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Full text: 18, 1895

Cäsar Puls: Oberflächentemperaturen und Strömungsverhältnisse etc. 
29 
Ein Beispiel für Oststrom im Gebiet des südlichen Aequatorialstromes des Atlantischen Ozeans bietet: 
J.-No. 4136. Bark „KEPLER“, Kapt. Crantz, vom La Plata nach Hüll. 
1894 
Breite 
Länge 
Wind j 
Strom nach 
Bemerkungen 
(in Sm) 
28, 
II. 
2° 46' S 
27“ 21' W 
umlaufend 3—1 
sw 
12 
i. m. 
*2 4 S 
27 25 W 
SE 1-2 
West 
11 
2. 
*1 32 S 
*27 20 W 
S-NW 3-0 
| OSO 
50 
3. 
» 
1 16 S 
26 30 W 
verändert. 0—3 
(Dieselben Kalmen und Ost 
ströme verzeichnet eine gan- 
4. 
0 49 S 
25 39 W 
do. 2 
Ost 
45 
5. 
0 1 N 
25 24 W 
do. 1-31 
Ost 
28 
ze Anzahl anderer Journale 
6. 
» 
*0 25 N 
*25 26 W 
Nord 2 
}S 82°0 
38 
von 1894, ebenso im Jahre 
7. 
0 35 N 
25 5 W 
do. 1—2 
18930 
8. 
0 39 N 
25 2 W 
Stille 
Ost 
14 
9. 
2 
1 9 N 
*25 21 W 
Südlich 0—3 
1 
10. 
» 
*1 45 N 
*25 33 W 
verändert. 1—3 
Js 63°0 
109 
Seit dem i. III. 296 Sm Ost- 
11. 
2 
*2 25 N 
*25 3 W 
do. 1—3 
ström, wo sonst der Aequa 
torialstrom am stärksten ist. 
12. 
2 
2 26 N 
24 11 W 
do. 1—3 
) 
13. 
> 
2° 52' N 
25° 6'W 
NNE 3 
S 45°W 
12 
(Beginn des Passats.) 
Ausser auf die veröffentlichten Journale der oben genannten Forschungsschiffe: ,,L’Uranie“, „Chal 
lenger“, „Vitias“ ist noch hinzuweisen auf Segelhandhuch für den Indischen Ozean, S. 668 ff., Annalen der 
Hydrographie etc. 1883, pag. 703 u. f., 1891 pag. 21 und Hoffmann: Mechanik der Meeresströmungen, An 
hang 1, pag. 93; die beiden letztgenannten Auszüge verzeichnen in der Zone des Gegenstroms keinen 
Oststrom. 
April. 
Das Extrem war erreicht; im April beginnt die Rückbildung zu den Verhältnissen, wie sie im Sommer 
und Herbst obwalten; noch ist das Bild der Strom- und Temperaturverhältnisse im ganzen dasselbe wie im 
März, doch die Winde haben schon eine sehr merkliche Veränderung erfahren. Die Südgrenze des NE-Pas- 
sats ist auf der ganzen Linie um 2°, im äussersten Osten und Westen selbst um noch mehr zurückgewichen. 
Der SE-Passat folgt nicht so schnell, er rückt nur etwa um 1° vor, im Westen mehr, denn hier nimmt er 
allmählich von seinem alten Gebiet bis zu den Salomonsinseln und dem Bismarckarchipel hin wieder Besitz, 
im Osten, ostwärts von 120° W.Lg. aber weniger, denn hier halten die Kalmen unter dem Aequator auch 
im April, wenigstens im Anfang desselben, noch an. Der Papagojo nimmt sehr an Regelmässigkeit und 
Stärke ab, denn er erreicht im April sein Ende und kommt im Mai nur noch ganz ausnahmsweise vor. Die 
Zone zwischen den beiden Passaten, die breiter geworden ist, wird noch von vorwiegend östlichen Winden 
eingenommen, doch kommen auch schon zeitweilig die SW-Winde zur Geltung. Der SW-Monsun im Golf 
von ‘Panama weht noch nicht wieder regelmässig, wenn auch die SW-Winde langsam an Stetigkeit und 
Stärke wieder gewinnen. 
Am Verlauf der Isothermen, der im ganzefi derselbe ist wie im vorigen Monat, sieht man, dass die 
Abkühlung an der Küste von Südamerika wieder langsam fortschreitet, vor allem, dass die niedrigen Iso 
thermen wieder weiter über den Aequator nach Norden drängen. Dagegen nehmen die auffälligen, kalten 
Temperaturen in der Papagojotrift und im Golf von Panama etwas ab. 
Die Strömungen bieten noch ganz dasselbe Bild wie im März: Die Südost-Strömung an der Küste von 
Mexico, die Papagojotrift, der Gegenstrom westlich der Galapagos sind noch vorhanden, ebenso der Strom 
ring vor dem Golf von Panama, der aber schon von Süden her etwas zusammengedrückt wird. Der süd 
liche Aequatorialstrom aber ist weiter nach Westen vorgerückt und nimmt sein altes Gebiet wieder ein, nur 
östlich und westlich der Salomonsinseln ist noch häufig östlicher Strom. Aber seine Stärke scheint im gan 
zen nicht mehr so gross zu sein wie noch im März, wo er doch in der Geschwindigkeit schon weit hinter 
den vorigen Monaten zurückstand. 
Die Zeit, wo der Gegenstrom häufig an seiner Entwicklung durch die widrigen Winde gehindert wird, 
ist überstanden. Die notirten Versetzungen, wenn sie auch nur kleine Beträge erreichen, rechtfertigen 
seine Einzeichnung über den ganzen Ozean jetzt schon ganz entschieden. Seine Zone Hegt zwischen 4° und 
7°—8° N.Br.
	        
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