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Full text: 59, 1939

Gerhard Schum a.c her: Das Klima Südkoreas auf Grund der japan. Wetterbeobachtg. der Jahre 1914 bis 1933 43 
Saisyü . 
Moppo . 
Husan . 
Zensyü 
Taikyü 
NNW 19,3 m/Sek 
N 18,7 „ 
N 15,2 „ 
W 12,0 „ 
WNW 11,7 „ 
bei Mwc x ; SSE 15,6 
„ Mwe,; NNW 14,9 
„ Mwa x ; NNW 12,3 
„ Mwt|; W 9,6 
„ Mwa,; W 10,9 
m/Sek. bei Te 2 
„ »5 Te 2 
55 55 Td 2 
55 55 Tb 2 
55 55 Tbo 
Die größte Tagestemperaturdifferenz erreicht in Saisyü Werte bis 14,7°, in Moppo bis 14,2°, in Husan bis 
15,4°, in Zensyü bis 19,8° und in Taikyü bis 20,8°. 
13. Dezember. 
Die mittleren Monatstemperaturen liegen bedeutend tiefer als die des November, aber höher als die des 
Februar; bei den meisten Stationen sind es Werte über dem Gefrierpunkt, mit Ausnahme des Nordens. Die mitt 
leren täglichen Minimaltemperaturen zeigen aber schon wieder Werte unter 0°, mit Ausnahme Quelparts und 
einiger weniger südlicher Stationen. In einigen Fällen stammt das absolute Temperaturminimum der Tabelle X 
von Dezember-Werten, diese Zahlen sind dann aber nur um 0,5° tiefer als die entsprechenden Januar-Werte. Nur in 
0,7% aller Jahresreihen ist der Dezember der Monat mit den niedrigsten mittleren Monatstemperaturen im Jahres 
ablauf; die Wahrscheinlichkeit, daß der Dezember die tiefste mittlere Minimaltemperatur hat, ist größer: 5,4%. 
In bezug auf den Niederschlag ähnelt der Dezember stark den anderen beiden Wintermonaten, Januar und 
Februar. Der Wahrscheinlichkeitsprozentsatz des kleinsten Monatsniederschlagsbetrages ist mit 24,8% bedeutend 
höher als der des Februar und nicht viel geringer als der des Januar. Die Niederschlagsintensität erreicht bei den 
meisten Stationen ihr Minimum. Die Zahl der Schneetage ist geringer als im Januar (3 bis 9 Tage im Durchschnitt). 
Die mittlere Isobarenverteilung bleibt im Dezember wie im Vormonat. Nur ist der mittlere Druck des Baikal 
hochkerns auf 776 mm gestiegen. Im Norden Koreas verläuft die 768-mm-Isobare, mitten durch Korea die 764-mm- 
Isobare. Das Minimum der Aleiiten behält seinen Wert von 752 mm, es hat sich nur etwas nach Norden ver 
schoben, so daß es hauptsächlich die Inselkette umschließt. Das pazifische Maximum ist ohne jede Bedeutung. 
Im Dezember treten dieselben W'etterlagen wie im November auf, nur ist die Zahl der Mwxj-Wetterlagen 
auf 8,8 gestiegen, d. h. nur um 0,4 Tage geringer als im Hauptwintermonat Januar. Die Niederschlagsbringer sind 
die Zyklonen, deren Häufigkeit mit 5,2 Tagen das Minimum im Jahresgang erreicht. Die von den Zyklonen herbei 
geführte feuchte Luft wirkt sich temperaturerhöhend aus, deshalb sind an diesen Tagen die höchsten Monatstempe 
raturen zu erwarten. Bei Mwa 1 - und Mwcx-Wetterlagen werden die tiefsten Monatstemperaturen gemessen. Die 
größten Temperaturschwankungen werden wieder durch H-Typen oder nach einem Zyklonentag erzeugt. 
Recht trocken war der Dezember 1930, da nach den Wetterkarten kein Tag unter dem Einfluß einer regen 
bringenden Zyklone lag. Feucht war der Dezember des folgenden Jahres; 4 Td 2 - und 1 Tc 2 -Wetterlagen brachten 
ganz Südkorea und außerdem 4 Tf 2 -Wetterlagen dem äußersten Süden und Quelpart Regen. 
Die drei Zahlenreihen der folgenden Tabelle geben in der ersten Spalte den Niedersehlagsbetrag eines 
Zyklonentages an, in der zweiten Spalte den Durchschnittsmonatsbetrag und endlich in der letzten Spalte den mini 
malen Monatsbetrag aus den Jahren 1914 bis 1933: 
Saisyü . 
57,1 mm 
63,5 mm 
24,6 mm 
Moppo . 
22,9 „ 
43,1 „ 
11,2 „ 
Husan . 
27,7 „ 
31,5 „ 
1,5 55 
Zensyü . 
16,3 „ 
38,2 „ 
5,0 „ 
Taikyü . 
27,4 „ 
21,8 „ 
0,7 „ 
Aus dieser Tabelle ersieht man wieder, welchen Einfluß ein starker Zyklonenregentag auf den Durchschnitts 
monatsbetrag hat. An 31 Tagen eines Dezembers kann eine Station (z. B. Taikyü) insgesamt nur 0,7 mm Nieder 
schlag erhalten, während umgekehrt ein Tag von 31 anderen Dezembertagen ungefähr das 40fache bringen kann. 
Der reine Monatsmittelwert sagt also allein nicht viel aus. 
Damit sich der Kreis des Jahres mit den einzelnen geschilderten- Monaten schließt, muß noch angefügt 
werden, daß vom Dezember zum Hauptwintermonat Januar hin der mittlere Druck des Festlandskerns um 4 mm 
steigt und der mittlere Druck des Aleutentiefs um 2 mm sinkt.
	        
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