Ergänzung zum Bericht über die Versuche bezüglich der Abblendung der Schiffs-Seitenlichter.
3
Helligkeit.
Neigung
Lampe
in ursprünglicher
Stellung
Lampe
4 mm tiefer
Lampe
6 mm tiefer
10° nach vorn
—
—
28
Hfl.
7 »
—
—
30
5
5 » »
46 Hii.
25.3 Hfl.
36
:>
4 3> »
—
—
45
:>
2 »
—
—
50
»
0
53 »
45 ^
60
v >
5 nach hinten
72 »
33.4 5
70
v >
7 * »
—
—
69
10° » »
—
—
20
5 >
Durch Erniedrigung um 6 mm ist die Vertheilung des Lichtes hei Neigung nach vorn und hinten
gleichmässiger geworden, wenn auch die Erreichung einer vollkommenen Symmetrie, wie es hei Petroleum
lampen möglich ist, bei Glühlampen vollkommen ausgeschlossen erscheint, da auch bei Drehung der Glüh
lampe um eine horizontale Axe die Projektion des Glühfadens und damit die Länge desselben, welche zur
Wirkung gelangt, fortwährend wechselt und zwar in unregelmässiger Weise. Es ist aber auch die Helligkeit
in horizontaler Richtung durch die Erniedrigung um (5 mm in erheblicher Weise gewachsen. In dieser
Stellung war die Glühlampe ungefähr in solcher Höhe, dass die Mittelebene der Linse den Glühfaden in
2 /3 der Schlinge von oben schnitt, wie solches in Eig. 1 und 2 durch die punktirte Linie aa\ angedeutet ist.
Zieht man eine zweite punktirte Linie bb\ in solcher Höhe, dass aui die Mitte zwischen dem oberen Ende
des Glühfadens und der Linie bb\ bildet, so kann man daraus schliessen, dass bei horizontaler Stellung
der Laterne die unterhalb der Linie bb\ liegenden Theile des Glühfadens, weil sie zu weit unterhalb der
optischen Mittelebene der Linse liegen, fast keine Wirkung ausüben. Dagegen gelangen sie noch mit zur
Wirkung, wenn die Laterne nach hinten geneigt wird, woraus sich erklärt, dass die Helligkeit der Laterne
beim Neigen bis auf 7° nicht abnahm. Reim Neigen der Laterne nach vorne dagegen treten diese unter
halb der Linie bbi liegenden Stücke des Glühfadens zum Theil hinter solche, die oberhalb dieser Linie liegen,
werden durch diese verdeckt und können deshalb zu einer Vermehrung der Helligkeit der Laterne nicht
beitragen.
Die photometrischen Messungen über die Helligkeit der Laterne in verschiedenen Richtungen der
Horizontalebene — also bei Drehung um eine durch die Mitte der Laterne gehende Vertikalaxe — wurden
nun zunächst ausgeführt mit der Laterne wie sie geliefert war, in welcher die Glühlampe nicht zentrisch
und ausserdem zu hoch stand, sodann aber, nachdem eine möglichst genaue Stellung der Mitte der Glüh
lampe in den Krümmungs-Mittelpunkt der Linse und eine Erniedrigung derselben um 6 mm stattgefunden
hatte, sodass die Mittelebene der Linse den Glühfaden in der Linie aa\ (Eig. 1 und 2) schnitt.
Bei den im Folgenden gegebenen Resultaten ist mit 0° diejenige Richtung bezeichnet, in welcher nach
gerade voraus der halbe Kohlefaden noch sichtbar war.
Stellung
der
Laterne
Laterne
mit nicht
zentrirter Glühlampe
Laterne
mit
zentrirter Glühlampe
Stellung
der
Laterne
Laterne
mit nicht
zentrirter Glühlampe
Late r n e
mit
zentrirter Glühlampe
— 14°
0.5 Hfl.
0°
25.0 Hfl.
88 Hfl.
—11
0.8 »
—
1
30.5
100 *
— 10
—
1.1 Hfl.
2
—
103 5
— 8
1.4 »
—
3
38 s volles Licht
111 *
— 7
1.6 »
—
4
—
109 » volles Licht
— 6
2.1 »
—
5
—
113 ->
— 5
2.7 »
3.1 »(1 reine (1. direkt. Lichts
e
—
119 s
— 4
3.6 »
8.0 »
7
—
104 »
— 3
12 s letzt, direkt. Licht
50 »
8
—
109 j
— 2
17.5 »
67
9
106 3
— 1°
22 »
68 5
10°
100 3