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Full text: 15, 1892

Franz v. Schwarz: Astronomische, Magnetische und Hypsometrische Beobachtungen etc. 
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Aus dieser Tabelle ersieht man, dass die Abweichungen der einzelnen Beobachtungssätze von einander 
sich in allen Bestimmungen wiederholen und folglich von den Fehlern des Instrumentes und nicht von zu 
fälligen Beobachtungsfehlern herrühren. Ferner sieht man, dass die Mittel der einzelnen Bestimmungen 
sehr gut untereinander übereinstimmen. Zugleich erkennt man, dass die Mittel aus je drei Sätzen 
den Mitteln aus allen Sätzen schon ziemlich nahe kommen. Man könnte sich also im Nothfalle wohl mit 
drei Sätzen begnügen, dagegen ist, wie man sieht, die Bestimmung der Deklination bei nur einer Lage des 
Kompasses ganz unstatthaft. 
II. Inklination. 
Das Inklinatorium bestand aus einer von beiden Seiten mittelst Spiegelplatten verschlossenen kreis 
runden Messingbüchse; die Messingrahmen, in welche diese Spiegelplatten eingesetzt waren, bewegten sich 
um Scharniere. Die Axen der an den Enden spitz zulaufenden, 101 Millimeter langen Inklinations-Nadeln 
wurden auf zwei Karneolschneiden aufgesetzt, die auf zwei horizontalen Querleisten in der Mitte der Büchse 
angebracht waren. Zum Aufsetzen und Abnehmen und zur Beruhigung der Nadeln dienten zwei andere 
bewegliche, mit sattelförmigen Aufsätzen versehene Querleisten. Das Umlegen der Nadeln wurde aus freier 
Hand bewerkstelligt. Zum Ablesen der Lage der Nadeln dienten zwei konzentrische, von 10 zu 10 Minuten 
getheilte Vertikalkreise, von denen der grössere vor, der kleinere hinter der Nadel angebracht war in der 
Weise, dass die Theilstriche des einen die Verlängerung der Theilstriche des anderen bildeten. Diese Ein 
richtung diente zur Aufhebung der Parallaxe beim Ablesen des Nadelstandes. Zum Ablesen des Kreises 
dienten zwei einfache Loupen. Das Magnetgehäuse ruhte auf einem Messingstativ, das zum Aufsuchen des 
magnetischen Meridians mit einem von 15 zu 15 Minuten getheilten Horizontalkreis versehen war. Zur 
Nivellirung des Apparates diente ein oben auf dem Magnetgehäuse angebrachtes Niveau. 
In Betreff der Ausführung der Beobachtungen mit dem beschriebenen Instrument will ich folgendes 
bemerken. Die Inklination bestimmte ich jedesmal im magnetischen Meridian und stets mit den zwei 
Nadeln No. 1 und No. 3. Ich beobachtete dabei die Nadeln immer in den bekannten acht verschiedenen 
Lagen. Das Ummagnetisiren der Nadeln bewerkstelligte ich mittelst zweier Streichmagnete. Bei jeder 
Lage der Nadeln machte ich zwei Ablesungen, indem ich zwischen der ersten und zweiten Ablesung jedes 
mal die Nadel mittelst der beweglichen Querleisten mehrmals von den Schneiden abhob und wieder be 
ruhigte. Die Ablesungen machte ich nicht bei ruhender Nadel, sondern bei Ausschlagswinkeln von etwa 
V2 0 , was, wie ich mich überzeugt habe, bessere Resultate giebt. Hierbei las ich immer die Lage 
beider Nadelenden ab. Eine vollständige Inklinations-Bestimmung mit einer Nadel erforderte also 32 Kreis 
ablesungen. 
In Anbetracht des Umstandes, dass die zwei von mir benutzten Nadeln sehr gut equilibrirt waren, 
berechnete ich aus den Mitteln der bei den acht verschiedenen Lagen der Nadeln erhaltenen Ablesungen 
F die wirklichen Inklinationen J nach der Formel: .7 = F + z sin 2 F. 
Die Konstante 2 bestimmte ich für meine Nadeln auf folgende Weise: Da unter den drei Nadeln 
meines Inklinatoriums sich nur eine mit drehbarer Axe befand, diese aber von Anfang an verdorben ge 
wesen war, so bestimmte ich die absolute Inklination mit der Nadel N0. 1 nach der Methode der Azimute- 
Ich machte zu dem Ende jedesmal sechs vollständige Inklinations-Bestimmungen bei gleichmässig über den 
halben Umkreis vertheilten Azimuten, wobei ich die Sache so einrichtete, dass zwei von diesen Azimuten 
mit dem magnetischen Meridian zusammenfielen und dass zugleich eine zu grosse Annäherung an das 
Azimut 90°, in dessen Nähe die Beobachtungen zu ungenau werden, vermieden wurde; ich beobachtete des 
halb bei den Azimuten 0°, 36°, 72°, 108°, 144° und 180°. Aus den bei den Azimuten V\ .... erhaltenen 
Inklinationen Jj .... Jo berechnete ich nun die absolute Inklination J nach der Formel: 
, T tg Jy cos ui + : . . . . + tcj Je, cos v 6 
tg J - - : 6 “ ’ 
betrachtete die Mittel aus den zwei im Meridian erhaltenen Inklinationen ^ ^ als F und erhielt so 
nach obiger Formel folgende Resultate:
	        
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