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Full text: 18, 1895

Cäsar Puls: Oberflächentemperaturen und Strömungsverhältnisse etc. 
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Fiinfgradfeldern, vor allem aber auf den Arbeiten von Kapt. Dinklage über die Lage der Passatgrenzen in 
den verschiedenen Monaten, veröffentlicht in dem Aufsatze „Von Australien nach der Westküste von Nord 
amerika und zurück“ l ) (in dem auch auf die Stromverbältnisse eingegangen wird und dieselben kurz und treffend 
geschildert werden), ferner auf den in Vorbereitung befindlichen Karten für den von der Seewarte in kurzem 
herauszugebenden Atlas des Stillen Ozeans, deren Einsicht glitigst gestattet wurde, und endlich auf den 
eigenen gleichzeitig mit den Temperatur- und Stromangaben ausgezogenen und kartographisch festgelegten 
Journalangaben über die angetroffenen Windverhältnisse. Dass diese letzteren, aus demselben Material, das 
auch die Grundlage der beiden vorhergenannten Arbeiten bildet, ausgezogenen Windbeobachtungen nicht 
in demselben Grade wie die ausgezogenen Temperatur- und Stromangaben, also fast ahein für die hier ver 
suchte Darstellung maassgebend geworden sind, hegt daran, dass die Windangaben mir als Mittel zum Zweck, 
nur der besseren Würdigung der Stromversetzungen wegen, ausgezogen wurden. So ist ihnen auch nicht 
dieselbe Aufmerksamkeit, wie den andern Angaben gewidmet worden, was wohl mehr als den doppelten 
Aufwand an Zeit und Mühe verursacht hätte. 
Nach dieser Besprechung der Strom- und Temperaturverhältnisse an der Hand der Karten werden 
ferner noch als Belege dazu Journalauszüge gegeben werden, die zeigen, wie die Verhältnisse zu einer be 
stimmten Zeit und auf einer bestimmten Linie angetroffen wurden. Es wurden, um das bereits gedruckt 
vorliegende und vielfach von einem Werk in das andere übergegangene Material zu vermehren, nicht solche 
Journalauszüge wiederholt, die schon an anderer, leicht zugänglicher Stehe veröffentlicht sind; auf solche 
wird dagegen zum Vergleich hingewiesen werden. Leider musste aus äusseren Gründen che Anführung von 
Journalauszügen auf das alleräusserste beschränkt werden, und so können denn nur für besonders 
auffallende und interessante Erscheinungen, vor allem aber für diejenigen, lokal ziemlich beschränkten 
Verhältnisse, die bisher noch gänzlich unbekannt oder wenigstens unveröffentlicht geblieben 
sind, aus der grossen Fülle von Material nur einige wenige, besonders typische Beispiele ausgewählt werden. 
Sie können aber eben nur als Beispiele dienen, zeigen, wie in einem konkreten Fähe die Verhältnisse lagen; 
nicht genügen können sie als Beweise für die Richtigkeit der vorliegenden Darstellung. Wer die nach 
prüfen will, muss eben die Fülle des Urmaterials selbst durcharbeiten. — Selbstverständlich ist, dass bei 
der Auswahl für die Veröffentlichung nur solche Journale in Betracht gezogen wurden, deren Angaben 
grosses Vertrauen verchenen. 
Die Einzeldarstellung 
möge beginnen mit dem Monat, der, was che Strömungsverhältnisse betrifft, das eine Extrem bezeichnet, 
mit dem 
September. 
Gewöhnlich findet man, dass zur Darstellung der nach Jahreszeiten verschiedenen Verhältnisse über 
dem Ozean die Monate August und Februar gewählt werden. Das wird für che thermischen und die davon 
unmittelbar abhängenden Luftdruck- und Windverhältnisse auch im ganzen das geeignetste sein. Die Strom 
verhältnisse aber erreichen, wenigstens in unserm Gebiet, ihre extremste Ausbildung erst, wenn der Wind 
sein Extrem bereits erreicht und überschritten hat, weil seine Einwirkung auf das Wasser dann am längsten 
gedauert hat. Dies tritt in unserm Gebiet weit deuthcher noch als im September im März hervor, wie 
später gezeigt werden wird, und darum sind diese beiden Monate, abweichend vom bisherigen Brauch, als 
die die extremen Verhältnisse am besten charakterisirenden gewählt worden. 
Zunächst möge etwas näher auf die Windverhältnisse unserer Zone während des September eingegan 
gen werden. Die südliche Hälfte unseres Gebietes wird von dem Südostpassat beherrscht. Die Nord 
grenze desselben verläuft etwa von dem Punkte an, wo der 5?S.Br. die Küste von Südamerika schneidet, 
in einem nach SW offenen Bogen bis zum Schnittpunkte von 90°W.Lg. mit 2°N.Br.; von hier aus steigt 
sie noch weiter nach Norden an, liegt unter 105—110° W.Lg. etwa unter 6°N.Br. weiter im Westen noch 
etwas nördlicher, unter 180° etwa in 7°N.Br. Von hier aus westlich zieht sie sich wieder mehr nach Süden 
zurück, wird aber in dem an Inseln, die trotz ihrer Kleinheit doch die Regelmässigkeit der Windverhält 
nisse stark beeinträchtigen, reichen Ozean undeutlich, und senkt sich nördlich von Neu-Guinea bis fast 
*) Annalen der Hydrographie etc. 1891, pag. 1 u. f.; auf pag. 8 eine Tabelle über die mittlere Lage der Passatgrenzen. 
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Archiv 1895- 1.
	        
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