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Full text: 26, 1903

'21 
A. Nippoldt jr.: Die tägliche Variation der magnetischen Deklination. 
Südhalbkugel umgekehrt also tritt zwar das Extrem auf beiden Hemisphären im Sommer früher ein, ist 
aber im Norden ein Maximum, im Süden ein Minimum des jährlichen Einflusses vou w\, also beidesmal 
im jeweiligen Sommer ein Maximum. 
XJt- Der Maßstab ist derselbe, wie bei üj. Hier stimmen die Kurven auch äußerlich gut überein; 
so zeigt sieh z. B. bei allen um die Jahreswende ein Rückfall. Während die A?ì 2 auf der südlichen Halb 
kugel einen anderen Charakter besaßen als auf der nördlichen, kann man dies von den AU-i nicht sagen, 
die vielmehr Spiegelungen nördlicher Kurven um den Mittelwert darstellen. Die Extremzeiten folgen sich 
also nach verwiekelterem System als bei f/ ( . 
U:i: 11’ = 10°. Wie die Asind auch die A J.l t doppelperiodisch, dies macht wieder die Verläufe 
beider Erdhälften einander ähnlich. 
Zuletzt sei noch bemerkt, daß die Ut, U :i im Gegensatz zu U\ das gemeinsam haben, daß sie mit ab 
nehmenden Werten der ?t 2 , u s auf der Nordhalbkugel im allgemeinen ebenfalls abnehmen. 
Für u' t ist Mauritius die einzige Vergleichsstation; aber weder in den noch in den AfZ t zeigt 
sich eine erkennbare Gemeinschaftlichkeit. Von hier an verlieren die Koeffizienten offenbar ihre physikalische 
Natur, wie auch der gesetzlose jährliche Verlauf der A u k für k > 4 zeigt. 
Alle Zeichnungen gelten mit Ausnahme von Batavia und Mauritius nur für das Polarjahr 1882/83. 
Hirätsuka zeigte, daß wenigstens für Tokio die Verläufe der Qu auch 1897 dieselben waren wie für 
Pawlowsk 1882 83. Ferner gibt Sack in seiner oben zitierten Dissertation die jährlichen Verläufe der 
pii, qic (k == 1, 2, 3) für Greenwich für alle Jahre 1883—89, und für alle sieben Jahre ist der Gang der 
Kurven derselbe, nur die Amplitude variiert, wie dies denn auch wegen der elfjährigen Periode in der täg 
lichen Variation der Deklination nötig ist. Mau darf daher dem Satze: ..Die niederen Koeffizienten 
gleicher Ordnung folgen in ihrem j älirlichen Verlaufe und daher auch in ihrem täglichen 
Einflusse auf der ganzen Erde ein und demselben Gesetze“ eine hier für alle Zeiten vorhandene 
Gültigkeit zumessen. Für spätere, eingehendere Untersuchungen wird es nötig sein, die Variation der 
Koeffizienten mit den Jahren zu untersuchen, schon um einst alle Rechnungen auf eine Epoche zuriiek- 
zufiihren. Diese Untersuchung im Rahmen eines allgemeinen Planes zu führen, unternahm auf die freund 
lichste Weise Herr W. Keßlitz. Leiter des Observatoriums zu Pula, dem ich dadurch zu großem Danke 
verpflichtet bin. 
Ein wichtiges Nebenresultat der Kurveuvergleiclmng ist die Erkenntnis eines prinzipiell verschiedenen 
Verhaltens der tt\ den u> und w s oder besser der Welle «'i, w-i und tv* gegenüber; und dies ermöglicht 
denn auch, Schlüsse auf die Natur der Wellen zu ziehen. 
Die charakteristischen Merkmale eines Verlaufes sind die Extreme und die Amplituden. Aus der Be 
teiligung der einzelnen Wellen an der Erzeugung beider lassen sich Schlüsse über die Natur der tvu ziehen. 
Es sei zunächst untersucht, welche Wellen, und wie gut sie die einzelnen beobachteten Extreme 
wiedergeben. Jede Welle №/,■ hat zwei Extreme, die um auseinander liegen; ihre Lage läßt sich so 
wohl aus den 2*k, q\- wie aus den Uu berechnen, was der Kontrolle wegen beides geschehen ist. Den so be 
stimmten Extremzeiten der werden diejenigen beobachteten Extreme zugeordnet, die ihnen am nächsten 
liegen. Außerdem wird noch die Ordnung der beobachteten Extreme in Rücksicht gezogen, wie sie die 
Üebersieht im zweiten Teile dieser Arbeit gibt. Zeit ist überall Pawlowsker Ortszeit in Dezimalen der 
Stunde. 
W\ 
Monat 
Vili 
IX 
X 
XI 
XII 
I 
II 
111 
IV 
V 
VI 
VII 
Jahr 
Maximum ber. . 
3.6 
2.8 
0.7 
22.8 
23.8 
0.1 
0.3 
2.2 
3.6 
3.9 
4.2 
4.2 
4.0 
* beob. 
1.3 
1.3 
1.6 
21.3 
22.3 
23.6 
0.3 
3.1 
3.6 
1.3 
1.3 
2.6 
4.6 
Ordnung... 
2 
4 
2 
1 
1 
2 
1 
4 
4 
2 
2 
2 
4 
Dill*. 
-2.3 
— 1.5 
0.9 
-1.5 
-1.5 
-0.5 
0.0 
0.9 
0.0 
-2.6 
-2.9 
-1.6 
0.6 
Minimum ber. . 
15.6 
14.8 
12.7 
10.8 
11.8 
12.1 
12.3 
14.2 
15.6 
15,9 
16.2 
16.2 
16.0 
» beob. 
13.8 
13.8 
14.3 
13.6 
12.8 
13.3 
14.3 
14.4 
14.1 
13.6 
14.3 
14.6 
13.3 
Ordnung... 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
I 
1 
1 
Diti. 
-1.8 
-1.0 
1.6 
2.8 
1.0 
1.2 
2.0 
0.2 
-1.5 
-2.3 
-1.9 
-1.6 
-2.7
	        
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