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Full text: 26, 1903

Di*. Ij. Groß wann: Die Drehung der Winde an der deutschen Küste etc. 
3 
l* 
Wetterlage 
0/ 
/0 
0/ 
/0 
N/NE. .. 
17 
Wiudquadrant NE 
15 
+ 2 
E/SE ... 
17 
SE 
25 
— 8 
S/SW.. . 
26 
SW 
36 
-10 
W/NW . 
24 
NW 
20 
+ 4 
Central . 
16 
Windstillen 
3 
Der zentralen Lage des Maximums entsprechen für Hamburg meist Winde aus den beiden Südquadranten, 
wie dies auch die Unterschiede der beiderlei Zahlen zu erkennen geben; während die Wetterlagen N/NE 
und W/NW nahezu die gleichen Prozentzahlen der Häufigkeit wie die entsprechenden Windquadranten auf- 
weisen, zeigen die Maximum-Lagen E/SE und S/SW einen Ausfall von 8 hezw. 10%. Für den vorliegenden 
Zweck ausreichend, wurden die von van Bebber für die einzelnen Monate berechneten Prozentzahlen ent 
sprechend jenem Jahresergebnis in der Weise umgerechnet, daß die Prozentwerte der zentralen Lage des 
Maximums in dem Verhältnis von 8:10 zu den Lagen E/SE und S/SW binzugefiigt wurden; die Wind 
stillen blieben unberücksichtigt. Die in solcher Weise modifizierten Prozentzahlen der Wetterlagen zeigen 
eine überraschende Uebereinstimmung mit denen der Windquadranten’, wie folgende Tabelle dartut. 
Unterschiede der für Hamburg berechneten Hiernach erreichen diese Abweichungen in 7 Mo- 
HHufigkeitsprozente der Windquadranten und der Prozent- naten höchstens 5 und nur in 2 Monaten 10%. Die 
werte der nach der Lage des Maximums unterschiedenen 
Wetterlagen (1876/1900); daneben die Windstillen in </o. 
(Ein -i- bedeutet das Üeberwiegen der Winde des 
angegebenen Quadranten.) 
NE 
SE 
SW 
NW 
Windst. 
Januar ••• 
—4 
0 
1 o 
-f 3 
— 2 
3 
Februar . . 
—5 
-fl 
— 1 
+ 4 
1 
März 
0 
-fl 
+1 
— 2 
2 
April 
—9 
+ 8 
+ 2 
— 4 
2 
Mai 
+ 6 
+ 4 
+ 1 
-11 
1 
Juni 
+ 3 
f 8 
— 9 
— 4 
2 
Juli 
+3 
+ 3 
— 5 
— 4 
2 
August . . . 
+ 1 
+ 3 
— 2 
— 4 
3 
September. 
—2 
0 
-f 3 
— 7 
5 
Oktober. . . 
— 1 
—7 
4-14 
-10 
4 
November ■ 
—4 
—2 
+ 9 
— 7 
4 
Dezember . 
—5 
—5 
+ 5 
+ 1 
4 
Jahr 
—1 
+ 1 
+ 2 
— 4 
3 
Uebereinstimmung der beiderlei Prozentzahlen tritt 
in dem auf der Tafel unter B gegebenen graphischen 
Verlauf der Monatswerte noch überzeugender hervor, 
der das zeitliche Zusammenfallen der Maxima und 
Minima der beiderartigen Kurven bis auf kleinere 
Abweichungen sofort zu erkennen gibt und vielfach 
sogar Uebereinstimmung in den sekundären Schwan 
kungen hervortreten läßt; eine relative Verschiebung 
der Wendepunkte der Kurven gegen einander tritt 
nur in Gestalt einer Verhüllung des Maximums der 
Wetterlage W/NW und des Minimums der Wetter 
lage E/SE um je einen Monat gegen die gleichen 
Extreme der entsprechenden Windquadranten auf. 
Die den beiderlei Kurven zukommenden Amplituden 
in % 
Windquadranten 
Wetterlage 
NE 
NW 
SW 
SE 
18 
16 
21 
14 
30 
24 
26 
20 
sind durchweg für die Häufigkeitsprozente der Wetter 
lagen größer, stimmen aber darin überein, daß die 
Amplituden für NW und SE am kleinsten sind, während die größte Amplitude der Wetterlagen-Kurven der 
Maximum-Lage E/NE, die der Windquadranten-Kurven aber dem Quadranten S/SW zukommt. 
§ 7. Der jährliche Gang der Häufigkeit (1er einzelnen Windqnadranten. 
Die Kurven des jährlichen Verlaufs der Häufigkeit der Winde des SW- und NE-Quadranten einerseits 
und des NW- und SE-Quadranten andererseits erscheinen paarweise ungefähr als Spiegelbilder, indem für 
die einander gegenüberliegenden Windquadranten die entgegengesetzten Extreme zeitlich zusammenfallen, ein 
naturgemäßes Verhalten, da jede Wetterlage die Winde eines Quadranten begünstigt und offenbar für den 
gegenüberliegenden die ungünstigsten Bedingungen darbietet. 
Die Winde des SW-Quadranten zeigen, abgesehen von Memel, ein sehr ausgesprochenes Minimum 
im April bis Juni mit absolutem Minimum im April, mit alleiniger Ausnahme von Neufahrwasser, wo dieses 
auf Juni fällt. Die Kurven weisen starke Aenderungen gegen die angrenzenden Monate auf, während die 
Aenderungen von Juli bis März im allgemeinen klein sind und wenig Uebereinstimmung zeigen. Die größte 
Häufigkeit des Südwestquadranten fallt meist auf Dezember, doch tritt vielfach, besonders scharf ausgeprägt an 
der westdeutschen Küste, wie auch in Memel, ein zweites Maximum im Juli und August auf, das sogar mehr
	        
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