Dr. W. Schaper: Magnetische Aufnahme etc.
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Die Intensität habe ich unweit des Ortes der Deklination, für den die Koordinaten unten folgen, be
stimmt. Gegen die Sonne schützte ich mich genügend durch Laubwerk. Die Beobachtung fand am 5. April
1887 statt.
Ordnet man die ersten und letzten 12 der mitgetheilten Beobachtungen in 3 Gruppen zu je 4, reduzirt
die Zahlen jeder Gruppe auf eine mittlere Beobachtung mittels der genäherten Schwingungsdauer von
6.48' und benutzt die übrigen Beobachtungen zur Feststellung der Zahl der Schwingungen, so folgt
a) 9 h 44 m 50.15', b) 9 h 46 m 83.82 8 , c) 9 h 48 m 04.57',
78 05.15 79 49.02 81 32.75
Aus a) T = 6.4773 Sekunden
b) T = 79
c) T = 77
Mittel T = 6.4776
für t = 15.8°; E = 74'; H = 0.17800 C. G. S.
Korrektion auf
oo kl. Bogen und Torsion +0.0030 Sekunden
t 0 = 10° —0.0069
i2* 0 = 0.17800 C. G. S. —0.0000
ßeduzirte Schw. T 0 = 6.4737
Normal-Schwingungsdauer T #0 = 6.4685 Sekunden; reduzirte Intensität H 0 = 0.17771 C. G. S.
Differenz der Horizontal-Intensität Lübeck—Stade = +0.00029 C. G. S.
Die Deklination ist zentrisch über dem Steine Hohenwedel unter 53° 36'41."2 n. Br. und 27° 7' 30. "8 ö. L.
bestimmt. Dieser Stein liegt frei im Felde. Lokalstörungen sind unwahrscheinlich.
Nach Mittheilungen der Königl. Preuss. Landes-Triangulation folgt
für Mire 124: Stade, Cosmaekirche, Thurmknopf, das Azimut 125° 53/5, Entfernung 1500 m.
123: Bützfleth, Kirchthurm-Kuopf, „ „ 16° 31/4, „ 5200 m.
125: Assel, „ „ „ „ 351° 0/0, „ 9000 m.
Danach beträgt für die magnetischen Messsungen
nach Mire 124 die Kollimation des Kreises 257° 4/7
123 „ „ „ „ 257° 5/0
125 „ „ „ „ 257° 6/6
Mittel 257° 5/5
Magnet N. oben um ll h 41 m vorm 244° 29/9 für 12° 20/0 in Lübeck,
N. unten „ ll h 46 ra 244° 14/5 „
N. oben „ ll h 51 m 244° 30/5 „
Um ll h 58 m vormittags beginnt nach den Lübecker Variations-Beobachtungen eine kleine Störung mit
zunehmender Deklination. Da sie die Einstellung, die ll h 53 m vorm, in Stade gemacht ist, beeinflusst zu
haben scheint, so ist dem für ll h 51 m vorm, erhaltenen Werthe halbes Gewicht gegeben.
Deklination 12° 43/2 für 12° 20/0 in Lübeck.
Deklinations-Differenz Lübeck—Stade = —23/2.
Stettin. Die Inklination habe ich nordwestlich von der Stadt ausserhalb der Wälle am Wege
auf weit noch unbekanntem Terrain bestimmt. Die Koordinaten des Punktes sind — 53° 25/4 n. Br. und
32° 12/2 ö. L. nach der Karte des Deutschen Reiches (1:100000), Aufnahme 1853—54.
Ich fand am 26. Juli 1886 mit
Nadel I für 8.i h vorm. J = 67° 15/0; Reduktion auf das Monatsmittel —0/6; reduz. Werth J Q — 67° 14/4
„ II „ 9.l h „ +=67° 16/9; „ „ „ „ -0/8; „ „ J 0 = 67° 16/1
Die auf gleiche Zeit reduzirte Inklination in Lübeck beträgt J* 0 ~ 68° 1/8
Inklinations-Differenz Lübeck—Stettin = +46/6.
Die Deklination habe ich am 26. Juli 1886 zentrisch über dem trigonometrischen Punkte IV. Ordnung
Zabelsdorf bestimmt. Die Koordinaten desselben sind = 53°27'3/'l n. Br. und 32° 13'38/'2 ö. L.
Nach einem Auszuge, den mir die Königl. Regierung in Stettin aus dem mir nicht zugänglichen T. V.
der Königl. Preuss. Landes-Triangulation hat zukommen lassen, folgt
Archiv 1889. 2.
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