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Full text: 18, 1895

W. J. van Bebber und W. Koppen: Die Isobarentypen des Nordatlantischen Ozeans etc. 
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Bei dem Typus Pp unter 720 mm: am 26. und 27. Oktober 1884 an der Norwegischen Küste, am 8. 
und 9. Dezember 1886 bei, am 14. Dezember 1883 nördlich von Schottland, am 25. Januar 1884 westlich 
von Norwegen, am 26. Januar 1884 westlich von Irland, am 27. und 28. Januar 1884 an der norwegischen 
Küste, am 22. Januar 1884 zwischen Norwegen und Island, am 23. Januar 1884 beim Nordkap und am 
30. Januar 1886 bei Nord-Island; —• Minima unter 710mm am 9. Dezember 1886 westlich von Schottland, am 
27. Januar 1884 nordöstlich von Schottland. 
Bei Po s kamen Minima unter 720 mm vor am 31. Januar und 1. Februar 1885 nordwestlich von Island. 
Der Typus Po n weist 4 Fälle unter 720 mm .auf: am 3. und 4. April 1886 nordöstlich von Island, am . 
18. November 1887 westlich an der Davisstrasse, am 5. Januar 1887 westlich von Schottland. 
Bei Pk n zeigten sich Minima unter 720 mm am 8. und 9. April 1884 auf der Mitte des Ozeans in der 
Nähe des 40. Breitengrades. 
Die Zugstrassen der Minima sind in Nordamerika nach Ost gerichtet, auf dem Ozean und in Europa 
ist ihre Richtung abhängig von der Lage der Hochdruckgebiete: bei Pp und Pn haben die Minima die 
Neigung nach Nordost und Nord umzubiegen, sowohl auf dem Ozean, als auch in Europa, bei Po s und Po n ' 
ist ihre Fortpflanzungs-Richtung durchschnittlich eine Östliche. Das Nordsee- und Ostseegebiet wird häufig 
von den Minima durchquert. Bei Pp und Po n ist die Zugstrasse Vb häufig besucht. 
Die Maxima wandern bei der Klasse P in der Regel nach Ost und Südost, bei Pp auch auf dem 
Ozean in dieser Richtung. In Europa verlaufen die Bahnen der Maxima bei Pp zuerst ost- und südostwärts, 
nachher in den östlicher gelegenen Gebietstheilen nach Nordöst und Nord; ähnlich ist der Fall bei Po n 
und Pq s , während bei Pk n die südöstliche Richtung die vorwiegende ist. Mitten auf dem Ozean sind wan 
dernde Maxima seltener, dagegen häufig stationäre Maxima, welche zumeist zwischen dem 30. und 50. Breiten 
grade auftreten. 
Die Klasse N gehört hauptsächlich den Frühlingsmonaten an, ist indessen auch in den übrigen Jahres 
zeiten hin und wieder vertreten. Die Minima haben ihre grösste Häufigkeit auf dem Ozean südlich von 
Grönland und Island, etwa bis zu 35° N-Br. Auch in Europa sind sie bei diesem Typus sehr häufig, sowohl 
auf dem Festlande, als auch bei Italien. 
Die Bahnen der Minima haben nichts Aussergewöhnliches. In Nordamerika und auf dem Nordatlan 
tischen Ozean sind die Bahnen durchschnittlich nach Ost gerichtet, in Europa biegen die Maxima in der 
Regel nach Nordost und Nord um. Dabei wird Europa häufig von den Minima durchzogen. 
Die Maxima bewegen sich in niedrigen Breiten durchschnittlich nach östlicher Richtung, während sie 
in höheren Breiten vorzugsweise nach Südost und Süd wandern, letzteres namentlich bei Np, No und Nh. 
Stationäre Maxima finden sich am häufigsten auf dem Ozean zwischen 30° und 40° N-Br. und im hohen 
Norden über Grönland und Umgebung; seltener kommen sie über Europa vor. 
C. Um den Einfluss der Isobarentypen auf die Witterung in Deutschland zu prüfen, haben 
wir als bequemstes Material die Tabelle III b des „Monatsberichtes der Seewarte“ benutzt, in welcher für 
drei Orte die wesentlichsten Züge der Witterung für 8 a und 2 p in je einer kurzen Formel wiedergegeben 
sind. Da diese Tabelle erst mit 1886 beginnt, so konnten nur die Jahrgänge 1886 und 1887 zu diesem 
Vergleich herangezogen werden. Beide Jahrgänge waren kalt. Die Abweichung vom Normalwerth betrug: 
Hamburg Neufahrwasser München 
1886 —0?9 ^0°2 —0?9 
1887 —1?3 — 0?4 —1?7 
Sie bieten daher nur wenig Repräsentanten für warme Witterung. 
So interessant das Studium des Auftretens der verschiedenen Kombinationen der meteorologischen Ele 
mente mit einander wäre, so müssen wir doch wegen der Kleinheit des Materials darauf verzichten; wir 
wollen dagegen die einzelnen Elemente gesondert zählen und nur die überwiegenden Charaktere zu einem 
Gesammtbilde zu vereinigen suchen. Die folgenden beiden Tabellen geben das Resultat dieser Auszählung. 
Die Buchstaben darin bedeuten das Folgende: 
Winde: N, NE — N + NE, E, SE = E + SE, u. s. w. 
Temperatur-Abweichung: h = mehr als 2° negative Abweichung, w = mehr als 2° positive Abweichung, 
n — normal (Abweichung 0 bis 2°). 
Wetter: Ji — heiter (Bewölkung 0 bis 1), v — wolkig (2 bis 3), b — bedeckt (4), r — Niederschlag, 
d — Nebel oder Dunst.
	        
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