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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1889 No. 2 —
Es beträgt daher zufolge den vor der magnetischen Messungen gemachten Einstellungen
nach Mire 97 die Kollimation des Kreises -... 845° 32/8
96 „ „ „ „ 345° 32/6
Mittel 345° 32/7
und zufolge der am Ende gemachten Einstellungen
nach Mire 96 die Kollimation des Kreises 345° 31/9
97 „ „ „ „ 345° 32/5
Da die Nonienablesungen für Mire 97 stark differiren, Mittel 345° 32/1
Für die magnetischen Messungen ist die Kollimation nach Mire 96 mit der Verbesserung +0/1 zu
nehmen. Es ist nun für
Magnet N. oben um 4 h 21 m nachm 332° 53/4 für 12° 20/0 in Lübeck,
N. unten „ 4 h 27 m 332° 29/1 „
N. oben „ 4 h 34 m 332° 52/1 „
Deklination 12° 51/1 für 12° 20/0 in Lübeck.
Deklinations-Differenz Lübeck—Preetz = —31/1 [mittlerer Fehler ±0/5].
Itatzelburg'. Zentrisch zu dem trigonometrischen Punkte III. Ordnung Neu-Vorwerk I bei
Ratzeburg ist am 15. April 1887 die Deklination bestimmt. Der Ort liegt unter 53° 42' 0."5 n. Br. und
28° 25' l."l ö. L. frei im Felde.
Nach der Königl. Preuss. Landes-Triangulation ist
für Mire 73: Ratzeburg, Dom, Westgiebel, Knopf, das Azimut 70° 33/5.
Mithin für die mitgetheilte Einstellung die Kreiskollimation — 163° 0/9.
Die Einstellungen der Mire 72 zeigen, dass das Instrument nicht fest stand; es war nämlich recht
böiges Wetter und nur in Ruhepausen war ein sicheres Bild im Fernrohr zu erreichen.
Nach der Messung ist
die Kollimation des Kreises 163° 2/1
für Magnet N. unten um 9 h 20“'vorm 150° 30/7 für 12° 20/0 in Lübeck,
die Kollimation 163° 4/1
für Magnet N. oben um 9 h 26 m vorm 151° 0/9 „ „ „ „
daraus folgt die Deklination 12° 7/3 für 12° 20/0 in Lübeck.
Deklinations-Differenz Lübeck—Neu-Vorwerk = +12/7.
Reinfeld. Am 21. September 1886 habe ich zentrisch zu dem trigonom. Punkte III. Ordnung
Reinfeld II, dessen Stein nebenbei bemerkt etwas schief steht, die Deklination bei günstigem Wetter be
stimmt. Der Ort liegt unter 53° 50' 13."6 n. Br. und 28°9'0."3 ö. L. frei im Felde.
Nach der Königl. Preuss. Landes-Triangulation T. IV. ist
für Mire 140: Reinfeld, Kirchthurm-Knopf, das Azimut 145° 2/6
141: Zarpen, „ „ „ „ 30° 40/8
Gemäss den ersten Einstellungen ist
nach Mire 140 die Kreiskollimation 26° 48/7
141 „ „ 26° 50/5
mit Rücksicht auf die Entfernungen im Mittel 26° 50/1
Gemäss den letzten Einstellungen ist
nach Mire 140 die Kreiskollimation 26° 46/5
141 „ „ 26° 47/1
Mittel 26° 46/7
Es gieht also Mire 141 das Azimut um 0/4 zu gross.