472 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1910.
Hafen
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Zugang
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Segelschiffe | Dampfer Segelschiffe | Dampfer
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Bemerkungen: 5bis®) Kein FKishindern während des Winters, ”) Kein Eis außerhalb des Hafens,
G. D. 10cm. 8) Kein Eis während des Winters. % G. D. (15. II.) 2.5 cm. ?°%) Keine zu erwähnende
Eishindernisse. 1) G. D. 7 cm. !?) G. D. (12. I) 12 cm. Kein Treibeis, *) Kein Eishindernis während
des Winters. 2) G. D. (5. IL) 5cm. Kein Treibeis, ?!) Die Schiffahrt mit Eisbrecher aufgehoben.
16) Kein festes Kis, nur zusammengepreßter Eisbrei, mehrmals zwischen 24. I. bis 24. I. 2?) G. D.
38cm. 18) G.D. 10cm, 2”) G. D. (15. II.) 60 cm. 2) G. D. (1. IIL) 50 cm, Sehr unbedeutendes
Treibeis, 2) G. D. 60 cm. Unbedeufendes Treibeis 29. IV. ?) G. D. (16. III.) 25 cm, 23) G. D. 55 em.
2) Festes Eis in den Seestraßen und im Meer vom 31. I. bis 15. I1L. Treibeis 26, V. bis 23. IV. 10.
G.D. 35cm. 2%) Festes Eis bis 15. III. G. D. 48cm. 2%) Festes Eis im Meer 20. I. bis 15. II.
G.D. 60 em, wenig Treibeis, nach 1. V. kein Treibeis, %) Kein festes Kis im Meer während des
Winters, zwei oder drei Tage Ende Februar ausgenommen, schweres Treibeis 16. IV. bis 24. V.
2) Festes Eis im Meer bis 8’ vom Strande 10. I. bis 4, V.._G. D. 100 cm. Viel Treibeis 6. bis 19. V.
29) Festes Eis im Meer und in den Seestraßen 20. I. bis 12. VI. G. D. 65 cm. Treibeis 21. XI. bis
12. VI. 3%) G.D. 70cm. 314) (15. IL.) G. D. 90 cm. — 6). D. bedeutet »größte Dicke des festen Eises«.
Das Wetter im Winter 1909/10.
Der erste verbreitetere Frost erschien in der nördlichen Ostsee am 12. No-
vember. In Haparanda, wo schon einige Tage vorher Frost eingetreten war,
sank das Thermometer auf —11 Grad. Die Nullgrad-Isotherme verlief an diesem
Tage vom Weißen Meere über Helsingfors und Stockholm an den Küsten
Schwedens und Norwegens entlang, wo nur gelinder Frost herrschte, Er ver-
stärkte sich am folgenden Tage, dem 13. November, im Gebiete des Nordbottens,
wo jetzt verbreitet 5 bis 10 Grad Kälte eintrat. An den folgenden Tagen ver-
breitete sich der Frost noch weiter südwärts über das ganze Ostseebecken. Am
stärksten trat er am 18. November auf, wo ein Hochdruckgebiet Nordeuropa be-
deckte und sich Temperaturen von 9 und 10 Grad unter Null im Nordbotten
einstellten. Darauf ließ die Kälte etwas nach, nahm aber vom 25. ab wieder zu.
Hernösand hatte am 27. 17°, Haparanda 18°, Uleaborg 23° Frost, Die Nullgrad-
Isotherme verlief an diesem Tage von der norwegischen Küste um Südschweden
herum nach Wisby und von dort nach der ostpreußischen Küste, so daß die
westliche Ostsee frostfrei war. Hier trat am 30, November, als sich eine umfang-
reiche, ganz West- und Mitteleuropa bedeckende Depression annäherte, sehr
mildes Wetter ein, Kopenhagen hatte 7 Grad Wärme.