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Volltext : 11, 1888

Seekartenwerk  und  Nautische  Geodäsie

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3.  Kartographie
Die  im,  Jahre  1951  durchgeführte  Personalvermehrung  beim  Seekartenwerk ­
  machte  sich  in  einer  nicht  unbeträchtlichen  Steigerung  der  Neuherstellung ­
  und  der  „Neuen  Ausgaben“  von  Seekarten  in  dem  bisherigen
Arbeitsbereich  der  gesamteuropäischen  Gewässer  bemerkbar.  Während  im
Jahre  1950  nur  43  Seekarten  neu  herauskamen,  konnten  im  Jahre  1951  3  Neue
Karten  und  65  Neue  Ausgaben  herausgegeben  werden.  Fast  ebenso  viele
Karten  haben  größere  Berichtigungen  erfahren  (47  im  Jahre  1951),  so  daß
seit  Gründung  des  Deutschen  Hydrographischen  Instituts  im  Jahre  1945  bis
Ende  1951  mehr  als  ein  Drittel,  nämlich  237  Karten,  des  zur  Zeit  rund  600  verschiedene ­
  Seekarten  umfassenden  deutschen  Seekartenwerks  auf  den  neuesten
Stand  gebracht  worden  ist.  So  erfreulich  diese  Zahlen  sich  ansehen,  muß
leider  auch  berichtet  werden,  daß  eine  Reihe  von  Karten  (insbesondere  der
Finnischen  Küste)  so  umfangreiche  Berichtigungen  erfordern,  daß  die  Herstellung ­
  der  neuen  Druckplatten  trotz  aller  Bemühungen  noch  längere  Zeit
in  Anspruch  nehmen  wird  (vgl.  Zusammenstellung  auf  S.  65  ff.).
Die  Erweiterung  des  Seekartenwerks  auf  den  Nordatlantischen  Ozean
und  Westindien  konnte  trotz  der  dringenden  Anforderungen  der  deutschen
Schiffahrt  bisher  aus  Mangel  an  Mitteln  nicht  in  Angriff  genompien  werden.
Es  soll  im  kommenden  Jahr  versucht  werden,  wenigstens  die  Ozean-  und
Übersichtskarten  dieser  Gebiete  zu  erneuern.
An  Grundlagen  für  die  Fortführung  der  deutschen  Seekarten  sind  bei
der  Kartographie  eingegangen:
17  Arbeitskarten  der  Abteilung  Seevermessung  des  D.H.I.  von  folgenden
Teilen  der  deutschen  Nordseeküsten:  Hörnum  Tief  und  Lister  Ley,  Ostfriesische ­
  Inseln  von  der  holländischen  Grenze  bis  Wangerooge,  Norder-Elbe,
  Falsches  Tief  und  Eider,  ferner  die  Wegekarten  und  Echolotungen
des  „Gauss“,  die  während  der  Forschungsfahrt  im  Mai-Juni  1951  in  der
Südlichen  Nordsee  durchgeführt  wurden.
179  Peilpläne  der  Wasser-  und  Schiffahrtsdirektionen,  die  sich  auf  die
Norclseegebiete  wie  folgt  verteilen:  Emsgebiet  14,  Wesergebiet  63,  Elbegebiet ­
  86  Peilpläne,  ferner  laufend  Peilpläne  der  Nebenfahrwasser  Ackumer
Ehe,  Otzumer  Balje,  Harle,  Dove  Tief  und  Blaue  Balje  sowie  Pläne  von
Norderney,  Norddeich,  Fischerbalje  und  Hunte  und  einige  Pläne  des  Vermessungsamtes ­
  der  Hansestadt  Hamburg,  der  Marschenbauämter  Heide  und
Husum  und  cler  Forschungsstelle  Westküste  Schleswig-Holstein  in  Husum.
Außer  den  von  den  hydrographischen  Ämtern  der  europäischen  Länder
übersandten  Neuerscheinungen  an  Karten  sind  in  diesem  Jahre  auch  zahlreiche, ­
  Kartenausgaben  aus  Überseeländern  wieder  eingegangen  (vgl.  hierzu
Bericht  cles  Archivs  auf  S.  56).
In  die  kartographischen  Arbeiten,  deren  Schwergewicht  im  Vorjahre  im
Nord-  Und  Ostseegebiet  lag,  konnten  1951  auch  die  Nord-  und  Westeuropäischen ­
  Meere  und  das  Mittelmeer  in  größerem  Umfange  einbezogen  werden.
Insgesamt  wurden  außer  der  laufenden  Fortführung  der  Seekarten  nach  den
„Nachrichten  für  Seefahrer“,  die  in  543  verschiedenen  Kartenblättern  auszuführen ­
  war,  folgende  Arbeiten  fertiggestellt  (vgl.  Anh.  S.  66  ff):
a)  3  Neue  Karten:  eine  Küstenkarte  von  Norwegen  (D1207),  die
jedoch  bereits  im  Mai  1945  fast  fertig  war,  eine  neue  Karte  für  die
erweiterten  Hafenanlagen  von  Oran  und  Mers  el  Kebir  (D  685)  und
eine  Ersatzkarte  für  Thessaloniki  (D1082).
            
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