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Full text: 13, 1890

2 
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1S90 No. 2 — 
Die Chronometer wurden während der Untersuchungszeit durch den Abtheilungs-Assistenten oder dessen 
Stellvertreter jeden zweiten Tag morgens um 10 Uhr mit den Normaluhren auf chronographischem Wege 
verglichen; ausserdem wurde zur Herstellung der erforderlichen Kontrolle an jedem Dekadentage zwischen 
10 und 11 Uhr eine zweite unabhängige Vergleichung durch den Observator der Sternwarte ausgeführt. 
Die zur Ermittelung des Standes der Normaluhren nothwendigen Zeitbestimmungen wurden durch einen 
der genannten Beamten an den Meridian-Instrumenten der Sternwarte angestellt, und es sind bei Eintritt 
von Personalwechseln die Unterschiede der individuellen Auffassung der Beobachter sorgfältig ermittelt und 
bei der Ableitung der Uhrstände in Rechnung gezogen worden. 
Es betheiligten sieb au den 3 Chronometer-Konkurrenz-Prüfungen No. 7, No. 8 und No. 9 elf deutsche 
und ein schweizer Fabrikant mit im Ganzen 68 Chronometern, und zwar war die Vertheilung der Instrumente 
auf die einzelnen Prüfungen die folgende: 
Fabrikant 
Wohnort 
Anzahl der 
eingelieferten Chronometer 
für die Konkurrenz-Prüfung 
No. 7 
No. 8 
No. 9 
J. Albers 
Bremerhaven.. . 
1 
W. Broecking ...... 
Hamburg 
6 
6 
6 
W. G. Ehrlich 
Bremerhaven ■. • 
5 
4 
5 
H. R. Ekegren 
Genf 
— 
— 
1 
Gebr. Eppner 
Berlin 
— 
6 
— 
M. Gerlin 
Rostock 
3 
2 
1 
Altona 
2 
1 
1 
Th. Knoblich 
Hamburg 
2 
P. Kr ahm er 
Wurzen 
— 
— 
1 
E. Kutter 
Stuttgart 
5 
— 
— 
Erich Petersen 
Hamburg 
2 
— 
— 
Matth. Petersen . . • . 
Altona 
4 
2 
2 
Im Ganzen 
28 
23 
17 
Zwei Instrumente, welche während der Dauer der Untersuchung stehen blieben, wurden durch den 
betreffenden Fabrikanten von der Prüfung zurückgezogen. — Bei allen Chronometern waren die in den 
Konkurrenz-Ausschreiben enthaltenen Bedingungen bezüglich der Konstruktions-Zeichnung, des Termins 
der letzten Reinigung u. s. w. erfüllt. 
Die aus den Vergleichungen mit den Normaluhren resultirenden Gänge der einzelnen Chronometer 
wurden zu zehntägigen Gangsummen vereinigt und die erhaltenen Beträge in die Tabelle I und II eingetragen. 
Während Tabelle I diese Grössen nach der Zeit geordnet enthält, giebt Tabelle II dieselben in der Reihen 
folge der Mittel-Temperaturen der einzelnen Dekaden. Am Fusse der Tabellen sind noch die Gänge eines 
unkompensirten Chronometers angegeben, durch welches eine näherungsweise Kontrolle für die aus den 
Thermometer-Ablesungen abgeleiteten Mittel-Temperaturen ausgeführt werden konnte. Endlich sind auch 
die letzteren sowie die Extreme der mittleren Tages-Temperaturen beigefügt. — Es möge noch bemerkt 
werden, dass überall als mittlere Tages-Temperatur das Mittel der täglichen Ablesungen am Maximum- und 
Minimum-Thermometer angenommen worden ist. 
Dem Konkurrenz-Ausschreiben der Direktion der Seewarte und den für den Ankauf seitens der 
Kaiserlichen Marine festgesetzten Normen entsprechend sind die Chronometer ihrer Güte nach so geordnet, 
dass dasjenige Instrument, bei welchem der Unterschied zwischen dem grössten und kleinsten Dekadengange 
(Betrag A) plus dem doppelten Betrage der grössten Gangschwankung zwischen zwei aufeinanderfolgenden 
Dekaden (Betrag B) ein Minimum ist, die erste Stelle in der Prüfungsliste einnimmt und die anderen 
Chronometer je nach der Zunahme dieser numerischen Grössen folgen. — Die Maximal- und MinimalgängeNo full text available for this image
	        
Vielen Dank ! 07. Okt. 2020 Die Arbeit der BSU 20 Die kommerzielle Nutzung der Inhalte dieser Präsentation, insbesondere der Fotos und Abbildungen ist nicht gestattet. Quellenverzeichnis der Abbildungen: • Folie 2: alle BSU • Folie 12: Havariekommando • Folie 13 beide oben und unten re: BSU • Folie 13 unten li: DSB (aus Untersuchungsbericht) • Folie 14: Rijkswaterstaat (aus Untersuchungsbericht) • Folie 16 oben re und li, unten mi: BSU • Folie 16 unten li und re: WSP Bremerhaven • Folie 17: deltares, MARIN, TUHH (aus Untersuchungsbericht) • Folie 18: MARIN (aus Untersuchungsbericht)
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