Zwölfter Jahres-Bericht der Direktion.
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Hamburg. Magnetische Deklination. Wie in den früheren Jahren, so wurden auch im Berichts
jahre im Kompass - Observatorium der Seewarte zu verschiedenen Zeiten Bestimmungen der Magnetischen
Deklination ausgeführt. Dieselben wurden durchweg von dem Assistenten des Direktors, Dr. Duderstadt,
vorgenommen. Die dazu verwendeten Instrumente waren das Marine-Deklinatorium 665 (N) und der Reise-
Theodolit 686 (H), beide nach Neumayer’s Angaben konstruirt — ersteres von C. Bamberg, letzteres von
G. Hechelmann.
Sämmtliche Beobachtungen wurden auf dem Zentral-Pfeiler des Observatoriums ausgeführt. Der Anfang
des Jahres war sehr trübe, weshalb die Miren nicht gesehen werden konnten; am 9. Februar war zuerst
auf kurze Zeit St. Katharinen-Kirchthurm zu sehen. Es war dies der erste helle Tag im Jahre. Leider
war der im letzten Berichte erwähnte Uebelstand, dass „Buxtehude-Kirchthurm“ sehr häutig durch die im
Dock liegenden Schiffe verdeckt wird, nicht zu heben gewesen.
Am
9.
Februar
um
I 1
1 0 r
"P-
12° 22/45
reduzirt auf Tagesmittel 12° 17/49
w.
N.
9.
März
55
12
18
P-
5/84
55
55
55
0/35
55
N. (sic!)
55
22.
55
55
10
0
a.
22/39
55
55
55
22/85
55
N.
55
22.
55
55
1
0
P-
23/20
55
55
55
17/01
55
N.
55
5.
April
55
2
20
p.
24/82
55
55
55
19/52
55
N.
55
30.
55
55
10
45
a.
17/24
55
55
55
14/95
55
N.
55
30.
55
55
1
30
p.
19/90
55
55
55
12/72
55
N.
55
23.
Mai
55
2
20
P-
20/88
55
55
„
14/54
55
N.
55
24.
55
1?
11
25
a.
20/38
55
55
„
*15/77
55
N.
55
6.
Juni
55
1
12
P-
20.To
55
55
55
12/78
55
H.
55
7.
55
55
10
54
a.
17/07
55
55
„
14/26
55
H.
55
18.
55
55
12
0
a.
22/55
55
55
55
16/40
55
H.
55
9.
Juli
55
9
50
a.
13/51
55
55
55
14/43
55
H.
55
9.
55
55
1
25
p.
12/10
5’
55
„
4/92
55
H.
5?
22.
55
55
11
57
a.
19/75
55
55
55
13/60
55
H.
55
22.
55
55
1
46
P-
18/21
55
55
55
11/15
55
H.
55
19.
August
55
10
17
a.
16/75
55
55
55
16/20
55
H.
55
19.
55
55
1
1
P-
18/80
55
55
55
11/38
?5
H.
55
20.
55
9
45
a.
16/60
55
55
55
17/77
55
H.
55
8.
Oktober
10
34
a.
17/48
55
55
55
16/37
55
H.
55
8.
55
55
1
25
p.
19/99
55
55
55
15/18
55
H.
55
6.
Novbr.
55
1
45
p.
15/76
55
55
55
10/86
55
H.
55
8.
55
5’
9
25
a.
13/39
55
55
„
14/96
55
H.
55
23.
55
55
2
12
P-
15/65
55
55
55
11/24
55
H.
55
16.
Dezbr.
2
52
p.
12/24
55
55
55
11/67
55
H.
Aus sämmtlichen Bestimmungen der Magnetischen Deklination leitet sich als Mittelwei’th für 1889.51
der Werth 12° 13/93 W. ab. Da für 1888.56 12° 21/58 W. der Mittelwerth war, so ergiebt sich für die
Säkular-Aenderung eine Abnahme von 7/65.
Magnetische Inklination. Die Beobachtungen sind sämmtlich von Dr. Duderstadt mit dem Inklinatorium
von Meyerstein ausgeführt und zwar mit der Nadel im magnetischen Meridian.
Die Resultate sind:
Februar 22 etwa 12 h 0 m p 67° 52/85 N.
März 21 „ 1 Op 56.Ts „
April 26 „ 1 Op 52/90 „
Juli 29 „ 12 20 p 53/65 „
Oktober 2 „ 11 0 a. ■ • 53/60 „
Dezbr. 30 „ 1 Op 55/80 „
Daraus ergiebt sich ein Mittelwerth für 1889.5 von 67° 54.'i6 N.
Die erheblichen Lücken in der vorstehenden Reihe der Inklinations-Bestimmungen sind insofern nur
scheinbar, als mit dem Inklinatorium Hechelmann in den Zwischenzeiten ziemlich regelmässig Beobachtungen