16
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 18SS No 5 —
Jahresmittel.
Tah. 53c. Wölkchen. Tab. 54c.
Strömung
NW
Lage des Minimum.
N NE E SE S
SW
W
Sa.
NW
N
Lage des
NE E
Maximum.
SE S SW
w
[ Sa.
C. pet.
4.B
8.4
13
16
9.1
3.7
3.7
3.6
62.6
3.6
9.6
12
14
14
9.4
3.1
2
j 68.4
C. fug.
15
9
4.6
3.7
15
20
12
15
95.3
10
4.3
2.8
4.5
3.9
7.8
16
20
69.4
. C. pet.
—
8.6
13
—
—
—
—
—
—
5.3
9.3
10
10
1.6
—
—
—
A C. fug.
ii
5.6
—
—
6.3
16
8.7
12
33
6.9
—
—
—
—
—
13
18
1.1
Tab. 53 d.
Wolken.
Tab.
54 d.
C. pet.
3
4.5
10
11
5.6
5.8
3.7
31
46.9
2.5
7
8.3
16
16
9
3
2
63.7
C. fug.
15
9
2.8
4.6
11
9.6
7.6
14
73.6
13
6.7
4
4.4
1.9
5.1
11
17
64.1
. C. pet.
—
—
7.3
6.5
—
—
—
—
—
—
0.2
4.3
11
15
3.9
—
A C. fug.
12
4.6
—
—
5.7
3.8
3.s
11
27
11
—
—
—
—
—
8.2
15
0.4
Tab. 53 e.
Unteres Gewölk.
Tab
54 e.
C. pet.
3.7
4.7
13
19
10
8.3
7.4
5.9
71.7
3.1
5.4
6.1
12
17
11
3.5
1.9
59.6
C. fug.
16
10
4.5
5.7
5.5
4.3
5.4
12
63.3
15
7.3
7.5
7.6
4.5
4.2
13
23
82.2
. C. pet.
—
—
8
13
5
4
2
—
8.3
—
—
—
4.1
13
6.5
11 C. lug.
12
5.3
—
—
—
—
—
6.5
—
12
1.9
1.4
—
—
—
9.7
21
23
Tab. 53 f.
Wind.
Tab
54 f.
C. pet.
2.5
2.6
4.6
4.6
2.6
2.8
3
2.9
25.6
1.2
1.1
0.9
1.9
2.7
1.7
0.6
0.8
11
C. fug.
2.7
1.6
0.8
1.3
1.3
0.7
0.7
1.7
10.6
3.7
2.6
o
O
3.2
2.7
2 3
4.3
5.6
27.3
C. pet.
—
1
3.9
3.3
1.3
2.1
2.4
1.2
15
—
—
—
—
—
—
—
A C. fug.
0.2
2.5
1.5
2.1
1.3
0
0.6
3.7
4.7
16
Da, wo nun die Zahlen der in den vorstehenden Tabellen enthaltenen Differenzreihen (A) grösste
Werthe zeigen, finden die grössten Ein- resp. Ausströmungen statt. Am besten übersieht man diese Ver
hältnisse, wenn man jene Reihen graphisch darstellt, indem die Kurven durch ihre Hebungen und Senkungen
noch da grösste Werthe andeuten, wo die Zahlen allein solche nicht erkennen lassen.
In Fig. 37 und 38 sind nach jenen Differenzreihen der Tabellen 49, 50, 51, 52 Abtheilung e
(unteres Gewölk) beispielsweise 4 dergleichen Kurven, nämlich die dem Sommer und Winter ungehörigen
des Minimum, desgleichen die Sommer- und Winterkurve des Maximum gezeichnet. Auf der horizontalen
Abscissenlinie entsprechen die gleichen Abschnitte der Reihe nach den 8 Lagen der Minima uud Maxima,
die senkrechten nach oben lim liegenden negativen Ordinaten den Ueberschüssen ein strömender, die nach
unten hin gerichteten positiven Ordinaten den Ueberschüssen ausströmender Luft.
Sämmtliche Kurven der Minima sowohl wie der Maxima in allen Höhenregionen, im Winter- wie im
Sommerhalbjahr, haben nun, wie die hier in Fig. 37 und 38 gezeichneten, 4 Wendepunkte a, c und b, d*).
Die Punkte a und c liegen überall, ersterer auf der Westseite, letzterer auf der Ostseite der Minima und
Maxima. Sie bezeichnen die Gegenden, in denen die grossen westlichen Strömungen auf der Westseite
ein- und auf der Ostseite austreten. Die Punkte b und cl liegen in sämmtlichen Kurven des Minimums auf
der nördlichen, in den dem Maximum augehörigen auf der südlichen Seite, b stets mehr östlich, d mehr
westlich. Es sind dies die Gegenden, in welchen die östlichen Strömungen ein- resp. austreteu.
Die Ordinaten in diesen Gegenden der Kurven sind durchschnittlich kleiner wie die zu den Gegenden
a und c gehörigen, d. h. die Massen der ein- und austretenden östlichen Strömungen sind unbedeutender,
als die der westlichen. Im Sommer sind sie viel kleiner wie im Winter, im oberen Cirrus werden sie
unmerklich.
') Bei den Winterkurven sind diese Wendepunkte der Deutlichkeit wegen mit a', c', V und d' bezeichnet.