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Full text: 16, 1893

C. Kassner: Ueber kreisähnliche Cyklonen. 
17 
Wie von vornherein zu erwarten war (vergl. S. 16), nimmt hier die Windstärke im allgemeinen vom 
Lande nach dem Meere hin zu, und zwar ist dies deutlicher ausgeprägt als das analoge Verhalten der 
Grösse des Ablenkungswinkels. Bei heftigerem Winde sind gewöhnlich die Druckflächen steiler, weshalb es 
den Lufttheilchen schwerer wird, von der Gradientrichtung abzuweichen, d. h‘. mit dieser und ihrer Bahn 
einen grösseren Winkel einzuschliessen. Damit ist zugleich die Erklärung gegeben, weshalb bei den Winkeln 
>90° die mittlere Windstärke kleiner oder höchstens gleich ist der für Winkel ^90°. 
30. Im Anschluss hieran soll noch etwas näher auf die Windstärke eingegangen werden. Zunächst 
ergiebt sich als mittlere Stärke für die aus den verschiedenen Himmelsrichtungen wehenden Winde: 1 ) 
Cyklone 
Windrichtung: 
über 
E 
SE 
S 
SW 
W 
NW 
N 
NE 
Land 
4.0 
3.5 
3.7 
3.9 
4.1 
5.6 
3.8 
4.5 
Küste 
6.2 
6.4 
6.1 
6.3 
6.1 
6.1 
6.0 
6.2 
Meer 
6.7 
6.7 
6.5 
6.5 
7.2 
7.4 
6.4 
5.8 
Aus dieser Tabelle, deren Werthe auch 
graphisch im Nebenstehenden dargestellt sind, folgt, 
dass sowohl bei den Land-Cyklonen wie bei denen 
über dem Meere die NW-Winde im Durchschnitt 
die heftigsten sind, während südliche Winde das 
allgemeine Mittel nicht erreichen. Bei den Klisten- 
Cyklonen ist das Umgekehrte bemerkbar, jedoch 
nur in sehr geringem Grade, da hier nur ganz 
unbedeutende Schwankungen in der mittleren 
Windstärke stattfinden. Man kann dies auch noch 
anders ausdrücken, wenn man beachtet, welche 
Winde in den einzelnen Quadranten vorzugsweise 
wehen; dann nämlich würde das Resultat lauten: 
„Die grössten Windstärken treten bei den 
Land-Cyklonen an der Rückseite derCyklone 
auf, bei den Küsten-Cyklonen an der Vorder 
seite und bei den Meer-Cyklonen in der 
„gefährlichen“ Hälfte.“ 
b. 3. Bewölkung. 
31. Das dritte Element, welches untersucht werden soll, ist die Bewölkung, die ich in ähnlicher Weise, 
wie Gradient und Ablenkungswinkel behandeln werde. 
Zunächst ergeben sich für die Quadranten und für Zonen von je 444 km Breite folgende Bewölkungs 
stufen (die eingeklammerten Werthe sind unsicher): 
*) Für je zwei entgegengesetzte Richtungen ist die grössere Zahl fett gedruckt. Vergleiche Meyer, Anleitung etc., 
pag. 115 u. 117. 
Archiv 1898. 2.
	        
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