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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1890 No. 3 —
Auch hier weichen die Werthe von — für die verschiedenen Entfernungen der Mitwind-Anemometer
v
so wenig von einander ab, dass mau ohne merklichen Fehler das Mittel aus den verschiedenen Beobachtungen
als für den Mitwind in der Bahn gültig ansehen könnte, wenn nicht eine Zunahme des so bestimmten
Mitwindes sich zeigte, die um so grösser wird, je näher die Anemometeraxe der Horizontalen kommt.
Man erkennt dies aus der folgenden Zusammenstellung, in welcher die Mittelwerthe von ~ für die
verschiedenen Neigungen angeführt sind:
cp —
90°
cp = 70°
'■e
ii
Ol
o
o
e
M
D
e
M
D
e
M
D
55
V
0.072
+0.0003
70
V
0.074
—0.0013
105
V
0.072
+0.0013
75
0.073
—0.0007
80
0.074
—0.0013
150
0.074
—0.0007
115
0.072
+0.0003
100
0.072
+0.0007
175
0.074
—0.0007
0.0723
±0.0004
115
0.071
+0.0017
0.0733
±0.0009
cp = 30°
0.0727
±0.0012
'S
II
o
o
e
M
D
ßeo
eei
M
D
98
V
0.075
+0.001
110
75
V
0.082
—0.002
100
0.080
-0.004
106
106
0.079
+0.001
130
0.073
+0.003
130
130
0.079
+0.001
0.076
±0.003
165
165
0.078
+0.002
185
110
0.080
0.080
0.000
±0.001
Der Werth von — scheint also von 0.0723 für cp ~ 90° bis 0.0800 für cp = 0° anfangs langsam,
dann schneller zu wachsen. Es ist indessen von vornherein unwahrscheinlich, dass mit wachsender Annähe
rung an die Horizontale ein wirklicher Zuwachs des Mitwindes eintreten sollte. Jene Erscheinung wird sich
vielmehr dadurch erklären lassen, dass die Mitwind-Anemometer von einer mit dem abnehmenden Neigungs
winkel wachsenden Komponente der durch die Zentrifugalkraft bewirkten Luftbewegung getroffen werden.
M
Es lässt sich aber auch direkt zeigen, dass das Verhältniss — für die verschiedenen Neigungen der
Axe denselben Werth behält.
Um dies festzustellen, wurden zunächst bei den Neigungswinkeln cp = 90°, 50° und 0° einige Versuche
angestellt, bei denen das Schalenkreuz durch eine Schnur so fixirt wurde, dass es keine Rotationsbewegung
annehmen konnte.
Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der folgenden Tabelle zusammen gestellt.
Bestimmung des Mitwindes bei fixirtem Schalenkreuz.
1. Die Mittelpunkte der Mitwind-Anemometer befinden sich in den Entfernungen e 60 und e§\ vom
Mittelpunkte des Schalenkreuzes.
r = 3.852. log
Rotationssinn: N-O-S-W. cp
u
T
«60
«ei
t
V
230
449
2282
2615
500
12.38
315
805
2615
2685
750
9.46
220
754
1875
2000
800
7.06
rn = 1.88387.
90°. eßo
= 661 =
75 mm.
»»60
»«ei
M
M
V
D
0.787
0.921
0.85
0.069
+0.003
0.655
0.700
0.68
0.072
0.000
0.516
0.555
0.53
0.075
—0.003
Mittel:
0.072
± 0.002