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Georg Weg ein an n: Die Oberflächen-Strömungen des nordatlantischen Ozeans nördlich von 50° X-Br.
0. Stromfläche und Strömungen der Oberfläche.
Kombinirt man die im vorhergehenden gefundenen Wind- und Dichteströmungen und zwar dadurch,
dass man die vertikalen Koordinaten der Wind- und Dichtigkeitsfläche addirt, so erhält man eine neue Fläche,
von Mohn „Stromfläche“ genannt, weil sich aus ihr nach den bereits (S. 14) benutzten Formeln die Ober
flächenströme berechnen lassen. Die Stromrichtung wird durch den Verlauf der Linien gleicher vertikaler
Koordinaten der Stromfläche angegeben, welche wie die Wind- und Dichtigkeitsfläche durch Kurven analog
den Isohypsen dargestellt wird, und zwar fliesst die Strömung so, dass die grössere Höhe rechts, die geringe
links sich befindet, wenn man in der Richtung des Stromes blickt. Die Stromstärke endlich wird mittels
der Formel u — — —. berechnet, in welcher A . x den Abstand zweier Linien gleicher Höhe der Strom-
A . x. 20 k
fläche, A .h deren Höhendifferenz und k die oben benutzte Grosse , : <i —, bedeuten.
// i5 (1 —ß ■ cos 2 </)
Aus den im vorigen Abschnitte erwähnten Gründen hat nicht für das ganze zu betrachtende Gebiet,
sondern nur für den nördlichen Theil um Grönland und Island herum eine Stromfläche hergestellt werden
können. Dies genügt aber auch, da — wie ebenfalls oben angedeutet — diese Untersuchung hauptsächlich
die Stromvorgänge der Irmiugersce zum Gegenstände haben sollte und da für den anderen Theil des nord-
atlant. Ozeans nördlich von 50° X-Br. sehr wahrscheinlich die Windströmung in Richtung und Stärke für
die Oberflächenströmungen maassgebend sind; ausgenommen vielleicht die Newfoundlandhank, wo die Dichte
anordnung für die Stromverhältnisse von überwiegendem Einfluss zu sein scheint. Dass für die ost- und
westgrönländischen Küsten dieses das Maassgehende ist, zeigt ein Vergleich der Koordinaten ss ) der Wind-
und Dichtigkeitsfläche, welch’ letztere die ersteren um mehr als das Doppelte übertreften. 66 ) Diesem Um
stande ist es vor allem zuzuschrciben, dass der Ostgrönlandstrom Hei Cap Farewell seine SSW-Richtung
nicht beibehält, sondern dieses scharf umfliesst, wozu allerdings auch andere Ursachen mitwirken, z. B. die
Wirkung der Erdumdrehung, welche bis dorthin durch den Widerstand der Küste kornpensirt wird. Der
Krümmelsche Stromkreis in der Irmiugersce und Davisstrasse kommt ebenfalls schön zum Ausdruck. Die
65 ) (Siehe nachstehende Tabelle.)
‘-' J , Karte III.
No.
Windfläche
Dichtigkeits
fläch«*
StromfUc!
I n
golf.
o
30
—0.4
23.0.
4.
30
1.0
31.0
7.
39
7.5
40,5
!>.
23,5
0.4
29.9
1!.
23
8
31
13.
35
3.2
3S.2
15.
41,5
4.3
45.S
IC.
37.5
5.9
43.4
IT.
0
12.3
21.3
IS.
0
12.3
12.3
19.
7
9.1
10.1
20.
33
2.1
35.1
21.
33
5.3
38.3
22.
23
i.i
24.1
24.
12
0.4
18.4
25.
7
45.S
52.S
2G.
s
45,8
53.8
2S.
IS
2S.S
40.8
32.
29
24
53
33.
33
32,5
05.5
36.
13
7.5
20.5
37.
8.5
12.0
21.1
38.
14
10.9
30.9
39.
19
15,5
34.5
No.
Windfläche
Dicbligkeits-
fiiiche
Stromfläche
I 11
g o 1 f.
45.
50
14.9
04.9 J
40.
54
13.9
67.9
47.
53
19.2
72.2
48.
49
19.2
68.2
49.
55
10,5
71,5
.52.
31
12.3
40.3
i 53.
40
13.3
53.3
55.
38.5
10.7
49.2
59.
25
—2.1
22.9
j 04.
32.5
10.1
42.6
65.
33
11.2
4t.2
60.
25
12.8
37.8
67.
19
13.9
32.9
6.8.
19
12.S
31.8
69.
22
10.7
32.7
73.
19
S.5
27,5
74.
11
9.1
20.1
75.
8
12.3
20.3
77.
9
14.9
23.9
78.
7
14.9
21.9
79.
5
17.0
22.6 j
80.
4
13.3
17,3
88.
34
0.4
40.4
89.
30
7.0
37.6
No.
Windllächc
Dichtigkeits-
fläche
Stromfläche
l n
g o 1 i.
90.
28
14.9
42.9
91.
20
0.4
32.3
92.
30
0.9
36.9
93.
33
4.3
37.3
94.
45
4.8
49.8
95.
35
7.5
42.2
90.
35
5.3
40.3
97.
35.5
5.3
40.8
129.
40
7
47
1
51 o li n.
j
42.
30
10.1
40.1
! 48.
I
21
-11.2
9.S
H ain lierg.
|
0.
39
11.2
40.2
9.
40
38.4
78.4
52.
42
34
70
57.
35
21.9
56.9 |
59.
44
9.1
53.1
62.
55
10.1
05.1