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Full text: 26, 1903

A. Nippoldt jmi.: Die tägliche Variation der magnetischen Deklination. 
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Verfassers in den Annalen der Hydrographie. Hier war als Beispiel der Koeffizient q-, gegeben, was ver 
schiedentlich zu der Meinung Veranlassung gab, nur diesem Koeffizienten käme die Eigenschaft zu, an 
mehreren Stationen gleichartig zu verlaufen. Nunmehr soll, einem allgemeinen Plan entsprechend, der Gang 
der ujc, Uk betrachtet werden. Da nun die Station Greenwich zur Zeit von Herrn Dr. Sack neu berechnet 
wird, so scheidet diese Station aus dem Vergleiche der Uk, £4 aus, um nicht vorzugreifen.*) Dafür treten 
neu hinzu Wien und Batavia. Wien bezieht sich ebenfalls nur auf das Polarjahr, während für Batavia 
Mittelwerte der v,±, £4 für die Jahre 1882—94 gebildet sind. Hier weist nämlich das Polarjahr Lücken 
auf, und es ist deshalb gleich statt der Willkür eines beliebigen anderen Jahres ein Mittelwert benutzt. Als 
Quellen dienten wieder die oben namhaft gemachten harmonischen Analysen magnetischer Polarbeobachtungen, 
soweit sie die un, £4 berechnet hatten; für Tiflis und Fort Bae fanden Neuberechnungen statt. Soweit 
sie veröffentlicht waren, waren die £4 in Dezimalen der Stunde gegeben, was in Grade umgerechnet wurde. 
Wien, Tiflis, Wilhelmshaven und Batavia stützen sich auf Werte nach mittlerer Ortszeit, die anderen 
Stationen auf solche nach mittlerer Göttinger Zeit. Hier ist jedoch von einer Umrechnung abgesehen 
worden, da es vorerst auf eine quantitative Vergleichung der hiervon allein beeinflußten £4 nicht ankommt, 
der Gang aber nicht beeinträchtigt wird. Dagegen war es nötig, bei den Stationen Tiflis, Wilhelms 
haven und Südgeorgien von der Epoche 0 h p. auf 0 1 ' a. überzugehen, was die ungeraden £4 um 180® 
verschiebt. Da die Analyse der Deklination einst durch die der Komponenten ersetzt werden soll, die Zahl 
werte also nur vorübergehend in Betracht kommen, wird es genügen, sie aus den Kurven zu entnehmen. 
Da nun der absolute Wert von £4 von der Wahl der Epoche und der Zeit (ob mittlere Ortszeit oder 
Göttinger Zeit) abhängt, so kommt es vor, daß für einige Monate die Werte vom ersten in den vierten 
Quadranten übergehen, es ist dann selbstverständlich der betreffende Winkel negativ einzuführen.**) Die 
Lage des Winkels U k in Bezug auf die vier Quadranten ist eindeutig gegeben durch die Vorzeichen von 
Pk, ff/.; deren Vorzeichen aber ist für alle Stationen einheitlich bestimmt worden, indem stets Abweichungen 
von der östlichen Deklination zu Grunde gelegt sind. Die jährlichen Variationen der iiu, £4 sind also 
nach einheitlichem Gesichtspunkt gezeichnet. Nebenbei sei bemerkt, daß die im Vorbericht erwähnten Kurven 
dies noch nicht waren. 
Wo nichts anderes bemerkt ist, ist der Maßstab in den Uk l p = Oil, in den £4 1 ?> = 1°; nur Batavia 
und Fort Rae ändern den Maßstab. Epoche der Zeichnungen ist stets der August; die im Jahr 1882 etwa 
fehlenden Monate sind aus 1883 vorgetragen. Außer den oben angeführten Veröffentlichungen kamen noch 
in Betracht: 
PT'. Schmidt-Gotha: Der tägliche Gang der erdmagnetischen Kraft in Wien für die einzelnen Monate 
der Jahre 1879—1888, dargestellt durch periodische Reihen. Jahrbuch der k. k. Zentral-Anstalt für 
Meteorologie zu Wien, 1888, p. 90—103. 
J. P. van der Stok: Observations made at the Magnetical and Meteorological Observatory at Batavia. 
Vol. 16, 1893. Batavia 1894. 
Weitere harmonische Analysen aus dem Polarjahr 1882/88 sind dem Verfasser nicht bekannt geworden. 
Es sei nur kurz erwähnt, daß Hiratsuka in Tokio für 1897 die pk, ff/ c der täglichen Variation der Dekli 
nation für Tokio berechnet und große Uebereinstimmung mit den Resultaten des Vorberichtes gefunden hat 
(Meteor. Zeitschrift p. 178, 1899). 
Ein glücklicher Umstand fügt es, daß während der Niederschrift dieser Zeilen die einem allgemeinen 
Plane entsprechenden Rechnungen für Mauritius einlaufen. Ich verdanke diese Zahlen der Freundlichkeit 
des Herrn E. Engelenburg, früherem Direktor am Königlich-Niederländischen Meteorologischen Institut, dem 
ich auch an dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank aussprechen möchte.***) Den Rechnungen lag zu 
Grunde: 
T. F. (Taxton: Mauritius Magnetical Reductions, the Itesults of the Self-recording Magnetometer 
from 1875 to 1890. Mauritius. Lex. 1899. 
*) Inzwischen erschienen: G. Sack, Beitrag zur Untersuchung- der tägl, Variation der Inklination und Totalintensität. 
Progr. Katharinemn, Lübeck 1901. Die Behandlung der Aufgabe geschieht genau nach derselben Methode, wie hier. 
**) Selbstverständlich ist hier mit den prinzipiellen Schwierigkeiten zu rechnen, die sich der Mittelbäldung bei Winkel- 
großen entgegenstelien, 
***) Inzwischen hat Herr Engelenburg mit rastlosem Eifer an unserer Aufgabe weiter gearbeitet und schon etwa 
70 Stationen der Analyse unterworfen. Der Veröffentlichung seiner Ergebnisse sehen wir für die nächste Zeit entgegen.
	        
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