ohne auf die Anzahl der Einzelbeobachtungen Rück 
sicht zu nehmen. Bei der großen Anzahl und bei der guten Uebereinstimmung der zur Verfügung stehenden 
Positionen dürften dieser Vereinfachung keine ernsten Bedenken entgegenstehen. In einem Falle ist eine 
etwas abweichende Deklination ausgeschlossen; der betreffende Wert ist eingeklammert worden. 
Bei der Aufstellung des nachfolgenden Stemverzeiclinisses wurden ferner die von Herrn Auwers in 
den Bänden 134, 143 u. 145 der A. N. mitgeteilten Verbesserungen für eine Anzahl Kataloge berücksichtigt; 
ebenfalls sind die aus A Oe entnommenen Sternörter um die von Argeiander in der V. J. S. Bd. 8, S. 221 ff. 
angegebenen Beträge verbessert worden. Bei der Benutzung der Zonenbeobachtungen von Bessel und von 
Lalande wurde eine Neureduktion der Positionen mit Hülfe der neueren Königsberger Tafeln, bezw. mit 
denjenigen von v. Asten vorgenommen. Bei den nördlichen Zonen Lalandes zeigten sich meistens sehr he 
bedeutende Abweichungen gegenüber den Angaben in dem von Baily herausgegebenen Kataloge. — Die 
Positionen des Pariser Katalogs, welche sich auf die 3 Aequinoktien 1845.0, 1860.0 und 1875.0 beziehen, 
sind unter Berücksichtigung der jedesmaligen Anzahl der Beobachtungen in einen Wert zusammengezogen 
worden. — Bei den Beobachtungen aus Bo VI ist ein Stern (*) hinzugefügt worden, falls ein solcher im 
Katalog angegeben war. 
Zur Bezeichnung der Kataloge sind diejenigen Initialen benutzt worden, welche von Herrn Fr. Risten- 
part in der Abhandlung „Verzeichnis von 336 Sternkatalogen“ gewählt worden sind. Die Größenangaben 
stammen aus der Bonner Durchmusterung. Falls sämtliche von mir aufgefundenen Positionen des Sterns 
reduziert worden sind, wurde in der Kolumne „Bemerkungen“ ein Kreuz (+) beigefügt. Dieselbe Kolumne 
enthält außerdem Angaben über die Gewichtsverteilung, und zwar ist der Einfachheit wegen jedesmal der 
Bruch V10 unterdrückt worden. Sämtliche Positionen beziehen sich auf das mittlere Aequinoktium 1887.0.
	        
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