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Full text: 24, 1901

Rottok: Untersuchung über die Aenderung der Temperatur-Koeffizienten a und l. 
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Die kleinste Aenderung wird ebenso oft in den heimischen Gewässern als in den Tropen gefunden. 
Für ci sind die Prozentzahlen 51:49, für b 48:52, während Westafrika und die Siidsee abermals nur mit 
19 bezw. 18% vertreten sind. 
Hieraus ergiebt sich: Die Tropen — einschliesslich Westafrika und die Südsee — üben keinen be 
sonders grossen Einfluss auf die Veränderung der Koeffizienten «und?; aus, im Gegentheil die grösste Ver 
änderung tritt bei Einflüssen auf, welche die heimischen Gewässer auf die Chronometer ausüben. 
Endergebniss. 
Das Endergebniss aller dieser Betrachtungen ist, dass die Aenderungen von a und b keinen be 
stimmten Gesetzen folgen, dass man sie daher in der Praxis nicht berücksichtigen und sich 
somit nicht vor ihnen schützen kann. 
/) Vergrösserung der Koeffizienten mit dem Alter der Chronometer. 
Sind bisher die für die Navigirung wichtigen Veränderungen betrachtet worden, so soll im Anschluss 
daran noch ins Auge gefasst werden, ob die Vergrösserung der Koeffizienten mit dem Alter der Chrono 
meter zusammenhängt. 
In Betracht ziehen lassen sich 113 Chronometer. Werden von diesen die Ergebnisse in einer Tabelle 
zusammengestellt, so erhält man: 
wird bleibt 
Koeffizient grösser kleiner unbestimmt sich gleich 
a 38 = 34% 16 = 14% 56 = 49% 3 = 3% 
b 26 — 23% 9 == 8% 42 = 37% 36 = 32% 
Anmerkung. Unter unbestimmt ist zu verstehen, dass der Koeffizient bald grösser, bald kleiner wird, daher keine Neigung 
zum „Grösser- oder Kleinerwerden“ festzustellen ist. 
Die Fälle, in denen die Neigung von a unbestimmt bleibt, sind überwiegend — 49% der Gesamt 
summe, — während im übrigen der Koeffizient mit 34% ein bestimmtes Bestreben zeigt, sich mit dem 
Alter zu vergrössern und nur 14% auf Verkleinerung gehen. 
Es kann daher gesagt werden: a vergrössert sich im allgemeinen nicht mit dem Alter; bei Chrono 
metern jedoch, welche ein bestimmtes Veränderungsbestreben zeigen, überwiegt die Neigung, mit dem Alter 
grösser zu werden. 
Anmerkung. Iu 54 Fällen zeigt « ein bestimmtes Veränderungsbestreben, Und von diesen wiederum sind 70% auf eine 
Vergrösserung von « mit der Zeit gerichtet. 
Für b ist ein beinahe ebenso grosses Bestreben zu erkennen „gleich“, d. h. an Grösse unverändert, wie 
„unbestimmt“ zu bleiben. Beide Fälle erreichen zusammen 69%, so dass nur noch 31% für bestimmte 
Veränderungsbestreben übrig sind. Bei letzteren überwiegt abermals die Neigung, sich mit der Zeit zu 
vergrössern — von 38 Fällen 74%. — 
Ueber das Verhalten von b ist dementsprechend, wie folgt, zu urtheilen; 
Die Veränderungsart des Koeffizienten b mit dem Alter ist in den meisten Fällen als eine unbestimmte 
zu bezeichnen, bezw. gleich Null. In den selten auftretenden Fällen eines bestimmten Veränderungsbestre 
bens liegt eine Neigung zur Vergrösserung vor. 
Nachdem im allgemeinen das Verhalten der Koeffizienten festgestellt worden ist, soll noch im beson 
deren betrachtet werden, ob die Art der Kompensation einen merkbaren Einfluss auf die Vergrösserung 
oder Verkleinerung der Koeffizienten ausübt. 
Unter den 113 Chronometern befinden sich 66 mit gewöhnlicher, 47 mit Ilülfskompensation, die folgendes 
ergeben: 
Gewöhnliche Kompensation. 
wird bleibt 
Koeffizient grösser kleiner unbestimmt sich gleich 
a 23 = 35% 11 =17% 30 = 45% 2 = 3% 
b 12 = 18% 6 = 9% 27 = 41% 21 = 32% 
5 
Archiv 1901. 4.
	        
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