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Contents: Jahresbericht 1998

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Nordatlantik 
mium und Zink ist die Deutsche Bucht. Der Grad 
der Kontamination ist hier rückläufig. Die Sedi 
mente der gesamten Nordsee sind mit Blei konta 
miniert. 
Der veränderliche Nordatlantik 
Der Golfstrom wird oft verkürzt als die 
Warmwasserheizung Europas bezeichnet. Auf 
dem Weg von der Karibik dahin erfährt seine Fort 
setzung als Nordatlantischer Strom im Wechsel 
spiel mit den Wassermassen des Nordatlantiks 
und der Atmosphäre deutliche Veränderungen: 
das Heizungsventil wird dort verstellt. Wie, wann 
und warum, das sind die für das Verständnis des 
Klimageschehens in Europa wichtigen Fragen. 
Der Nordatlantik nördlich der Linie Bretagne- 
Neufundland ist eine der Schlüsselregionen für 
den Antrieb und die Veränderlichkeit der dichte 
getriebenen (thermohalinen) Zirkulation des At 
lantiks auf interannualen und dekadischen Zeit 
skalen von 1 bis ca. 10 Jahren. Wassermassen 
aus unterschiedlichen Klimazonen sowie deren 
Wechselwirkungen mit regionalen Transforma 
tionsprozessen (Konvektion, Advektion, Over 
flow, Entralnment) und Veränderungen im atmo 
sphärischen Antrieb, insbesondere die als Nord 
atlantische Oszillation (NAO) bezeichnete groß 
räumige Verteilung der Luftdruckfelder, führen zu 
einem weiten Spektrum an Mechanismen, die als 
Ursachen für Schwankungen der thermohalinen 
Zirkulation in Frage kommen. Als am weitesten 
nach Norden vorstoßender Ozean treffen hier die 
unter dem Einfluß subtropischer Bedingungen 
entstandenen Wassermassen auf diejenigen po 
laren und subpolaren Ursprungs. Die Wärmeab 
gabe aus dem Ozean an die Atmosphäre wirkt 
sich als Abkühlung der ozeanischen Wassermas 
sen aus. Die abkühlenden Wassermassen wer 
den dichter, sinken überwiegend im Gebiet süd 
lich Island, der Labradorsee und der Grönlandsee 
in die Tiefe (Konvektion) und kehren nach Süden 
zurück. Diese Umwälzbewegung bestimmt zu 
einem großen Teil die nach Norden transportierte 
Menge an Wärme. Während diese Wärmemenge 
das Klima in Mittel- und Nordeuropa erst lebens 
wert macht, sorgen die Transformationsprozesse 
und die damit verbundenen Zirkulationsschwan 
kungen für langfristige Veränderungen des Wär 
metransports. Diese wirken sich besonders als 
Schwankungen des europäischen Klimas aus. 
Das BSH hat bereits 1988 ein Meßpro 
gramm begonnen, um den nach Norden gerichte 
ten ozeanischen Transport von Wärme regel 
mäßig zu bestimmen. Es war von 1990 bis 1998 
eingebettet in das vom BMBF geförderte deut 
sche Beobachtungsprogramm für das World 
Ocean Circulation Experiment (WOCE) für den 
nördlichen Nordatlantik, d.h. für den Subpolarwir 
bel und das süd- und ostwärts anschließende Re 
gime des Nordatlantischen Stromes. In diesem 
Gebiet konkurrieren windgetriebene und dichte 
getriebene Strömungen. So stehen am Ende der 
WOCE-Feldphase im Jahre 1998 insgesamt 6 
bzw. 5 vollständige Realisierungen der hydrogra 
phischen WOCE-Schnitte A1/East zwischen Ir 
land und Grönland und A2 zwischen Kanal und 
Neufundlandbänken (entlang ca. 48° N), durchge 
führt mit den Forschungsschiffen Meteor, Gauss 
und Valdivia, zur Verfügung (Abb. 31). Ergänzt
	        
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