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Volltext : 23, 1900

Wilhelm  Krebs:  Die  meteorologischen  Ursachen  der  Hochwasser-Katastrophen  etc.

Anmerkungen.

1)  Die  Niederschläge  im  Riesengebirge  erreichten  hei
Gelegenheit  eines  früheren  Hochwassers,  am
30.  Juli  1897,  auf  Station  Schneekoppe  239,
Prinz  Heinrich  -  Baude  224,  Wang  220  mm,
gegen  56  mm  in  Breslau.  (Herrmann’s  Rückblick ­
  in  den  Annalen  der  Hydrographie  1898,
S.  79  und  Wetterbericht  der  Seewarte.)
2)  Langsamkeit  und  stationäres  Verhalten  von  Hochwasser-Depressionen ­
  wird,  wie  ich  leider  erst
lange  nach  dem  Vortrage  erfahre,  zuerst  wohl
von  Hann  erwähnt  in  den  Sitzungsberichten
der  Wiener  Akademie,  Jahrgang  1880.  So  bei
Besprechung  der  mit  Hochwassern  verbundenen
Niederschläge  vom  10.  bis  12.  Juni  1876  in
den  Alpenländern,  besonders  der  Ostschweiz
(S.  1072),  vom  12.  —14.  Juni  1880  in  der  Oberlausitz, ­
  in  Schlesien  und  in  Böhmen  (S.  1067)
und  vom  11.—15.  August  1880  in  Oesterreich
(S.  1052).  Doch  wird  dieses  Verhalten  nicht
als  ein  Grund  zur  Erklärung  des  Anhaltens
und  der  Gesamthöhe  der  Niederschläge  verwendet, ­
  vielmehr  diese  Erklärung  nach  anderer
Richtung  gesucht  (S.  1064—  1066).  In  Bezug
auf  die  beiden  letztgenannten  Hochwasser-Depressionen
  wird  sogar  ausdrücklich  von  Hann
hervorgehoben,  dass  besonders  schwere  oder
die  schwersten  Niederschläge  eintraten,  als
das  Minimum  sich  schon  entfernt  hatte  (S.  1054,
1068).  Auch  bei  Gelegenheit  des  Hochwassers
der  Donau  vom  20.  August  1874  erwähnt
Hann,  dass  die  grossen  Regenmengen  vorher
bei  stark  steigendem  Barometer,  also  beim
raschen  Herannahen  eines  Hochdruckgebietes,
und  beim  Schwinden  der  Depression  fielen
(S.  1069).  Doch  kommt  Hann  zweifellos  jene
Priorität  vor  Hellmann  zu.  Bei  dieser  Gelegenheit ­
  sei  auch  erwähnt,  dass  Hann  in  derselben ­
  Arbeit  (a.  a.  0.  S.  1042,  1043)  in  einer
Tabelle  der  den  Nord-  und  Südhängen  der
Ostalpen  im  August  1880  zugegangenen  Regenmengen ­
  eine  ..vortreffliche  Illustration  für  die
wetterscheidende  Bedeutung  der  Alpen,  soweit
wir  unter  Wetter  vornehmlich  Bewölkung  und
Regen  verstehen“,  beibringt.  Ihre  wettersclieidende
  Bedeutung  ist  in  meiner  vorliegenden ­
  Arbeit  nun  auch  über  die  Luftdruckverhältnisse ­
  ausgedehnt.
3)  Hellmann,  Der  Wolkenbrach  vom  2/3.  August
1888  im  Gebiete  des  oberen  Queis  und  Bober.
Meteorologische  Zeitschrift  1889,  S.  19—21.
Derselbe,  Der  Wolkenbrnch  vom  29/30.  Juli  1897
im  Riesengebirge.  A.  a.  0.  1897.  S.  313—315.
4)  Kassner,  Ueber  die  Zugstrasse  VB.  A.  a.  0.  1897,
S.  219—222.

5)  Keller,  Sommerliochwasser  von  Juni  bis  Juli  1894
in  der  Oder  und  Weichsel.  Centralblatt  der
Bauverwaltung  1894,  S.  345  ff.
6)  Krebs,  Das  Wetter  der  Woche.  „Kritik"  vom
7.  August  1897,  S.  285—288.  Dieses  Heft  der
„Kritik"  wurde  sogleich  nach  seiner  ersten
Ausgabe,  am  4.  August  1897,  dem  Herrn  Minister ­
  der  öffentlichen  Arbeiten  zu  Berlin  eingereicht. ­
  In  der  „Kritik“  vom  4.  September
1897  konnte  festgestellt  werden,  dass  die  in
jenem  Bericht  gegebenen  Anregungen  in  der
deutschen,  besonders  der  Berliner  Presse  kräftigen ­
  Wieder-  und  Nachhall  gefunden  hatten.
Am  23.  Oktober  1897  erfolgte  der  bekannte
Ministerialerlass  zur  Vorbeugung  der  Ueberschwemmungsgefahr.

7)  Herrmann,  Ueber  die  allgemeineren  atmosphärischen ­
  Vorgänge  vor  und  während  der  diesjährigen ­
  Ueberfluthungen  in  Schlesien,  Sachsen
undNordböhmen.  Annalen  der  Hydrographieetc.
1897,  IX,  S.  387  -390,  Tafel  12.
8)  Krebs,  Dürrejahre  und  strenge  Winter.  Meteorologische ­
  Zeitschrift  1892,  S.  194.
Derselbe,  Winteranfang  1895  und  Aussichten
auf  das  Winterende.  Naturwissenschaftliche
Wochenschrift  1896,  S.  30—31.
In  der  angegebenen  Weise  findet  auch  der  Transport ­
  saharischen  Staubes  seine  Erklärung,  der
vom  9.  bis  12.  März  1901  auf  2500  km  Entfernung ­
  bis  zu  den  dänischen  Inseln  stattfand
und  auch  in  Deutschland  Staubregen  u.  dgl.
veranlasste.  Eine  solche  Erklärung  wurde
von  mir  zuerst  in  der  „Frankfurter  Zeitung"
vom  18.  März  1901  geliefert.
9)  Durand  Greville,  Les  grains  et  les  orages.
Annales  du  Bureau  Central  Météorologique  de
France.  Année  1892,  I.  Mémoires,  S.  247—272.
PL  B.  25,  26,  27.
10)  Krebs,  Beiträge  zur  Kenntniss  der  Niederschlagsverhältnisse ­
  der  Tropen  und  Subtropen.
Verhandlungen  der  Versammlung  deutscher
Naturforscher  und  Aerzte  zu  Bremen  1890.  II.
I.  Hälfte.
Derselbe,  Die  Kaltwetter-Niederschläge  Nordwest-Indiens. ­
  Meteorologische  Zeitschrift  1891,
S.  422-425,  Tafel  VII.
Derselbe,  Zur  Frage  der  indischen  Niederschlags-Prognosen.
  Annalen  der  Hvdrographie  etc.
1897,  S.  253—254.
Derselbe,  Luftdruck  -  Beobachtungen  in  Britischindien ­
  und  die  Theorie  der  Luftwogen.  Annalen
der  Hydrographie  etc.  1900,  Seite  551—554.
Referat  in  den  Verhandlungen  der  Gesellschaft
            
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