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Full text: 12, 1889

Dr. W. Schaper: Magnetische Aufnahme etc. 
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Ich lasse einen Auszug aus beiden Tabellen hier folgen: 
Tabelle zur Reduktion der Schwingungsdauern auf gleiche Horizontal-Intensität. 
at= V2 T^~(i + ß) = V2 T.(i + e)*B 
& b — 1 3 5 7 9 { 
T ^ 
Skalentheile des 
Bifilar zu Lübeck 
6.3 Sek. 
6.5 
6.7 
0.000886 
346 
356 
0.0001011 
1043 
1075 
0.0001684 
1736 
1786 
0.0002359 
2433 
2507 
0.0003034 Sek. 
3130 „ 
3220 „ 
Tabelle zur Reduktion der Schwingungsdauern auf gleiche Temperatur. 
A T = 
T 
( k+ TTl)- 
T= 6.3 Sek. 
6.5 
6.7 
Af = 1° 
0.00118 
122 
126 
0.00354 
366 
378 
1 + 0, 
5° 
0.00590 
610 
630 
\t 
0.00826 
854 
882 
9° C. 
0.01062 Sek. 
1098 „ 
1134 „ 
Aus diesen Tabellen kann leicht entnommen werden, um wie viel die beobachtete Scbwingungsdauer 
vermehrt oder vermindert werden muss, um sie auf die Normal-Temperatur oder die Normal-Horizontal- 
Intensität zu bringen. Ueberall sind diese Reduktionen mit angegeben. 
Obwohl der Magnet fast stets durch dieselbe Zahl und zwar gleichartiger Coconfäden getragen ^urde, 
so wechselte doch die Torsion, wenn auch nicht in bedeutenden Grenzen. Es sind deshalb häufig Be 
stimmungen vorgenommen. Man findet sie mitgetheilt im Tagebuche der Beobachtungen. Die daraus 
entstehende Korrektion ist bei der Reduktion der Beobachtungen zusammen mit der Korrektion auf un 
endlich kleine Bogen angegeben. 
Im Jahre 1885 war die Zeit der Reise klein, so dass die zeitliche Abnahme des magnetischen Momentes 
nicht festzustellen war. Für die Jahre 1886 und 1887 wurden zunächst Normal-Schwingungsdauern = T 0 
abgeleitet für die Horizontal-Intensität 0.17800 C. G. S. Aus diesen wurden zur Bestimmung der zeitlichen 
Aenderung des magnetischen Momentes diejenigen herausgenommen, die für mehrfach besuchte Orte gültig 
waren, wie Lübeck, Bützow und Blankenhof in Mecklenburg, Neumünster in Holstein u. a. Danach hat eine 
der Zeit proportionale fast durchaus regelmässige Zunahme der Schwingungsdauer stattgefunden, und zwar 
beträgt die Zunahme im Jahre 1886 im Mittel = 0.00024 Sek., im Jahre 1887 im Mittel == 0.000264 Sek. 
täglich. Mit Hülfe dieser Untersuchung wurde für jeden Beobachtungstag die Lübecker Normal-Schwingungs 
dauer = T% 0 gebildet. Aus dieser und der gefundenen Normal-Schwingungsdauer des jeweiligen Beobachtungs 
ortes (T 0 ) ergiebt sich in bekannter Weise das Verhältniss, und damit die Differenz der Normal-Horizontal- 
Intensitäten der auswärtigen Stationen = H 0 zu der in Lübeck = H. 0 . Es ist nämlich 
rp 2 TT .TT 
-‘■O ■-**!> O • 11 o 
woraus man die Differenz gegen Lübeck — H 0 — B. k 0 findet. 
Da Schwingungs-Beobachtungen einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, meist 20—35 Minuten, 
so kann von einer Vergleichung der Horizontal-Intensitäten für genau bestimmte Momente an sich nicht 
die Rede sein. Dennoch sind alle Beobachtungen mitgetheilt für die Minute der mittleren Ortszeit und es 
ist eine Reduktion auf dieselben mittleren Ortszeiten nach Möglichkeit vorgenommen worden. 
Deklination. In dem Tagebuche der Beobachtungen sind die mittleren Ortszeiten, auf welche die 
Beobachtungen fallen, mitgetheilt. Die daneben gestellten Lübecker Beobachtungen sind nicht synchron, 
sondern gehören der gleich grossen mittleren Lübecker Zeit an. Beobachtungen verschiedener Orte zu der 
selben mittleren Zeit zu vergleichen, ist freilich nur für Orte mit absolut gleichem Gange der Deklination
	        
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