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Full text: 11, 1888

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1S8S No. 1 — 
II. Monats-Bericht der Deutschen Seewarte (früher „Monatliche Uebersicht der Witterung.“) 
Die Tabelle der Monatssummen der Niederschläge erhielt insofern eine Erweiterung, als auch die Maxima 
der an einem Tage gefallenen Niederschläge in derselben Aufnahme fanden. 
Als Beiheft des Monats-Berichts erschien, wie bereits oben angeführt, die Brochüre des Abtheilungs- 
Vorstehers Dr. van Bebber „Ueber die Ergebnisse der Wetter-Prognosen i. J. 1887.“ 
III. (bisher IV). Monatliche Tabelle der Mittel, Summen und Extreme aus..den meteorologischen Aufzeichnungen 
der Normal-Beobachtungs-Stationen der Seewarte. 
Keine Veränderungen für das Berichts-Jahr. 
IV. Meteorologisches Jahrbuch nach internationalem Schema, im Vereine mit den übrigen 
deutschen Instituten und Stationen. 
Der Jahrgang 1886 wurde im Berichts-Jahre herausgegeben und der Jahrgang 1887 nahezu druckfertig 
gestellt, sodass hierdurch ein rascheres Erscheinen dieser Publikation ermöglicht ist. 
Der rein geschäftliche Verkehr der Abtheilung umfasste im Berichts-Jahre die Erledigung 
von 510 Nummern amtlicher Schreiben. 
X. Bericht über die Thätigkeit der Abtheilung IV. 
Chronometer-Prüflings-Institut. 
Inanspruchnahme des Institutes von Seiten der Chronometer-Fabrikanten und Schiffs-Kapitäne. 
Im Jahre 1888 wurden dem Chronometer-Prüfungs-Institut 22 Marine-Chronometer von Schiffs-Kapitänen 
der Handelsmarine zur Beobachtung übergeben. Es ist dies im Vergleiche zu der Anzahl von Chronometern, 
welche im Laufe eines Jahres von Uhrmachern im Hafen von Hamburg untersucht werden, als eine sehr 
geringe Inanspruchnahme des Institutes zu bezeichnen. Bei verschiedenen Gelegenheiten wurde Seitens der 
Direktion hervorgehoben, in welcher Weise dieses Verhältniss gebessert werden könnte. Zunächst hat es 
nur den Anschein, als wenn durch die Verlegung der Hafeneinrichtungen nach den weiter oben an der Elbe 
gelegenen Stadtgebieten anstatt einer Besserung dieser Verhältnisse eine Verschlimmerung eintreten würde, 
und wird in nicht ferner Zeit an die Direktion der Seewarte die Frage herantreten, in welcher Weise dem 
Uebelstande gesteuert werden könnte. 
Von Uhrmachern wurden dem Institute 5 Chronometer zur Prüfung zugestellt, desgleichen von wissen 
schaftlichen Instituten, Behörden und Forschungs-Reisenden 17 Chronometer; ferner wurden auf Veranlassung 
von Fabrikanten 3 Pendeluhren geprüft. Die Resultate dieser sämmtlichen Prüfungen waren im Allgemeinen 
als befriedigend zu bezeichnen. 
Die Chronometer-Konkurrenz-Prüfung. In den Tagen vom 16. Oktober 1887 bis 15. April 1888 
wurde die elfte allgemeine Konkurrenz-Prüfung von Marine-Chronometern abgehalten. Es betheiligten sich 
an derselben 5 deutsche Fabrikanten durch Einlieferung von im Ganzen 22 Chronometern. Von den ein 
gelieferten Uhren erhielten 8 das Prädikat „ausgezeichnet“ und 4 das Prädikat „recht gut“. Ein eingehender 
Bericht über die elfte Konkurrenz-Prüfung findet sich in den „Annalen der Hydrographie und Maritimen 
Meteorologie“, Jahrgang 1888, Heft VIII (August). Von den geprüften Chronometern wurden 11, von denen 
7 gleichzeitig die Prämie erhielten, Seitens der Kaiserlichen Admiralität angekauft. 
Von den in dieser Prüfung untersuchten Chronometern zeigten 8 ganz erhebliche Fehler in der 
Kompensation und Konstruktion, so dass dieselbe einen gewissen Rückschritt gegen vorhergehende Konkurrenz- 
Prüfungen, namentlich die achte und neunte, erkennen lässt. Mit Beziehung auf die Gründe dieser immerhin 
auffälligen Erscheinung muss auf den oben zitirten eingehenden Bericht verwiesen werden. 
Prüfung der Präzisions - Taschenuhren. Zu den im Jahre 1888 auf der Abtheilung IV abgehalteneu 
6 Prüfungen wurden im Ganzen 39 Präzisions-Taschenuhren, darunter 14 zur grossen Prüfung, eingeliefert. 
Im allgemeinen geben diese Prüfungen ein höchst befriedigendes Resultat und es konnte den Fabrikanten
	        
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