Teil A - Rahmenbedingungen
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Teil A - Rahmenbedingungen
1 Vorbemerkungen
Im Rahmen der Genehmigungsverfahren für Offshore-Windenergieanlagen in der ausschließ
lichen Wirtschaftszone (AWZ) ist zu prüfen, ob die beantragten Anlagen die Meeresumwelt
gefährden. Ferner ist mit der Novellierung der Seeanlagenverordnung mit Wirkung vom 5.
April 2002 die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß § 2a SeeAnlV für die
meisten Projekte obligatorisch. Mit dem vorliegenden Standarduntersuchungskonzept (StUK)
wird den Antragstellern der Rahmen der von der Genehmigungsbehörde für erforderlich ge
haltenen Untersuchungen vorgegeben sowie konkretisiert und erläutert. Selbiges gilt auch für
Genehmigungsinhaber bzw. die Genehmigung ausübende Betrieber, die hier - genehmigungs
konkretisierende - Vorgaben für das derzeit als durchgehend erforderlich erachtete betriebsbe
gleitende Monitoring erhalten.
Das Standarduntersuchungskonzept stellt die gegenwärtigen thematischen und technischen
Mindestanforderungen an die Untersuchung und Überwachung des Umweltzustandes für die
Beurteilung der die Meeresumwelt betreffenden Tatbestandsmerkmale des § 3 Seeanlagen
verordnung sowie das betriebsbegleitende Monitoring dar.
Grundlage für die zweite Fortschreibung des Standarduntersuchungskonzepts sind Erfah
rungen, die mit den Versionen vom 20. Dezember 2001 sowie vom 25. Februar 2003 und
im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen gewonnen wurden. Außerdem sind neben
dem allgemein steigenden Erkenntnisgewinn Erfahrungen aus der Umweltüberwachung für
das Bund/Länder-Messprogramm für Meeresumwelt von Nord- und Ostsee, für das Helsinki-
Übereinkommen zum Schutz der Ostsee, und für das OSPAR-Übereinkommen zum Schutz
der Nordsee und des Nordostatlantiks berücksichtigt worden.
Aufgrund der wechselseitigen Information sind zu dem Thema folgende internationale Doku
mente entstanden:
OSPAR Comission, 2003: Guidance on a Common Approach for Dealing with Applications for
the Construction and Operation of Offshore Wind Farms. Reference Number: 2003-16.
OSPAR Commission, 2004: Problems and Benefits Associated with the Development of Off
shore Wind Farms. ISBN 1-904426-48-4.
OSPAR Commission, 2005: Guidance on Assessments of the Environmental Impacts of, and
Best Environmental Practice for, Offshore Wind Farms in Relation to Location. Reference
Number: 2005-02.
OSPAR Commission, 2006: Guidance on Offshore Wind Farms in relation to Assessments of
the Environmental Impacts of Construction and Best Environmental Practice for Construc
tion. Reference Number: 2006-5.
Es wird darauf hingewiesen, dass dieses Konzept, ebenso wie die vorangegangenen Versi
onen, das Ergebnis einer sachverständig geführten Diskussion ist. Soweit einige Auffassungen
und Vorstellungen, die im Rahmen des Entscheidungsfindungsprozesses zur Diskussion ge
stellt wurden, keine Berücksichtigung gefunden haben, so spricht dies nicht gegen die einzelne
sachverständige Auffassung. Vielmehr hat sich die in dieser Weise sachverständig beratene
Genehmigungsbehörde für jeweils eine von mehreren möglichen Lösungen entschieden oder
Alternativen zugelassen, die für das Verfahren als angemessen angesehen wurden.