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Full text: 23, 1900

14 
Ans dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1900 No. 3 — 
Kreisstand 
u Ursae minoris 
Südsterne 
Datum 
9 
Anzahl 
der Ein 
stellung. 
Beob 
achter 
Datum 
Stem 
9 
Anzahl 
der Ein 
stellung. 
Beob 
achter 
270° 
1899 Juli 18 
53° 32'52100 
4 
st. 
1899 Juni 2 
x Bootis 
53° 32'48121 
6 
M. 
» 20 
53.33 
4 
St. 
» 
49.03 
6 
st. 
54.31 
4 
st. 
a Bootis 
48.56 
6 
st. 
55.41 
4 
M. 
n Bootis pr 
46.99 
8 
M. 
55.10 
4 
M. 
Juli 18 
y Herculis 
48.43 
4 
st. 
53.15 
4 
M. 
» 
48.20 
4 
M. 
54.79 
4 
st. 
x Ophiuchi 
47.60 
4 
M. 
55.69 
4 
st. 
» 
48.83 
4 
st. 
55.29 
4 
M. 
d Herculis 
48.28 
6 
St. 
54.17 
4 
M. 
u Ophiuchi 
53 32 47.12 
6 
M. 
52.42 
4 
M. 
53 32 53.92 
4 
st. 
Fasst 
man die Beobachtungen auf jedem Stand 
zu Mittelwerthen 
zusammen, indem 
man den einzelnen 
Reihen ein 
Gewicht, entsprechend der Anzahl der Einstellungen, beilegt, so erhält man 
die folgenden Pol- 
höhen: 
Kreisstand 
Polstern 
Südstern 
Standmittel 
0° 
53° 32'49171 
53° 32'50130 
53° 32'50100 
90 
50.22 
48.90 
49.56 
180 
47.68 
50.75 
49.22 
270 
54.13 
48.06 
51.09 
53° 32'50144 
53° 32'49150 
53° 32'49197 
Betrachtet mau die Unterschiede der Polliöhenwerthe aus den Nord- und Südstern-Beobachtungen auf 
den einzelnen Ständen, so erkennt man, dass sie der Hauptsache nach von den periodischen Tlieilungsfelilern 
des Kreises herrühren. Für die Biegung des Fernrohrs würden sie theils positive, theils negative Werthe 
ergeben; bei der soliden Konstruktion und der Kürze des Fernrohrs ist aber anzunehmen, dass sie, wie bei 
allen gebrochenen Fernrohren, ganz klein ist. Nimmt man daher in bekannter Weise die halben Diffe 
renzen als Theilungsfehler an, so erhält man die folgenden Werthe: 
Stand 0° 90° 180° 270° 
Theilungsfehler . ±0130 + 0166 ±1153 + 3103 
Der letztere grössere Werth rührt zum Theil wohl mit daher, dass bei diesem Kreisstand eine ziemlich 
schlechte Stelle des Kreises mit benutzt wurde. Da bei 0° und 180° bezw. 90° und 270° Zenitpunkt im 
wesentlichen nur die Ablesungen in den Mikroskopen miteinander vertauscht erscheinen, so kann man diese 
beiden Gruppen in eine zusammenfassen und erhält dann für die periodischen Theilungsfehler: 
Stand 0°/180° 90°/270° 
Theilungsfehler . ±0191 “ 1 "84. 
Nach Anbringung dieser Theilungsfehler würden die Unterschiede zwischen den Polhöhen aus den Nord- 
bezw. Südsternen sich sehr verringern, der Mittelwerth dagegen bleibt der gleiche. 
Aus der Uebereinstimmung der Kreisstände folgt der mittlere Fehler der Polhöhe zu ¿0141. Aus 
den Abweichungen der Mittelwerthe einer bei Kreis West und bei Kreis Ost gemessenen Zenitdistanz vom 
betreffenden Tagesmittel folgt für die Beobachtung einer Doppelzenitdistanz der mittlere Fehler: 
Polstern Südstern Beobachter 
±0168 ±0166 St. 
±1.63 — R. 
±0.88 ±0.55 M. 
Hiernach lässt sich der mittlere Fehler der Polhöhe auf ±0105 veranschlagen.
	        
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