Dr. W. Schaper: Magnetische Aufnahme etc.
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Es verdient die zweite Messung — 27. Juli 1887 — doppeltes Gewicht gegen die andere, weil die
Variationen besser verbürgt sind wegen der grösseren Nähe der Normalstation. Mithin
Deklinations-Differenz Lübeck—Malchin = +1° 7.'0.
Malente. Am 5. Oktober 1887 machte ich zentrisch zu dem trigonometrischen Steine III. Ordnung
bei günstigem Wetter eine Deklinations-Bestimmung. Die Koordinaten des frei auf dem Felde gelegenen
Punktes sind = 54° 10' Bl. "5 n. Br. und 28° 13' 5."3 ö. L.
Nach der Königl. Preuss. Landes-Triangulation T. IV. ist
für Mire 99: Neukirchen, Kirchthurm-Knopf, das Azimut 2° 50.'4, Entfernung 4600 m.
95: Eutin, „ „ „ „ 133° 9.'2, „ 6000 m.
In Folge der vor den magnetischen Messungen gemachten Einstellungen beträgt
nach Mire 95 die Kollimation des Kreises 238° 9.'1
99 „ „ „ „ 238° 10.'5
Mittel 238° 9.'8
Dazu ergeben die später gemachten Einstellungen
nach Mire 95 die Kollimation des Kreises 238° 8.'5
99 „ „ „ 238° 9/2
Mittel 238° 8/8
Danach ergiebt Mire 99 die Kollimation zu gross um 0/4
Es ist mithin die Kollimation des Kreises 238° 9/6
für Magnet N. unten um 6 h 56 m nachm 225° 35.T für [12° 15/6] in Lübeck,
die Kollimation des Kreises ist ... 238° 9/1
für Magnet N. oben um 7 h l m nachm 225° 56/9 „ [12° 15/6] „
die Kollimation des Kreises ist . . ■ 238° 8/8
für Magnet N. unten um 7 h 6 m nachm 225° 36/2 „ [12° 15/6J „ „
Variations-Beobachtungen liegen für 6 h 56 m und 7 h 6 m nachm, nicht vor. Nimmt man eine Aenderung
der Deklination proportional der Zeit, so folgt
Deklination 12° 22/8 für 12° 15/6 in Lübeck.
Deklinations-Differenz Lübeck—Malente = —7/2.
Mölln in Lauenburg. Im Jahre 1886 habe ich am 6. Juli südlich von der Stadt unter Tannen
eine Inklinations-Bestimmung gemacht, an einem Punkte, dessen Koordinaten = 53° 37/45 n. Br. und
28° 21/41 ö. L. nach dem 1879 aufgenommenen Messtischblatte sind.
Ich fand mit
Nadel II für 4.o h nachm. J = 67° 51/8; Reduktion auf das Monatsmittel +0/5; reduz. Werth J Q — 67° 52/3
„ I „ 5.o h „ J — 67° 48/3; „ „ „ „ +0/4; „ „ ^ = 67° 48/7
Gleichzeitige mittlere Inklination in Lübeck J* 0 = 68° 1/8
Inklinations-Differenz Lübeck—Mölln i. Lauenb. = +11/3.
Am 10. Oktober 1886 ist südlich von der Stadt am Hügel eine Beobachtung über die Intensität ge
macht. Die Koordinaten des Punktes sind — 53° 37/68 n. Br. und 28° 21/60 ö. L. nach derselben Karte.
Ordnet man die Beobachtungen des ersten und dritten Satzes in Gruppen zu je 4, 3 und 3, reduzirt
mittels der genäherten Schwingungsdauer von 6.41 s die Zahlen jeder Gruppe auf eine mittlere Beobachtung
und benutzt den mittleren Satz zur Feststellung der Anzahl der Schwingungen, so erhält man
Gruppe a) = 10 h 10 m 36.78 s , b) = 10 h 12 m 19.17 s , c) = 10 h 13 m 35.87 8
24 29.65 25 46.57 26 25.03
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