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Volltext: 16, 1893

Dr. Willi. Meinardus: Beiträge zur Kermtniss der klimatischen Yerliällnisse etc. 
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Nord-süd wärtsbewegung des Minimums vor sich gehenden Veränderungen der atmosphärischen Verhältnisse, 
die Betrachtung sich mit den Erscheinungen beschäftigt, welche den Witterungscharakter der Winter- 
und Frühjahrsmonate in der südlichen, äquatorialen Hälfte des Beobachtungsgebiets bestimmen, und dass 
sich daran die Untersuchung der über der Bai von Bengalen von Januar ab sich entwickelnden Verhältnisse 
anschliesst und mit einer Besprechung des Sommer-Monsuns endigt. Als Grenze zwischen dem bengalischen 
Meerbusen und dem äquatorialen Theil des indischen Ozeans wurde der 6. Grad N. Br. gewählt, welcher 
die Südspitze Ceylons und die Nordspitze Sumatras berührt. Es ist selbstverständlich, dass sich der 
Gesichtskreis häufig über die in den Tabellen des Anhangs gesteckten räumlichen und zeitlichen Grenzen 
erweitern musste, theils um die den Erscheinungen zu Grunde liegenden Ursachen jenseits des engeren 
Horizontes zu entdecken, theils um die individuelle Ausgestaltung des Klimas einzelner Theile des Gebiets 
durch Vergleich mit benachbarten Klimaten hervorzuheben. 
Als Hauptgrundlage für die Theile der Untersuchung, .welche sich nicht auf die Tabellen des Anhangs 
stützen konnten, dienen folgende Werke britisch-indischer Meteorologen. 
„Weather Charts of the Bay of Bengal and adjacent sea north of the equator shewing the mean 
pressure, winds and currents in each montlr of the year. Published by the meteorological department of the 
government of India. 1886.“ 
Diese Karten und der sie begleitende Text enthalten die Resultate einer von Dallas ausgeführten 
und geleiteten Bearbeitung der meteorologischen Beobachtungen zur See, welche in den Jahren 1855—78 
bei dem Meteorological Office in London eingegangen waren. Sie liefern namentlich über die Windverhält 
nisse des westlichen Theils der Bai gute Auskunft, während sich die Mittelwerthe für den östlichen Theil 
-auf eine verhältnissmässig kleine Zahl von Beobachtungen stützen. Die Windhäufigkeiten sind nach der 
sogen. Wägungsmethode für jedes Eingradfeld bestimmt 1 ), und Eingradfelder, welche ähnliche Windverhält 
nisse aufzuweisen schienen, sind mit einander zu grösseren Flächen (liomogeneous areas) verbunden, deren 
G-estalt und Grösse von Monat zu Monat wechselt. Deshalb ist es leider nicht möglich, den Wechsel der 
Erscheinungen über einem gegebenen Gebiet durch mehrere oder alle Monate des Jahres zu verfolgen, falls 
man sich nicht zu langwierigen und doch auf unsichere Resultate führenden Interpolationen bequemt. Eine 
zuverlässige Bearbeitung in diesem Sinne könnte nur an der indischen Zentralstelle selbst geschehen, und 
ist auch bereits für ein 4° Feld (2°—6°N. Br. 86°—90° 0. L.) von Dallas durchgeführt und unter dem Titel: 
„The meteorological features of the Southern part of the Bay of Bengal by W. L. Dallas“ im 4. Bande der 
Indian Meteorological Memoirs veröffentlicht. 
Die in den „Weather Charts“ gezogenen Isobaren stellen die Vertheilung des nicht auf 45° Br. redu- 
zirten Luftdrucks dar. Weil in dieser Arbeit nur der wahre (auf das Meeresniveau und 45° Br. reduzirte) 
Luftdruck Berücksichtigung findet, so sind nicht jene, sondern die von Blanford entworfenen Karten der 
wahren Luftdruckvertheilung über Indien und der Bai benutzt, welche er seinem grossen Werke über den 
Regenfall Indiens beigegeben hat. 
(H. F. Blanford, The Rainfall of India. Indian Meteorological Memoirs. Vol. III. 1882—85). 
Ausser diesem Werke hat Blanford’s jüngeres Werk: A practical guide to the climates and weather 
of India, Ceylon and Burmah. London 1889, vielfach Verwendung gefunden. Ferner sind zu nennen: J. Eliot, 
Handbook of cyclonic storms of the Bay of Bengal. Calcutta 1890, und W. Dallas, Memoir on the winds 
and monsoons of the Arabian Sea and Indian Ocean. Calcutta 1887, als Werke, welche manchen Betrach 
tungen zu Grunde gelegt werden mussten. 
Es braucht kaum noch besonders hervorgehoben zu werden, dass ausserdem das schon erwähnte, von 
der Direktion der Deutschen Seewarte vor Kurzem herausgegebene Segelhandbuch für den indischen 
-Ozean, sowie der dazu gehörige Atlas von 35 Karten, welche die physikalischen Verhältnisse des Ozeans 
darstellen, eine vorzügliche Grundlage zur Beurtheilung mancher hier zu behandelnder Verhältnisse ge 
liefert haben. 
Andere Quellennachweise finden sich an den betreffenden Stellen des Textes. 
’) Vgl. Remarks explanatory of the meteorological charts of the ocean district adjacent to the Cape of Good Hope. 
London 18S2. S. 5.
	        
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