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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1889 No. 2 —
für Mire 164: Altdamm, Kirchthurm-Knopf, das Azimut ....... 130° 2B.'5, Entfernung 2300 m.
165: Stettin, Schlosskirche, nördl. Thurmknopf, „ „ 178° 5/6, „ 2500 m.
Mithin beträgt für den Beginn der Einstellungen
nach Mire 164 die Kreiskollimation 117° 46/3
165 „ „ 117° 45/2
im Mittel mit Rücksicht auf die Entfernungen 117° 45/9
Für die magnetischen Messungen ist diese Zahl entsprechend den Einstellungen der Mire 164 um 0/5
zu erhöhen. Die Deklination in Lübeck ist zu 12° 25/0 gerechnet für 4 h 52 m nachm., für 5 h 3 m nachmittags
beträgt sie unter Berücksichtigung der beiden Einstellungen mit Magnet N. unten = 12° 25/4.
Magnet N. unten 308° 11/6 für 12° 25/0 in Lübeck,
N. oben 307° 0/3 „ „ „ „
Deklination 9° 49/6 für 12° 20/0 in Lübeck.
Deklinations-Differenz Lübeck—Zabelsdorf — +2° 30/4.
St. mchaelisdoim. Zentrisch zum trigonometrischen Punkte IV. Ordnung, Hopen, unter
53° 59'26."3 n. Br. und 26° 47'29."6 ö. L. habe ich am 12. April 1887 eine Deklinations-Bestimmung vor
genommen. Wetter gut. Lokalstörung unwahrscheinlich.
Nach den Angaben der Königl. Preuss.- Landes-Triangulation und den angestellten Messungen ist
für Mire 69 : Eddelack, Kirchthurm-Knopf, das Azimut 169° 36/9
70: St. Michaelisdonn, „ „ „ „ 228° 49/0
71: Marne, „ „ „ „ 241° 39/3
Die Einstellungen der Mire 69 weichen auffallend von einander ab. Es folgt aus den drei letzten
Einstellungen der 3 Miren und zwar
aus Mire 69 die Kreiskollimation 206° 14/4
70 „ „ 206° 13/8
‘ 71 „ „ 206° 15/9
mit Rücksicht auf die verschiedenen Entfernungen . . . 206° 14/9
Insbesondere Kreiskollimation 206° 13/2
für Magnet N. unten um 6 h 33 m vorm 192° 52/0 für 12° 20/0 in Lübeck,
ferner Kreiskollimation 206° 14/7
N. oben um 6 h 39 m vorm 193° 4/6 „ „ „ „
endlich Kreiskollimation 206° 14/4
N. unten um 6 h 45 m vorm 192° 51/8 „ „ „ „
Deklination 13° 16/1 für 12° 20/0 in Lübeck.
Deklinations-Differenz Lübeck—Hopen — —56.T.
Stralsund. Ich habe zuerst im Jahre 1886 am 7. Oktober zwischen Stadt und Bahnhof bei
günstigem Wetter, unter dem Schutze von Baumanlagen, die Inklination bestimmt. Das aus den Jahren
1835/36 stammende Messtischblatt enthält keine Aufnahme dieses Terrains. Ich fand mit
Nadel I für 3.4 h nachm. J — 67° 57/9; Reduktion auf das Monatsmittel —0/4; reduz. Werth J a = 67° 57/5
„ II „ 4.3 h . „ /=68° 3/2; „ „ „ -0/2; „ „ J" 0 = 68° 3/0
Die auf gleiche Zeit reduzirte Inklination in Lübeck beträgt J* 0 t= 68° 1/6
Am 8. Juli 1887 beobachtete ich dicht am Sunde unter 54° 17/98 n. Br. und 30° 45/46 ö. L. nach dem
oben genannten Messtischblatte, das Nachträge bis 1880 enthält.
Ich fand an jenem Punkte im Schutze von Gartenbäumen mit
Nadel I für 9.6 h vorm. J = 68° 6/6; Reduktion auf das Monatsmittel —0/9; reduz. Werth J 0 = 68° 5/7
„ II „ 10.6 h „ J = 68° 5/3; „ „ „ „ -1/0; „ „ J 0 = 68° 4/3
Für Lübeck beträgt die gleichzeitige Inklination J* 0 = 68° 0/3