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Full text: 22, 1899

I)r. Hans Maurer: Erdmagnetisclie Beobaelitungen in Deutsch-Ostafrika. 
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Zeitraum vom 29. 2. 90 bis 21. 0. 97 fallen und fast alle Stationen umfassen, wohl mit einander vergleichbar. 
Während an der Küste auch bei diesem Element sich ein regelmässiger Verlauf zeigt — die Inklination 
wächst auf etwa 35' Breitenzunahme um 1° — lassen sich im U sambaragebirg erhebliche Störungen kon- 
statiren. Am auffallendsten ist der Sprung um 1° zwischen den benachbarten Stationen am Lueugera und 
auf dem Mgambo-Berg. 
Schlu SS. 
Zum Schluss möge noch eine Tabelle Platz finden, welche für die Zeit, aus der reichlicheres Beobachtungs- 
Material vorliegt, nämlich Juni 1898 bis Februar 1899, die Mittelwerthe der drei Elemente und die daraus 
sich ergebenden Wcrthc der Total-Iutensität und der vertikalen Komponente giebt. 
Tal». XVI. 
Westliche 
Südliche 
Intensität in egs-Einheiten 
Deklination 
Inklination 
Total 
Horizontal 
Vertikal 
1898 Juni .... 
8° 20190 
36*53:1 
0.36243 
0.28988 
0.21753 
1898 Juli . 
19.56 
56.2 
278 
997 
800 
1898 August . . 
18.09 
56.8 
254 
974 
791 
1898 September • 
17.91 
58.3 
270 
974 
811 
1S98 Oktober . 
17.69 
58.1 
249 
962 
800 
1898 November . 
16.78 
58.3 
217 
931 
779 
1898 Dezember . 
15.94 
57.1 
224 
948 
770 
1899 Januar .. 
14.76 
37 0.6 
269 
962 
832 
1899 Februar . . 
13.52 
1.4 
263 
952 
835 
Der Zeitraum der Beobachtungen ist zu kurz, um aus ihm brauchbare Werthe der Säkular-Variationen 
zu bestimmen. Nimmt man für 1900.0 die früher ermittelten Werthe ö = 8° 3.'99 W. H = 0.28934 an und 
setzt J — 37°8'7S, so erhält man für 1900.0 für die Total-Intensität 0.36298 und für ihre Komponenten 
in den Richtungen 
des astronomischen Meridians . 0.28648 
des Breitenkreises 0.04060 
und des Lothes 0.21918. 
Die Arbeit, welche einen Anfang für die Untersuchung der erdmagnetischen Verhältnisse des deutsch 
ostafrikanischen Schutzgebietes bildet, soll nicht geschlossen werden, ohne dem Wunsch Ausdruck zu gehen, 
dass es sich bald verwirklichen lassen möge, diese Untersuchungen mit Registrir-Apparaten in Daressalam 
fortzuführen, um so zu besser fundirten und reichlicheren Resultaten zu gelangen, als es mit Einzelablesungen 
möglich war. Von besonderem Interesse wird die Frage sein, ob der hohe Werth der Säkular-Aenderung 
der Deklination, den die letzten drei Jahre für das Gebiet gezeigt haben, weiter bestehen bleibt, und ob 
sich die mannigfachen Differenzen mit den Erscheinungen auf der benachbarten erdmagnetischen Station in 
Mauritius für die Folge in derselben Grösse erhalten werden.
	        
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