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Full text : 25, 1902

Prof.  Dr.  C.  Bürgen:  Leber  die  Anordnung  der  Nadeln  einer  Kompassrose  etc.

25

woraus  folgt,  dass  die  Bedingung  für  die  Aufhebung  der  sextantalen  und  oktantalen  Glieder  sehr  nahe  erfüllt ­
  ist.  Dies  wird  noch  deutlicher,  wenn  man  den  Werth  von  b' 0  ableitet,  durch  welchen  die  Bedingung
vollkommen  erfüllt  werden  würde.  Es  ergiebt  sich  nämlich  b' 0  =  88.4  mm  oder  nur  1.6  mm  kleiner,  als  der
angenommene  Werth  von  90  mm.
Da  Herr  Hechelmann  seine  Konstruktion  auf  experimentellem  Wege  ermittelt  hat,  so  kann  diese  nahe
Uebereinstimmung  auch  zugleich  als  ein  Zeugniss  für  die  Richtigkeit  der  theoretisch  gefundenen  Bedingungs-Gleichung
  (22)  dienen.
Das  Schlussergebniss  der  vorstehenden  Untersuchungen  ist  demnach  in  Uebereinstimmung  mit  dem  von
Archibald  Smith  und  Kapitän  Evans  gefundenen,  dass  die  Normalrose  (englische  Admiralitätsrose)  die  Bedingung ­
  für  die  Ausschliessung  der  sextantalen  und  oktantalen  Glieder  der  Deviationsformel  sehr  wohl  erfüllt, ­
  dass  es  aber  ausser  dieser  noch  eine  beliebige  Anzahl  anderer  Konstruktionen  giebt,  darunter  die  von
Vital  vorgeschlagene  und  die  Hechelmann’sche  Rose,  welche  diese  Bedingung  ebenfalls  erfüllen.  Bezüglich
der  Normalrose  wäre  noch  zu  erwähnen,  dass  dieselbe  zwar,  vom  l’ein  theoretischen  Standpunkte  aus  betrachtet, ­
  nicht  ganz  richtig  konstruirt  ist,  weil  die  Enden  der  Nadeln  und  nicht  die  Pole  in  den  theoretisch
verlangten  Winkelabständen  (15°  und  45°)  von  der  Nord-Süd-Linie  liegen,  dass  aber  kaum  ein  Anlass  vorliegt, ­
  die  Konstruktion  zu  ändern,  da  auf  alle  Fälle  dadurch  nur  ein  ganz  geringer  Fehler  hervorgerufen
werden  kaun.
            
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