15
A. Nippoldt juij.: Die tägliche Variation der magnetischen Deklination.
dargcstollt werden,*) so ist eine Trennung vorgenommen worden zwischen der IÜickberechnnng mittels der
Glieder tv\ bis w t und w\ bis iV\-i. Unter Charakter ist hier wieder Anzahl und Lage der Extreme ver
standen, abgesehen von ihrem absoluten Betrage. Es genügt, diese Untersuchung für einen Monat mit
Wintercharakter und einen Sommermonat durchzuführen. In Tafel II stellt die ausgezogene Kurve die be
obachtete Variation dar, die punktierte die Rüekbereehnung aus allen, die gestrichelte die aus den vier ersten
Gliedern. Die Genauigkeit der Darstellung ergibt sich ferner aus nachstehender Tabelle.
September 188 2
M a i
8 8 3
h
I
tfl bis
«?*
II
MT bis
Wi t
beob.
Diff. 1
Diff. II
I
Wt bis
w*
II
«?i bis
W13
beob.
Diff. I
Diff 11
h
O”
172
io:i
loiS
-o:s
+o:g
1812
1814
1814
-012
<X0
0"
1
15.8
15.0
14.5
+1.5
+0.5
IS,5
18.1
18.2
+0.3
-0.1
1
2
14.7
15.1
14.9
-0.2
+0.2
19.2
19.5
19,1
-0.2
+0.1
2
*.j
14.7
14.8
15.0
- 0.3
-0.2
20.1
19.8
19.9
+0.2
-0.1
5
■i
15. L
1.5.2
14,8
-f-0.3
+0.4
21.2
21.5
21.4
-0,2
+0.1
4
h
15.9
15.4
15.8
+0.1
-0.4
22.0
22.0
22.0
0.0
0.0
5
G
17.0
17.5
17.3
-0.3
+0.2
22.4
2253
22.3
+0.1
0.0
6
7
17.4
17.3
17,5
-0.1
-0.2
21.8
21.7
21.8
0.0
=0.1
7
8
17.8
18.0
IG.6
4-1.2
+1.4
20.2
20.4
20.3
-0.1
-tO.l
8
9
14.7
14.2
14.6
-fO.l
-0.4
17.5
17.4
17.5
0.0
-0.1
9
10
11.5
11.9
11.8
-0.3
+0.1
14.4
14.4
14.4
0.0
0.0
10
11
9.5
9.4
9.7
0.2
-0.3
11.6
11.5
11.5
+0.1
0.0
11
0''
S.2
8.2
8.2
o.O
0.0
10.3
10.1
10.1
+0.2
0.0
O'*
l
8.4
$.6
S.4
0.0
+0.2
10.6
10.7
10.8
-0.2
-0.1
1
>2
9.8
10.1
9.8
0.0
+0.3
12.8
12.6
12.4
-0.1
+0.2
2
3
11.4
10.9
11.3
+0.1
-0.4
14.4
14.2
14.4
0.0
-0.2
3
4
12.9
13.3
13,0
-0.1
+0.3.
10.0
15.9
15.7
+0.3:
+0.2
4
;>
13.9
14.1
14.0
-0.1
+0.1
16,8
17.2
17.3
-0.5
-0.1
5
G
14.5
15.1
14.5
0.0
+0.6
17.0
17.0
16.9
+0.1
+0.1
G
7
15.0
14.2
14.5
40.5
—0.13
17.1
16.8
17.0
+0.1
-0.2
7
s
15.4
1G.4
16.0
-0.G
+0.4
17.4
18.0
17,8
-0.4
+0.2
8
9
1
14.9
15.4
+0.1
-0.5
17.8
17.3
17.4
+0.4
-0.1
9
10
15.4
15.9
15.9
-0.3
0.0
18.1
18.1
18.0
+0.1
+0.1
10
11
15,4
14,7
15.1
+0,8
-0,4
18.2
18.3
18,3
-0.1
0.0
11
Im September ist der mittlere Fehler der Darstellung für jede Stunde bei beiden llückberechnungeii
fast derselbe, nämlich ±01454 für Diff. I, ±01453 für Diff. II. Im Mai sind die entsprechenden mittleren
Fehler ±0121(1 und ±01118. Im Mittel ist also die Darstellung durch alle Glieder genauer, aber der Unter
schied ist nicht groß. Außerdem zeigen obige Zahlen, daß die geringsten Fehler in den Tagesstunden Auf
treten, wo der Verlauf am einfachsten ist. Dies und die Zeichnungen der Tafel II bekunden, daß die Ursache
der Fehler die Verschiebung der Extremzeiten gegenüber den beobachteten ist. Daher auch beim Winter
charakter größere Fehler als im Sommer. Wie die Zeichnungen ferner lehren, werden durch die vier ersten
Wellen alle Extreme in Anzahl und relativer Lage zu einander gegeben; die Hinzunahme der übrigen Glieder
bewirkt nur eine genauere Bestimmung der Eintrittszeiten und der Amplitude. Die Verschiebung der Ex
treme liegt in der mathematischen Natur des Verfahrens und man wird jetzt auch nie mehr, wie früher so
oft, aus wenigen Gliedern Extremzeiten berechnen wollen.
Wenn nun gewissen Wellen eine physikalische Bedeutung zukommt, so muß man annehmen, daß die
Größe ihres Einflusses im Jahre variiert. Gehört die betreffende Welle ferner zum wesentlichen Teile des
täglichen Verlaufes, so muß man erwarten, daß der Einfluß der Welle eine jährliche Variation hat, denn
der tägliche Verlauf in ein und demselben Monate verschiedener Jahre ist stets derselbe, sofern man von
Aenderungen des absoluten Betrages absieht. Es bestehen also fürs Erste zwei Wege, die Natur