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Volltext : 25, 1902

14

Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte  —  1002  No.  1  —

~  /J,  +  h l  (B\)  =  if
ei  er,  ei  l

+

cos  {et—ß—t)
4  [—cos(c<
n  L

also  finden  wir:

/  3  15  ajA  .  /45  a\  .  .  .  105  a*  .  .  \1
\Y  ~  2  sm  2t (,T  ef  sin +  WjT  ^ sineC0S ^ ( —ß))\
ß—e)  (-Ì-  +  15-—  —  i  così')  +  sin  2e(l0^sin(cc—ß—e)+  4^  4  sin  s  cos  {a—ß)  )
.  ,  .../loa?  ,  105  at  at  .Al
+  COSs  cosici—ß)  I  H  -—  -f  —10o  , u -  cose-  )
V' 2  e 0  2  e 0  e0  /J

72  7)2  7'2  7)2
4  + 2 +  %  (j,)+  4  i?,+5  (5,)  =

,  s/45a„  45  ai  /105  ai  105  ai  .A
r  (■4  i—2  +1-  iV  t—2  -  7‘  OT *  )

-5771

2  e;
45  a, 2

cose  cos(a—ß)

2  e(~^sin(cc-ß-e)  +
V4  e- 0

105  al
~?o

sin  e  cos

s(c<—/4)jJ

+  f—  cos  {a—ß—e)  ^

135  a 2  135  a'l
2  ei

4  e‘i

/315  al

315

V  4  el

2

+  sin

■  o  /  135
111  2  i  (  ——  ,
\  4  e,

135  ai  .

J  sin  («—ß  —  f)  +

315  al
4
-t  e 0

sine  cos

(«-#>)]

Es  ergiebt  sich  demnach,  dass  der  Koeffizient  von  b'l  das  dreifache  desjenigen  von  P  ist  und  das
entgegengesetzte  Vorzeichen  hat,  und  dasselbe  Ergehniss  erhalten  wir  auch  für  die  andern  Kombinationen.
Hieraus  folgt  also  das  wichtige  Resultat,  dass  man  alle  nur  von  der  Länge  der  Nadel  abhängigen
Glieder,  welche  eine  quadrantale,  sextantale  und  oktantale  Deviation  hervorbringen,  zum  Verschwinden
bringen  kann,  wenn  b 0  so  gewählt  wird,  dass  P—3  lß 0  =  0  ist.
Setzen  wir  l  =  l\  cos  y  und  b 0  —  l\  sin  y,  worin  also  y  den  Winkel  bedeutet,  welchen  die  von  dem
Pol  einer  der  beiden  Nadeln  nach  dem  Drehungspunkt  der  Rose  gezogene  Linie  l\  mit  der  Nord-Süd-Linie
derselben  bildet,  so  folgt:
l\  cos  y l —31\  sin  y 1  —  0
woraus
tq  y  =  oder  y  =  30°.
*'  V3
Eine  mit  zwei  Nadeln  versehene  Rose,  welche  so  angeordnet  sind,  dass  die  Verbindungslinien  der
diametral  gelegenen  Pole  einen  Winkel  von  60°  mit  einander  bilden,  jede  also  einen  solchen  von  30°  mit
der  Nord-Süd-Linie  der  Rose,  sollte  daher  keine  sextantale  und  oktantale  Deviation  zeigen.
Angesichts  dieses  Ergebnisses,  welches  mit  dem  von  Archibald  Smith  und  Kapt.  Evans  theoretisch
und  praktisch  gefundenen  übereinstimmt,  muss  es  auffällig  erscheinen,  dass  Herr  Vital  mit  einer  Rose,  welche
wenigstens  annähernd  der  obigen  Bedingung  entsprochen  hat,  überhaupt  eine  oktantale  Deviation  erhalten
hat.  Es  ist  wohl  anzunehmen,  dass  die  Bedingung  nur  annähernd  erfüllt  gewesen  ist,  da  vermuthlich  die
Angabe,  dass  der  Winkelabstand  der  Nadeln  (vom  Nordpunkt  der  Rose)  30°  betragen  habe,  sich  auf  die
Enden  derselben,  nicht  aber  auf  die  Pole,  welche  ungefähr  um  */io  cid -  Länge  von  den  Enden  entfernt
liegen,  bezogen  hat;  immerhin  könnte  aber  die  oktantale  Deviation  nur  äusserst  klein  gewesen  sein.
Setzen  wir  wie  oben:
P—3  b'i  —  If  cosy~—  31\  siny 1  —  l\  (4  cos/-—  3)
und  bedenken,  dass  cos  3y  —  4cos/ 3 —3  cos  y  ist,  so  kann  die  Formel  für  die  Deviation  auch  in  der  Form
geschrieben  werden:
(18)  sind  =  .1  +1!  —-'  oder  sinöcosy  —  A  cos  y  +  B  cos  3  y
v  ’  cosy
wo  A  die  semizirkularen  und  quadrantalen  Glieder  umfasst,  während  in  B  alle  Glieder  zusammengefasst
sind,  welche  von  der  Länge  der  Nadel  abhängen  und  eine  quadrantale,  sextantale  und  oktantale  Deviation
bewirken.  Man  kann  daher  die  Bedingung,  dass  die  in  B  enthaltenen  Glieder  wegfallen  sollen,  auch  dadurch
ausdrücken,  dass  cos3/  =  0  oder  y  —  30°  sein  müsse.
            
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