Georg Wegemann: Die Oberfläcben-Strömuugen des nordatlantischen Ozeans nördlich von 50° N-Br.
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Dazu ist noch an verschiedenen Stellen die Strom
stärke mit Ziffern in die Karte, eingetragen. Sehr
schon sieht man hier den Zusammenhang zwischen
Abnahme der Geschwindigkeit und Verbreiterung der
Strömung, z. B. hei dem Floridastrom und der West
windtrift. Nicht immer wird jedoch ein derartiges
Verfahren durchführbar sein, wie z. 15. in Meeres
strassen oder engen Becken wird man sich am zweck-
massigsten kurzer Pfeile, womöglich in anderer Farbe
bedienen, wie es für die Gezeitenströme geschehen
ist. Was diese angeht, welche eigentlich auf einer
Strömungskarte nicht fehlen dürften, so sind die
selben, da sie nicht in den Rahmen dieser Arbeit
fielen, nach anderen Karten (Ann. der Hydrogr. etc.
1889, S. 360) und auf Grund von Litteraturangaben
(Ann. der Hydrogr. etc. 1887, S. 271) eingetragen
worden. Die Pfeile ohne Fähnchen bezeichnen Ebbe-,
die geföhnten Fluthstrom (nach Perthes : Seeatlas).
Das Gebiet vorwiegender Gezeiten ist durch Parallel-
Strichelung markirt(nach Krümmel, Ozeanographie,
Karte der Meeresströmungen).
Ferner sind auch noch warme und kalte
Meeresströmungen unterschieden, wo unter „kalt“
das Wasser mit einer Jahresanomalie von 0° und
weniger bezeichnet werden soll, unter „warm“ das
mit positiver Anomalie (nach Koppen, Karte, Ann.
d. Hydr. etc. 1898). Erstere sind ausgezogen, letz
tere gestrichelt. Da sich im vorliegenden Falle die
Begriffe „kalter Strom“ und Polarstrom nicht überall
decken, so ist, um auch die Herkunft des Wassers
anzudeuten, das nicht polare durch gewellte Strom
linien wiedergegeben, wie z. B. Cabotstrom, sowie
das kalte Auftriebwasser in der linken Flanke des
Golfstromes. Ferner ist noch die 200 m Linie, die
bei Gelegenheit der Dichtigkeitsfläche Erwähnung
fand, durch eine gestrichelte, sowie die Packeis
grenze durch die Bandlinie angedeutet (nach The
Danish Ingolf-Expedition). Dagegen ist von der
Eintragung der Grenze des Treibeises sowie anderer
Treibprodukte abgesehen.
Anmerkung: Ausser den folgenden 4 Karten befinden sich in dem handschriftlichen Exemplare noch ?> weitere Karten,
sowie 2 Pausen und zwar je eine Isobaren- und Windkarte für Jahr und Januar; über letzterer auf Paus
leinen die Darstellung der Windströmungen für diesen Monat; ferner eine Windstrümungskarte für das
Jahr nach dem in der Abhandlung entwickelten Verfahren mit einer gleichen nach der Mohn sehen Methode
als Vergleichspause darüber. Ausser dem Verfasser besitzen die Deutsche Seewarte, sowie Herr Professor
Dr. Krümmel eine Kopie des handschriftlichen Exemplars