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Full text: Jahresbericht 1984

Technische Schiffssicherheit 
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Auf FS "Gauß" wurde der Navigationsprozeßrechner an die SchiffsFührung 
übergeben. Das Rechnersystem umfaßt einen Rechner HP-1000 mit dem 
Betriebssystem RTE-4B, ein Plattenlaufwerk mit einer Kapazität von 
20 MByte und als Peripherie graphische und alphanumerische Displays, Pa 
pierplotter, Drucker, umfangreiche Interfaceeinheiten als Verbindung 
mit den verschiedenen Navitationsgeräten des Schiffes und eine Schnitt 
stelle zur Verteilung der Daten an eingeschiffte Gruppen. Das Gesamtsy 
stem einschließlich der Anwender-Software wurde im DHI entwickelt. Die 
wichtigsten der entwickelten Software-Komplexe sind 
- Erfassung und Verarbeitung der schiffsbezogenen Daten, 
- Anzeige der Navigationsdaten mit ihren Fehlern, 
- Zielpunktdateien und ihre Darstellung, 
- Routenplanung mit Entfernungs- und Kursermittlung, 
- Darstellung des Schiffsweges mit Zielpunkten im Меткаtornetz 
sowohl auf dem Plotter als auch auf dem graphischen Display, 
- Erfassung der meteorologischen und ozeanographisehen Daten, 
- Versorgung der Schnittstelle für wissenschaftliche Gruppen, 
- Verarbeitung alphanumerischer Texte mit graphischen Darstel 
lungen. 
Das Gesamtsystem dient der navlgatorischen Unterstützung der Schiffs 
führung, als Referenz- und Untersuchungssystem für Baumusterprüfungen an 
Bord und der Versorgung eingeschiffter wissenschaftlicher Gruppen mit 
schiffsbezogenen Daten. 
Bei der Planung von zwei Ersatzbauten für DHI-Schiffe wurde das Anforde 
rungsprofil für die vorgesehenen Bordrechneranlagen entwickelt. 
Bei mehreren Seeamts- und Gerichtsverfahren wurden zu den angesprochenen 
Funknavigationsverfahren und -anlagen Stellungnahmen zur Genauigkeit der 
Standartbestimmung abgegeben. 
Der Aufbau des neuen nichtnavigatorisehen Ortungsfunksystems "Syledis" 
für die Seevermessung wurde 1984 fortgesetzt. Die Ausführung des Aufbaus 
liegt beim WSA Emden. 
Internationale Zusammenarbeit: 
Auch 1984 wurden die Vorbereitungen für das weltweite Seenot- und Si 
cherheitsfunksystem (FGMDSS) von allen zuständigen internationalen Or 
ganisationen unter Mitwirkung des DHI fortgesetzt. 
In der Internationalen Seeschiffahrts-Organisation (MO) betrafen die 
Hauptaktivitäten die Regelungen für die Überleitungsphase zwischen dem 
derzeitigen und dem zukünftigen System sowie die Festlegung technischer 
Anforderungen an FGMDSS-Geräte. 
Der Internationale Beratende Ausschuß für den Funkdienst (CCIR) der In 
ternationalen Fernmeldeunion (ITU) beschloß anläßlich der Zwischenta 
gung 1984 der Studienkommission 8 (Mobile Dienste) eine Empfehlung für 
die technischen Spezifikationen von Satelliten-Seenotfunkbojen, die auf 
dem in der Bundesrepublik Deutschland entwickelten und gebauten Seenot 
rufsystem (DRCS) basieren.
	        
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