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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1901 No. 4 —
Noch deutlicher zeigt sich, dass das Ergebniss dasselbe ist, wenn, in Prozenten ausgedriickt, das so
eben gefundene mit dem vorhergehenden zusammengestellt wird:
Koeffizient
Vorzeichen
wird kleiner
ausserhalb innerhalb
der Tropen
G1 °/ 0
56%
der Tropen
~83VT
56%
+
55 %
76%
51%
72 %
n ) Es sind vertreten: Eppner »mal (M 15, 44, 69, 7:3, 83, 111, 139, 158), Knoblich 5mal (.V 10, 142, 173, 193, 251),
Tiede 2mal (31 79, 145), Bröeking 11 mal (.31 121, 155, 157, 191, 22S, 231, 248, 250, 263, 206, 315), Ehrlich lOmal (4/209, 215,
210, 230, 237, 238, 247, 259, 202, 320), Kittel 3mal (31 207, 305, 321) sowie Lange und Söhne 2mal (4/295, 290).
12 ) Ueberwiegend tritt „-¿“ auf bei:
31 173, Knoblich, Zügelkompensation.
.)/ 191, Bröeking, inverse Kompensation.
.1/ 193, Knoblich, Hüfskompensation.
31 209, Ehrlich, Zügelkompensation.
•V 215,
31 231, Bröeking, Hülfskompensation.
|:| ) EinUrtheil darüber, oh ein „-¿“ oder „+«“ auftreten
wird, lässt sich nur mit Hülfe der Gänge aus der bekann
ten Formel für die Koeffizienten-Berechnung feststellen:
Ist 'f = dem Gange bei 30" C. = g™°,
15° C. =
= der Temperatur bei 30° C.,
— i г
—“ Я Я Я
= „ „ „ 5° С.
und wird unter Q verstanden:
_ <J_
1"—t'
sowie unter P —
0
f—t
O-
30 ° ( . 15 °
30°—15°
p i0 —a 5 °
15°—5°
so ist Q—P ■= + b.
Anmerkung: Diese liier zur Ableitung herangezogene Formel
ist eine Näherungsformel, welche für die Zwecke der Praxis
vollkommen ausreichende Resultate, für die chronometri
schen Studien aber nicht genau genug ist; deshalb werden
auch schon seit Jahren von dem Chronometer-Observa
torium, ähnlich wie auf dem Observatorium zu Wilhelms
haven, zur Berechnung der Koeffizienten a und b Formeln
benutzt, welche auf strenger Benutzung der Methode der
kleinsten Quadrate beruhen.
Ein 5“ tritt nun in folgenden Fällen auf:
1) Wenn der Unterschied der Gänge bei 30° und 15° C
grösser ist als wie bei 15° und 5°C, während beide Unter
schiede das Vorzeichen minus aufweisen, also wenn —Q> —P
ist. Beispiel: Q — -01202
P = -01179
b = —01023
2) Falls die Unterschiede der Gänge zwischen 30° und
15°C, sowie zwischen 15’und 5“ C das Vorzeichen plus haben
und der letztere grösser ist als der erstere, d. h. wenn
+D < +P ist.
Beispiel: Q — +010S0
P = +0)191
b = —0? 111
31 234, Ehrlich, Zügelkompensation.
31 250, Bröeking, Wärme-Supplement.
31 203, Bröeking, Hülfskompensation für Wärme.
31 291, Bröeking, Airy’sche Hülfskompensation.
31 315, Bröeking, Kälte-Zügelung.
31 320, Ehrlich, Zügelkompensation.
3) Wenn der Unterschied bei 30° und 15®C das Vor
zeichen —, der zwischen 15“ und 5°C das Vorzeichen 4- hat
also —Q <+P ist,
Beispiel: Q = -01009
P = +01014
b — -01023
oder sich -Q>+P zeigt.
Beispiel: Q — —01050
P - +01004
b = -01054
Nach der oben angezogenen Formel ist:
« = P-b (t'+t. —30°)
= Q-b(t"+t’- 30°)
Demnach ergieht sich ein .,+«“:
1) Wenn P das Vorzeichen + und b (t'+t—30°) das Vor
zeichen — aufweist, oder
+Q > +5 (<"+<'—.30“) ist.
Beispiel: p _ +() » üos q _
. ¿«'+<-30°) = -0100S b (f+t'~30°) = +01011
a = 4-01010 = +01016
2) Wenn +P> +b (t'+t—30°) ist, oder wenn Q das Vor
zeichen 4- and ¿(<"+/'—30“) das Vorzeichen — hat.
Beispiel: p = +01029 Q — +01005
¿(/'+<-30°) = +01010 b (/."+/'—30°) = -01014
a — +01019 = +01019
3) Wenn -P < -b (t’+t—30°) ist.
Beispiel: p = _ 0 so 53 fl = +01270
b (t'+t-30°) — -01115 ¿«"+/'-30°) = +01208
Beispiel
а = +01002 = +01002
4) Wenn —£><-¿(<"+/'-30°) ist.
P = +01050 Q = -01005
¿(/'+¿-30°) = +01021 ¿«"+¿'-30°) = -01034
= +01029
а = +01029
,J ) Mit Hülfe der zahlreichen im Gangbuche enthaltenen Fälle hat sich das folgende Verhältniss zwischen Vorzeichen
der Koeffizienten a und h und dem Verhalten der Chronometer bei niedrigen Temperaturen feststellen lassen:
1) «“ ,,+A“ Chronometer bleibt zurück.
2) „+«“ „—¿ il , geht vor.
3) „-¿“ ., bleibt zurück, falls ¿(¿—15°) 2 nicht >«(¿-15°) ist.
4) „+«“ „+b'~ „ geht vor, falls ¿(i-15°) 2 nicht >a(t—15°) ist.
15 ) Hiernach scheinen die Tropen etwas stärker auf die Verringerung von ,,+«“ einzuwirken.