Dr. W. Schaper: Magnetische Aufnahme etc.
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Danach ist nach 8 h 32 m -vormittags
zufolge Mire 100 die Kreiskollimation 42° 14/5
101 , „ 42° 15/7
Mittel unter Berücksichtigung der Entfernungen und Einstellungen.... 42° 14/9
Magnet N. unten um 8 h 39 m nachm 31° 50/9 für 12° 20/0 in Lübeck,
dazu die Ivreiskollimation 42° 14/7
N. oben um 8 h 25 m nachm 32° 18/8 „ „ „ „
dazu die Kreiskollimation 42° 15/9
N. unten um 8 h 31 ln nachm 31° 52/0 „ „ „ „
dazu die Kreiskollimation 42° 15/7
Deklination 10° 10/5 für 12° 20/0 in Lübeck.
Deklinations-Differenz Lübeck—Cachlin II = +2° 9/5.
Teterow. Die Deklination ist zentrisch zum Festlegungssteine Teterow des gleichnamigen Dreiecks
punktes II. Ordnung unter 53° 47' 8" n. Br. und 1°7'42" ö. L. von Schwerin bestimmt. Der Stein liegt frei
auf einer Anhöhe. Lokalstörungen sind unwahrscheinlich. Die Messung fand am 9. Oktober 1886 statt.
Nach der Grossherz. Mecklenb. Landes-Triangulation ist
für Mire 155: Teterow, Kirchthurm, Helmstange, das Azimut 126° 32/2, Entfernung 2200 m.
Weitere Miren konnten nicht aufgefunden werden und auch diese wird bald verwachsen sein.
Magnet N. oben um l h 5 m nachm 191° 57/8 für 12° 20/0 in Lübeck,
dazu die Kreiskollimation 203° 9/2
N. unten um l h 13 m nachm 191° 44/8 „ „ „ „
dazu die Kreiskollimation 203° 9/7
N. oben um l h 19 m nachm 191° 59/3 „ „ „ „
dazu die Kreiskollimation 203° 9/9
Deklination 11° 18/0 für 12° 20/0 in Lübeck.
Deklinations-Differenz Lübeck—Teterow = +1° 2/0.
Travemünde. Am 16. September 1885 nahm Herr Sack eine Inklinations-Bestimmung nördlich
von Travemünde, nahe dem trigonometrischen Punkte II. Ordnung Gneversdorf, auf freiem Felde vor. Die
Koordinaten des Beobachtungsortes sind = 53° 58'25. "0 n. Br. und 28° 31'44."1 ö. L. Es ergab
Nadel II für 5.o h nachm. J = 68° 4/1; Reduktion auf das Monatsmittel +0/0; reduz. Werth J Q = 68° 4/1
„ I „ 6.o h „ J = 68° 3/4; „ „ „ „ +0/1; „ „ J 0 = 68° 3/5
Die auf gleiche Zeit reduzirte Lübecker Inklination beträgt J* 0 = 68° 2/5
Inklinations-Differenz Lübeck—Travemünde (Gneversdorf) = —1/3.
Eine Intensitäts-Bestimmung habe ich südlich von Travemünde auf dem Priwall am 3. Mai 1887 im
Schutze einer Baumpflanzung, weit ab von Gebäuden und dergl., vorgenommen. Die geographische Lage
des Ortes ist = 53° 57' 24."9 n. Br. und 28° 22' 21."9 ö. L.
Ordnet man die mitgetheilten ersten 15 Beobachtungen zu je 5 in 3 Gruppen und ebenso die letzten
15 und reduzirt mittels der genäherten Schwingungsdauer von 6.48 s die einzelnen Beobachtungen jeder
Gruppe auf die mittlere, so folgt als Mittel für
Gruppe a) 4 h 2 m 22.78 s , b). 4 h 3 m 40.58 s , c) 4 h 4 m 58.56 s ,
47 30.92 48 35.74 49 53.46
Aus a) folgt T = 6.4788 Sekunden
b) „ = 88
c) „ = 81
Mittel T = 6.4786
für t = 14.7°; E = 107'; H= 0.17830 C. G. S.
Korrektion auf
oo kl. Bogen und Torsion +0.0034 Sekunden
t 0 ~ 10° —0.0057
H^,= 0.17800 C. G. S. +0.0055
Reduzirte Schw. T 0 = 6.4818