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Full text: 16, 1893

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1S93 No. 2 — 
während durch die Null angegeben werden soll, dass nur vereinzelte Fälle gefunden wurden, die bei der 
Umrechnung in Prozente nur als Bruchtheile (< 0.5) auftreten würden. Diese letztere Unterscheidung ist 
vielleicht bei manchen Arbeiten unbeachtet geblieben, obgleich sie namentlich bei der Ableitung von Mittel- 
werthen von Einfluss sein kann. 
Im allgemeinen sind, wie die Tabelle zeigt, bei den Küsten- und Meer-Cyklonen grössere Gradienten 
häufiger als bei den über dem Lande lagernden und zwar bei den ersteren im E- und S-Quadranten, bei 
letzteren im S- und W-Quadranten; demnach hat man die steilsten Gradienten bei den Land-Cyklonen auf 
der südwestlichen, bei den Küsten- und Meer-Cyklonen auf der südöstlichen Hälfte zu suchen. Der N-Qua- 
drant tritt ganz zurück. 
17. Das Ueberwiegen der Beobachtungen in der „gefährlichen“ Hälfte der Cyklonen, dem südöstlichen 
Theil derselben, über die andere „mauiable“ Hälfte 1 ) zeigt sich sehr deutlich bei der Summirung der Ver 
tikalspalten obiger Tabelle, wodurch man ein Bild von der Vertheilung der Beobachtungen auf 
die Quadranten erhält: 
Cyklone 
Q ua d 
rant 
über 
N 
E 
S 
W 
Land 
19 
22 
28 
31 
Küste 
14 
37 
30 
19 
Meer 
15 
35 
30 
21 
Zunächst muss bemerkt werden, dass ich die Zahlen nicht aus der vorigen Tabelle abgeleitet habe, 
sondern stets auf die ausführlichen Originaltabellen zurückging und dabei auch die bei der Umrechnung in 
Prozente sich ergebenden Bruchtheile berücksichtigte. So erklärt es sich, dass die Werthe vorstehender 
Tabellen unter einander nicht ganz übereinstimmen; auch macht sich hierbei der Einfluss der oben mit „0“ 
bezeichneten Fälle bemerkbar. Entsprechendes gilt für die meisten folgenden Zahlen-Zusammenstellungen. 
Da die benutzten Land-Cyklonen vorwiegend über Ost-Europa lagern, wo die nördlichen und östlichen 
Gegenden dünner bewohnt und mit einem viel weitmaschigeren Stationsnetz versehen sind als der Süden, 
so muss naturgemäss die Zahl der Beobachtungen von N an im Sinne des Uhrzeigerganges zunehmen. 
Aehnliches gilt für die Küsten-Cyklonen, bei denen das Maximum an Beobachtungen im Osten und Süden 
liegt; ihre Erklärung findet diese Erscheinung darin, dass der östliche und südliche Theil der Cyklonen 
der zweiten Gruppe zumeist, wie oben gezeigt war, über Grossbritannien lagert, wo die Beobachtungs- 
Stationen sehr zahlreich sind, während der andere Theil sich über dem Meere befindet. Dass ferner bei 
den Meer-Cyklonen ebenfalls die südöstliche Hälfte am stärksten an Beobachtungen hervortritt, erklärt sich 
aus der ziemlich nördlich gelegenen Hauptzugstrasse der Depressionen, wodurch der südliche und südöst 
liche Theil des Wirbels in die sehr belebte transatlantische Schiffsroute fällt. 2 ) Endlich wird auch bei 
allen drei Arten die Ausdehnung der Cyklonen, auf die ich bald eingehen werde, von Einfluss auf die mehr 
oder weniger dichte Vertheil ung der Beobachtungen sein. 
18. Andererseits ergiebt die Summirung der Horizontalreihen in der Tabelle auf Seite 7 nachstehende 
Werthe für die Häufigkeit der einzelnen Gradienten: 
Cyklone 
über 
1 
2 
Gr 
3 
a d i e n t: 
4 5 
6 
7 
Land 
IG 
49 
32 
3 
0 
0 
Küste 
S 
32 
39 
13 
5 
1 
1 
Meer 
7 
36 
41 
13 
3 
0 
1 
') Attlmayr etc. Handbuch der Ozeanographie, pag. 755. 
2 ) Diese Route kann man schon an der grösseren Dichtigkeit der in die synoptischen Karten eingetragenen Beob 
achtungen deutlich erkennen.
	        
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