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Full text: 25, 1902

II 
Vorwort. 
bis in alle Einzelheiten. Nach der Eröffnung der Thätigkeit der Seewarte im neuen Dienstgebäude auf dem 
Stintfange im August 1881 (die feierliche Eröffnung fand am 14. September statt) erwuchs die Verpflichtung, 
dafür Sorge zu tragen, dass die Kontinuität der Beobachtungen gewahrt bleibe, was durch zahlreiche und lange 
Reihen von Beobachtungen geschah, deren Ergebnisse in Beziehung auf Temperatur der Luft in dem Jahr 
gänge 1880 und in Beziehung auf Windrichtung und Stärke in dem Jahrgang XII (1889) zur Veröffentlichung 
gelangten. Was ferner unerlässlich schien, war die vollständige Beschreibung der Neueinrichtungen im Dienst 
gebäude auf dem Stintfange, was in dem VII. Jahrgang des „Archivs“ (1884) mit allen Einzelheiten der 
Konstruktion auch zur Ausführung kam. Es darf wohl auch daran erinnert werden, wie der im Jahre 1882 
ins Leben getretene Lehrkursus für Navigationsschul-Aspiranten in den Bänden des „Archivs“ eine um 
fassende Berücksichtigung fand, die unverkennbar ihre Früchte getragen hat. 
Wenn nun auch die Jahresberichte einen recht erheblichen Theil der einzelnen Bände einnehmen, so 
lange sie darin Aufnahme fanden (bis inklusive 1892), so würde es doch ein Irrthum sein, wollte man an 
nehmen, dass nicht Raum genug geblieben ist für die Veröffentlichung werthvoller Abhandlungen, deren Zahl 
in der That in der Zeit des Bestehens des Sammelwerkes eine recht erhebliche ist. Es kann natürlich nicht 
versucht werden, in diesem kurzen Vorwort einen Ueberblick über die Reihe der Abhandlungen zu geben, 
zumal in einem Inhaltsverzeichniss, das diesem Bande beigegeben ist, dafür Sorge getragen wird, diesen 
Ueberblick in praktisch-brauchbarer Weise zu gewinnen. Allein wir können es uns nicht versagen, -wenigstens 
auf einzelne Arbeiten oder Forschungen, die durch Abhandlungen in diesem Sammelwerke besonders gefördert 
wurden, wenn auch nur flüchtig, hinzuweisen. 
Ausser der Summe von wissenschaftlicher Information, die in den erwähnten Jahresberichten nieder 
gelegt sich befindet, enthalten die einzelnen Abhandlungen werthvolle Beiträge für die Forschung auf dem 
Arbeitsgebiete der Seew r arte. 
Bei der Mannigfaltigkeit der in den Abhandlungen vertretenen Gegenstände ist eine Auswahl der an 
dieser Stelle zu erwähnenden schwierig. Wie wiinschenswerth es dann auch gewesen wäre, die ganze Reihe 
von etwa 90 Nummern aufzuzählen, wird man sich auf eine flüchtige Erwähnung der einzelnen Autoren zu 
beschränken haben. 
Von besonderem Werthe sind die ersten Jahrgänge, die sich, wie schon erwähnt, mit dem Bau, der 
Einrichtung des Dienstgebäudes, den Apparaten und den Methoden der Arbeit auf den verschiedenen 
Forschungs-Gebieten befassten. Auch sei aus dieser Serie die Abhandlung Koldewey’s über den Magne 
tismus in eisernen Schiffen und dessen Veränderungen als besonders bedeutsam für die Pflege der ausüben 
den Deviationslehre hervorgehoben. In dem III. Jahrgang muss No. 8, „Die Witterungsvei’hältnisse zwischen 
dem Felsengebirge und dem Ural“, von Koppen, v r eil für die Entwickelung einer Methode der synoptischen 
Behandlung von meteorologischen Vorgängen über grösseren Gebieten an der Seewarte grundlegend geworden, 
hervorgehoben werden. Die schöne Abhandlung über die Untersuchung und den Gebrauch des Sextanten 
von Eylert (IV) verdient die Beachtung aller, die sich mit diesem wichtigen Instrumente zu beschäftigen 
haben; eine sich daran anschliessende Abhandlung ist von Messerschmitt im letzten Bande (XXV) ver 
öffentlicht. Von Interesse sind auch die Abhandlungen über den Unterricht in der Deviationslehre im VI. 
und VII. Jahrgang, die wesentlich gleichfalls von Eylert verfasst wurden. Ueber Chronometer-Prüfung und 
deren Ergebnisse finden wir Abhandlungen von Rümker in I, III und VI und von Stecliert in XIII. Den 
ozeanographischen Untersuchungen sind Abhandlungen gewidmet von Krümmel (V), von Schott (IX, 
XIV und XX) und in dem zuletzt genannten Jahrgange von Schulze, ferner von Puls (XVIII), von Wege 
mann und von Engelhardt (XXII). 
Die Untersuchung der Instrumente und Apparate ist in ihren Ergebnissen in einer Anzahl von Mono 
graphien niedergelegt, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Begreiflicher Weise nehmen die mete 
orologischen Untersuchungen in der Reihe der Abhandlungen eine bevorzugte Stelle ein. Zu der schon
	        
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