114
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1889 No. 2 —
Lübeck. Abgesehen von den Beobachtungen der Lübecker Erdmagnetischen Station sind hier noch
von der Agentur der Seewarte Beobachtungen angestellt und in „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte“
mitgetheilt. Aus dem XI. Jahrg., 1888, desselben Werkes geht aber hervor, dass diese Beobachtungen hier
nicht in Betracht kommen können.
Rostock. Ich entnehme „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte“,
VIII. Jahrgang, 1885, für 1885 einen Mittelwerth J = 67°48.'0,
X.
5)
1887, „
1886 „
J =
67° 52/5.
X.
«
1887, „
1887 „
V
J^=
67°55/0
XI.
V
1888, „
1888 „
J =
68° 2/5.
beobachtet auf der Agentur der Seewarte von Herrn Dr. Wiese. Herr Prof. Dr. Neumayer fand am
20. Oktober 1888 l h 48 m nachmittags J = 67° 59/8.
Aus jenen Beobachtungen folgt A J = +6/6,
„ diesen „ „ A J = +0/0.
Die Karte ergiebt A <7 — 7/4 gemäss den zu Grunde gelegten Beobachtungen.
JBarth. Vom Vorsteher der Agentur der Seewarte Herrn Skaiweit liegen Beobachtungen vor, die
in „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte“ mitgetheilt sind. Nach
XI. Jahrgang, 1888, ist für 1888 im Mittel J = 67° 58/4.
Danach A J = +1/5. Die Karte giebt A ,7 — +1/0.
Stvinemünde. „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte“,
VIII. Jahrgang, 1885, folgt für 1885 J — 67° 32/0,
IX. „ 1886, „ „ 1886 J = 67° 30/0,
X; „ 1887, „ „ 1887 J — 67° 34/0,
Mittel J = &T 32/0.
Danach folgt für AJ" = +30/0. Am 30. Sept. 1887 fand Herr Dr. Duderstadt 67° 39/1, daraus
A J — +23/0. Die Karte giebt A J = +26/0.
Stettin. Herr Prof. Dr. Neumayer bestimmte nach „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte“,
XI. Jahrg., 1888, am 29. September 5,4 h nachmittags die Inklination zu 67° 17/8. Vom Mittel der für die
gleiche Zeit geltenden Lübecker Beobachtungen ergiebt diese Zahl A J — +42/0. Die Karte beruht auf
A J= +46/6.
Ratseburg. In Ratzeburg hat Herr H. Pritsche, emer. Direktor des k. russischen Observatoriums
in Peking, 1885.7, 1886.9 und 1887.6 Beobachtungen über die magnetische Inklination angestellt, aus denen
ich für 1886.7 berechne
Differenz der Inklination Lübeck—Ratzeburg = +3/8.
Aus der Karte interpolirt man A J +7/0.
Güstrow. Für Güstrow folgt aus F ritsche’s Beobachtungen als
Differenz der Inklination Lübeck—Güstrow = +12/5.
Die Karte ergiebt M = +17/0.
Rinneberg. In Pinneberg bestimmte Pritsche die Inklination 1885 am 29. September zu 67°47/5
und am 30. September zu 67° 40/0 mit derselben Nadel, im Mittel zu 67° 43/8, daraus folgt
Inklinations-Differenz Lübeck—Pinneberg = +18/7.
Die Karte ergiebt A J = +2/5.
Stettin. In Stettin fand Herr Fritsehe die Inklination = 67° 8/0 am 7. Oktober 1885. Daher
Inklinations-Differenz Lübeck—Stettin = +54/5.
Der Karte liegt der Werth A+= +46/6 zu Grunde.
Diese Resultate sind niedergelegt in „Petermann’s Mittheilungen etc.“, 34. Band, 1888, Seite 48 u. f.