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Full text: 16, 1893

C. Kassner: Ueber kreisähnliche Cyklonen. 
19 
Bewölkungsstufen: 
0 
1 
2 
3 
4 
Klaussen, Breslau, Schnee- ^ 
koppe, Kassel (1884) / 
21 
8 
10 
12 
48 
Breslau (1S76—85, 6 h a. m.).... 
2G 
5 
2 
7 
60 
Stellen wir diesen Zahlen diejenigen gegenüber, welche aus dem zu Grunde gelegten Wetterkarten- 
Material gefunden werden: 
Cyklone 
über 
Bewöl 
0 | 1 
kungsstufen 
2 | 3 
4 
Land 
9 
4 
9 
3 
75 
Küste 
3 
4 
17 
14 
62 
Meer 
o 
O 
6 
22 
12 
58 
so zeigen sich gegen obige Reihen erhebliche Unterschiede, die, abgesehen von anderen minderwerthigen 
Ursachen, 1 ) ihren Hauptgrund zunächst darin haben, dass es sich in der zu zweit stehenden Tabelle nur 
um Cyklonen handelt, bei denen die Wolkendecke im allgemeinen wenig Lücken zeigen wird, während in 
der ersten Tabelle Cyklonen und Anticyklonen sowie Zwischenstadien untermischt sind. Sodann ist im ersteren 
Fall die Kürze des Beobachtungs - Zeitraumes — nur 1 Jahr gegen 5 der zweiten Tabelle — zu beachten 
und zugleich der Umstand, dass die synoptischen Karten nur für einen Termin des Tages (8 h a. m.) ent 
worfen sind, während bei den vier Landstationen der ersten Reihe dreimal tägliche Beobachtungen benutzt 
sind. Obgleich nun aber bei der zehnjährigen Reihe für Breslau und bei derjenigen für die Land-Cyklonen 
die einmal täglichen Termine nur um zwei Stunden auseinander liegen, so ist nach Vorstehendem auch bei 
diesen Werthen keine völlige Uebereinstimmung zu erwarten. 
Immerhin lehrt aber ihre Vergleichung, dass die Stufe 4 bei den Land-Cyklonen, wo eben nur eine 
spezielle Wetterlage berücksichtigt ist, etwa ein Viertel mal häufiger ist als bei dem oben näher gekenn 
zeichneten zehnjährigen Durchschnitt für Breslau. Eigenthümlich ist, dass die extremen Stufen 0 und 4 vom 
Lande nach der See hin gleichzeitig abnehmen, während die Zwischenstufen an Häufigkeit gewinnen. Hiermit 
dürfte das früher gefundene Resultat im Zusammenhänge stehen: dass die Wolkendecke in der zweiten 
Zone, also in etwa 450—850 km Abstand vom Zentrum, über der See eine weniger dichte ist als über dem Lande. 
Endlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Stufen 1 und 3 offenbar vielfach nicht richtig geschätzt 
oder überhaupt garnicht gebraucht werden, zumal von langjährigen Beobachtern und älteren Seeleuten, da 
in früheren Jahrzehnten die Bewölkung häufig nur nach den Stufen „klar“, „veränderlich“ oder „halb bedeckt“ 
und „bedeckt“ (d. h. Stufe 0, 2, 4) notirt und diese Gewohnheit wohl beibehalten wurde. Aehnlich schlägt 
Herr H. Meyer 2 ) vor: „alle Bewölkungsgrade in drei Klassen (0, 1—9, 10) zusammenzufassen.“ Danach 
erhielten die vorstehenden Tabellen die folgende Gestalt: 
Orte: 
Bewölkung: 
0 
1-3 
4 
Klaussen, Breslau, ^ 
Schneekoppe, Kassel /'' 
21 
30 
48 
Breslau 
26 
14 
60 
Cyklonen: 
Land 
9 
16 
75 
Küste 
o 
O 
35 
62 
Meer 
3 
40 
58 
’) Vergl. Kremser, a. a. 0., siehe Anmerkung 1, pag. 18. 
2 ) Anleitung etc., pag. 109 f.
	        
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