Dr. H. Maurer: Zur Klimatologie von Deutscli-Ostafrika.
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Die gewitterfreiesten Monate waren in Bukoba Februar, März und Juni mit 6, 9 und 7 Gewittertagen,
die reichsten April, Mai, August und Oktober mit 19, 22, 20 und 22 Gewittertagen.
Kutenganio im Nyassagebiet zeigte die Gewitterpause im Winter von Mai—August 1899, ebenso Ujiji am
Tanganjikasee von Juni bis Oktober 1897.
Gewitter. Schwere Gewitter sind an der Küste selten, dagegen ist Wetterleuchten am Abend in den
Sommermonaten eine häufige Erscheinung. Blitze zwischen den Wolken scheinen viel häufiger zu sein als
solche nach der Erde. Im Winter fehlen Blitz und Donner vollständig. Am Viktoriasee wird diese Winter
pause sehr klein; ja sie ist in Bukoba nicht mehr zu bemerken, wo die sehr zahlreichen Gewitter über das
ganze Jahr vertheilt sind. Auch in Tabora sind im Juli 1894 2 Gewitter beobachtet worden. Die vorstehende
Tabelle XIX giebt einen Ueberblick über die Gewittervertheilung an einigen Stationen. In der Tabelle sind
unter den Tagen mit t oder <£ diejenigen mit rd nicht mitgezählt.
_A_ il l i a n g*.
I. Zum Erdmagnetismus des Gebietes.
A eitere erdmagnetische Bestimmungen liegen hauptsächlich von Thornton und Kersten vor, die die Ex
pedition des Barons Claus von der Decken begleiteten, aus den Jahren 1861—1863 für das Gebiet zwischen
Mombasa und dem Kilimandjaro und für Sansibar. Danach betrug für die Zeit vom Anfang der sechziger
Jahre bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts die jährliche Aenderung
auf der Station Süd-Breite
Kilema (Kilimandjaro) 3° 17'
Moshi ( » ) 3° 18'
Am Jipesee ca. 3‘/2°
Mbaramu (Nordfuss von Usambara) .... 4° 25'
Wanga (Küste) 4° 40'
Sansibar 6° 10'
Ost-Länge
Seehöhe
Westliche
Deklination
Horizontai-
lntensität
in c. g. s. E.
Südliche
Inklination
37° 29'
1470 m
-3.'3
37° 22'
1160 »
(-4:e>
-0.00022
—
ca. 37 s j4°
720 »
—3 f 5
-0.00010
—
38° 13'
ca. 500 »
—318
-0.00015
—
39° 13'
—
-2:3
-0.00009
—
39° 11'
—
-4!2
-0.00017
+ 1:7 bis 2'
Seit der Mitte der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts ist die jährliche Abnahme der westlichen
Deklination aber sehr stark gewachsen; sie betrug von 1896 bis 1899 an der Küste jährlich 9'—11', über
einstimmend nach vielen Messungen der deutschen Kriegsschiffe sowie des Verfassers an der ganzen Küste
von 5°—lOW Süd-Breite.
Für 1900 gültige Werthe der 3 Elemente giebt die Tabelle XX.
Tab, xx. Magnetische Elemente für 1900.
A. Küstenstationeu.
Station
Süd-Breite
Ost-Länge
Westliche
Deklination
Südliche
Inklinaton
Horizontal-
Intensität
in c. g. s. E.
Jassini
4 C
’40'
39°
12'
7°
22'
33?4
0.3006
Tanga
5
4
39
7
7
30
33.9
0.2984
Pangani
5
26
39
0
7
43
34.6
0.2962
Bagamoyo
6
26
38
52
8
4
36.2
0.2911
Daressalam
6
49
39
19
8
4
37.0
0.2893
Simba Uranga ..
7
46
39
21
8
23
38.6
0.2844
Kihva Kivindje
8
44
39
25
8
42
40.4
0.2791
Lindi
10
0
39
44
9
20
42.4
0.2718
Mikindani
10
17
40
8
9
15
42.9
0.2705