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Full text: 24, 1901

Rottok: Untersuchung über die Aenderung der Temperatur-Koeffizienten a und b. 
85 
Aus der Tabelle ist zu ersehen, dass von den vier hier unterschiedenen Fällen das „unbestimmt zu 
bleiben“ für a überwiegt — 44% der Gesamtsumme; — ein bestimmtes Veränderungsbestreben tritt nur 
in wenig vermehrtem Maasse auf — mit 4% — verglichen mit der ersten in dieser Abhandlung y aufge 
führten Tabelle. 
Von 33 Fällen sind 73% auf Vergrösserung gerichtet, während es vorher 70% waren. Daraus erhellt, 
dass kein Unterschied festzustellen ist, zwischen dem Verhalten von a bei den ältesten und bei den 
neueren Chronometern. 
Für b macht sich eine geringere Neigung zur Vergrösserung bemerkbar — 15% gegen 23%, — 
während ein Bestreben, sich nicht zu verändern, im umgekehrten Sinne — 39% zu 32% vorher — erkenn 
bar ist. Im übrigen verhält sich b ähnlich wie die früheren Feststellungen ergaben. 
Aus dem Ganzen ist ersichtbar, dass auch bei den ältesten Chronometern die Zeit keinen Einfluss auf 
eine merksame Vergrösserung der Koeffizienten ausgeübt hat.- 1 ) 
In der Praxis ward gefunden, dass die Chronometer sich inbezug auf die Klassifizirung durchaus 
verschieden verhalten, einige werden mit der Zeit schlechter, einige bleiben in Güte gleich, einige, allerdings 
der geringere Theil, werden sogar mit der Zeit besser, wie die Tabelle III zeigt. 
21 ) Als ein Zeichen für die wirkliche Güte des zu den Chronometern verwandten Materials sei hier angeführt, dass, 
wenn Reparaturen nöthig werden, ein Kall, der verhältnissmässig selten eintritt, zum grössten Theile nur die Zugfeder, 
seltener die Spirale zu ersetzen ist. Letztere muss nur bei starker Verrostung erneuert werden, da dann ein Bruch der 
selben zu befürchten ist. Ein Springen der Zugfeder verursacht zeitweise auch ein Zerreissen der Kette und damit die 
Nothwendigkeit, letztere zu repariren. 
Kleinere Reparaturen sind bis jetzt nur aufgetreten durch Losewerden des Minutenzeigers, Einfressen des Zapfenlagers, 
verursacht durch verharztes Oel und im besonderen bei den filteren Kittel'schen Chronometern durch Bruch eines Zahnes 
an dem noch anfänglich zu schwachen Federhause. 
Ein Ersatz von Rädern, wegen Abnutzung derselben, ist bisher, soweit hier bekannt ist, noch nie eingetreten. 
Tab. III. Chronometer I. Klasse. 
Chr. 
M 
Ange- 
kauft 
Jahr der 
ersten 
Klassifi 
zirung*) 
Klasse am 
1. Januar 1901 
Chr. 
M 
Ange 
kauft 
Jahr der 
ersten 
Klassifi 
zirung*) 
Klasse am 
1. Januar 1901 
Chr. 
M 
Ange- 
kauft 
Jahr der 
ersten 
Klassifi 
zirung*) 
Klasse am 
1. Januar 1901 
36 
1876 
1892 
II 
218 
1885 
I 
272 
1893 
I 
57 
1876 
Beobacht.-Chr. 
222 
1885 
— 
III 
280 
1894 
— 
III 
68 
1883 
II 
224 
1886 
— 
I 
289 
1895 
— 
I 
120 
1878 
1889 
II 
228 
1886 
— 
II 
290 
1895 
— 
III 
134 
1882 
1887 
11 
229 
1886 
— 
II 
291 
1895 
— 
I 
155 
1879 
— 
II 
231 
1886 
— 
11 
295 
1896 
II 
190 
1880 
1884 
IV 
234 
1890 
— 
I 
297 
1896 
— 
II 
191 
1880 
— 
I 
237 
1887 
— 
II 
300 
1896 
— 
I 
193 
1880 
— 
IV 
238 
1887 
— 
I 
303 
1896 
— 
I 
194 
1885 
— 
I 
258 
1891 
— 
I 
312 
1897 
— 
I 
196 
1880 
— 
I 
259 
1891 
— 
I 
314 
1897 
— 
I 
209 
1883 
— 
IV 
260 
1891 
— 
II 
324 
1898 
— 
I 
211 
1884 
— 
I 
262 
1891 
— 
I 
328 
1898 
— 
I 
213 
1884 
— 
IV 
263 
1891 
— 
II 
329 
1898 
— 
I 
214 
1884 
I 
n 
269 
1892 
— 
III 
331 
1898 
— 
I 
215 
1884 
— 
III 
270 
1892 
— 
II 
332 
1898 
— 
I 
216 
1885 
— 
I 
271 
1892 
— 
IV 
Chronometer II. 
Klasse. 
2 
1876? 
1884 
IV 
50 
1876 
1891 
II 
69 
1877 
1889 
III 
20 
1876? 
1886 
III 
52 
1881? 
1890 
III 
79 
1876 
1892 
ni 
25 
1876? 
1886 
II 
56 
1876 
1890 
IV 
84 
1876 
1886 
IV 
34 
1876? 
1886 
II 
62 
1876 
1895 
IV 
92 
1876 
1890 
IV 
*) Falls beim Ankauf keine Klassifizirung stattgefunden hat, ist in dieser Spalte das Jahr der ersten Klassifizirung 
angegeben worden.
	        
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