C. Kassner: Ueber kreisähnliche Cyklonen.
3
1*
Datum
Längs
(Greenwich)
Breite
(nördlich)
Tiefe
(kleiner als)
Datum
Länge
(Greenwich)
Breite
(nördlich)
Tiefe
(kleiner als)
1S83 XI. 18.
22° W
62°
710 mm
1885 V. 27.
21° W
51°
745 mm
‘25.
14 W
58
25
VIII. 11.
43 W
47
50
1884 I. 14.
62 W
47
50
IX. 5.
45 E
53
45
n. 2.
24 E
58
40
30.
12 W
59
30
20.
24 W
55
25
HI. 11.
47 W
46
45
XI. 1.
27° E
58°
745 mm
IV. 9.
35 W
46
20
12.
IS W
38
40
'20.
25 W
36
50
1886 I. 20.
63 W
48
50
V. 18.
4S E
58
45
II. 16.
65 W
49
45
IX. 22.
51 E
53
50
18.
92 W
46
50
24.
36 W
43
40
XI. 4.
21° W
57°
740 mm
III. 23.
64 W
48
35
26.
36 E
57
45
IV. 8.
3 w
59
25
XII. 6.
21 E
58
45
26.
94 W
43
50
14.
44 E
62
40
V. 28.
4 W
58
40
15.
4 W
63
15
1885 I. 11.
5 E
57
25
VI. 19.
61° W
60°
730 mm
II. 6.
IS W
56
35
21.
19 E
50
45
20.
37 E
62
40
27.
50 E
53
40
III. 3.
13 W
53
40
30.
58 W
47
50
12.
45 W
58
35
VII. 21.
16 W
52
45
24.
44 E
54
45
IV. 6.
13° W
52°
735 mm
VIII. 9.
42 E
55
45
15.
30 E
63
40
10.
43 E
56
40
16.
37 E
64
45
12.
20 W
53
45
25.
12 W
55
30
X. 15.
S W
53
30
V. 6.
48 W
41
40
11.
11 E
60
50
XI. 28.
21° W
2S°
745 mm
I. Verkeilung und Häufigkeit der kreisähnlichen Cyklonen.
6. Da unter den Ursachen, welche auf die Ausbildung der Cyklonen Einfluss haben, die Unterlage,
d. h. derjenige Theil der Erdoberfläche, über dem sich jene zu einer gewissen Zeit befinden, eine wesentliche
Rolle spielt, so schien es angezeigt, die im vorstehenden Verzeichniss enthaltenen Cyklonen nach diesem
Gesichtspunkte zu scheiden. Dabei ergaben sich drei Gruppen: Cyklonen über dem Lande, sodann
über dem Meere — in beiden Fällen haben alle Theile jeder Cyklone eine gleichartige Unterlage — und
endlich Cyklonen über Küstengebieten, die ich kurz Küsten-Cyklonen nennen will. In dieser dritten
Gruppe liegt immer ein Theil jeder Cyklone über dem Lande, während der andere sich über dem Meere
befindet.
Unterscheidet man nun die Cyklonen in dieser Weise, so ergiebt sich, dass von den 91 Cyklonen in
obiger Liste 29 über dem Lande, 30 über dem Meere und 82 theils über dem Lande, theils über dem
Meere lagerten. 1 )
7. Zur spezielleren Orientirung über die geographische Vertheilung sind die Cyklonen resp.
ihre Zentra nach den Koordinaten in Felder von 20° Länge und 10° Breite geordnet worden. 2 ) Da aber
naturgemäss die Felder mit wachsender Breite kleiner werden, so ist, um eine Vergleichung zu ermöglichen,
ein Korrektionsfaktor anzubringen, der zur Reduktion auf 40—50° Breite folgende Werthe hat:
20—30° 30-40° 40—50° 50—60° 60—70°
0.78 0.86 1.00 1.23 1.67
!) Man kann hieraus vielleicht auf eine gleiche Wahrscheinlichkeit für jede Art der Unterlage hei den Cyklonen schliessen.
2 ) Herr van Beb her (Handbuch der ausübenden Witterungskunde II, p. 254 ff.) hat Felder von 1^° Länge, 5° Breite,
aber für ein kleineres Gebiet.