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Full text: 10, 1887

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Die Versuche mit dem Vakuum-Thermometer am 6. —10. September wurden durch öftere Unter 
brechungen des Sonnenscheins durch vorbeiziehende Wolken beeinträchtigt. Nach längerem Sonnenschein, 
in ungefähr stationärem Zustande, ergaben sich folgende Ablesungen: 
Datum 
Zeit 
Stations-Thermometer 
Vakuum 
frei 
h 
Vakuum 
im 
Gehäuse 
Sonne 
Schatten 
a 
frei 
Sonne 
bi 
kleines 
Stativ 
Sonne 
h 
6./9. 
12 h 5 
23.7 
25.2 
25.0 
37.1 
— 
7./9. 
12 h 43 
4.1 
5.6 
5.5 
— 
26.3 
57 
4.0 
5.3 
5.3 
— 
6.6 
8.19. 
2 l) 18 
2.1 
3.8 
4.1 
— 
5.5 
No. 29. 
23 
2.1 
4.0 
4.1 
— 
5.5 
c. 40 
1.9 
2.9 
2.9 
28.5 
— Sonnenschein ganz matt. 
Schatten 
10./9. *) 
12 h ll 
4.2 
5.8 
— 
— 
24.8 
30 
' 
5.6 
5.4 
37.8 
— 
50 
24.9 
26.6 
25.9 
38.1 
— 
*) 12 b 35 — 12 h 40 trotz meist matten Sonnenscheins und z. Th. Wolken vor der Sonne, Vakuum zwischen 
38.0 und 32.5 schwankend, bei Schatten-Temperatur 23.9 — 24.8 und Stations-Thermometer in der 
Sonne 24.2 — 26.7. 
ln der geschlossenen Hütte (Lampenhütte), wohin nun die Thermometer gebracht wurden, nahmen sie 
dagegen im Finstern folgende Temperaturen an: 
Zeit 
Stations- 
Therm. 
Vakuum- 
Therm. 
Alkohol 
1 
l h 0 
29.1 
30.3 
— 
— 
No. 30. 
6 
29.5 
29.9 
30.0 
30.0 
13 
29.6 
29.9 
30.0 
30.0 
18 
29.5 
29.9 
30.0 
29.9 
Die folgende Tabelle giebt eine Uebersicht über sämmtliche in den 30 Versuchen gewonnenen Mittel- 
werthe, wobei nur die am festen Thermometer in a gewonnenen Werthe in den absoluten Zahlen, alle 
übrigen in Differenzen gegen a wiedergegeben sind: Minuszeichen bedeutet kälter als a, ohne Zeichen 
wärmer als a. 
Zunächst tritt uns die schon erwähnte Thatsache entgegen, dass die durch Schleudern des Thermometers 
an derselben Stelle gewonnenen Temperaturen unter k, welche wir als die richtigeren ansehen müssen, 
nicht in einheitlicher Weise von den Temperaturen a ahweichen; es scheint, dass die Gesammtwirkung 
der Strahlung auf die senkrecht frei oder im Gehäuse an dieser Stelle hängenden Thermometer eine ganz 
geringe erhöhende war, während sie bei denselben Stab- oder Stations-Thermometern, wenn sie an der gleichen 
Stelle in horizontaler Lage 45 cm über dem Boden der Strahlung zum Zenit preisgegeben waren, eine 
durchschnittlich um 0.2° bis 0.3° gegen die Lufttemperatur in 1.5 m Höhe deprimirende war. Doch lag 
dieser Gegenstand ausserhalb meiner eigentlichen Aufgabe und habe ich ihn nur zuletzt zur besseren 
Abgrenzung der Hauptfragen noch hineingezogen. 
Zur Vereinfachung der folgenden Darstellung wollen wir die Abweichung von der Temperatur der 
umspülenden Luft, welche ein Thermometer unter dem Einflüsse von Leitung und Strahlung annimmt, 
seinen „Strahlungsfehler“ unter den gegebenen Umständen nennen; mit der Natur dieser Grösse werden 
wir uns weiter unten beschäftigen.
	        
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